Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Mittwoch, 11. Juli 2018

Die Hingabe ans Leben

Es werden ja immer neue Bücher herausgebracht, wie Wunscherfüllung funktioniert, oder wie positives Denken erfolgreich praktiziert wird. Nicht das ich das nicht auch schon probiert hätte. Wahrscheinlich muß man viel einfaches und nicht so einfaches ausprobieren, um irgendwann zu der Erkenntnis zu kommen, das man Ziele und wünsche formulieren kann, sie dann aber nicht durch ständiges fokussieren zum erfüllen bringen wird. Du musst sie auch loslassen können, das heißt Vertrauen haben, das sie sich zum rechten Zeitpunkt einstellen. Das ständige Fokussieren engt viel zu sehr ein.


Das Universum hat so seinen eigenen Humor, wenn ich mal so nennen darf, und serviert Dir das, was Du Dir wirklich wünschst, auf allen erdenklichen Wegen. Und es ist tatsächlich so, je dankbarer Du für das bist, was Du schon hast, und es auch wirklich in Dir fühlen kannst, diese Dankbarkeit, umso eher kommt anderes hinzu, wofür Du wiederum dankbar sein kannst.


Ich nenne es die Hingabe an mein Leben. Nicht alles kommt zu mir, was ich mir wünsche, oft habe ich mich durch Glaubenssätze selbst sabotiert, oder durch das letzte Quäntchen an Disziplin das Ziel versemmelt. All das habe ich gelernt, bevor diese Einsicht zu mir gekommen ist. Manches schafft man durch stetigen Fleiß und üben, anderes aber eben durch die Hingabe und das Vertrauen ins Leben selbst.


Samstag, 30. Juni 2018

Heimgeleuchtet

Gestern war ich das erste Mal abends aus, seit dem ich in meiner neuen Wohnung lebe. Es war so ca 0.45 Uhr, als ich den Heimweg angetreten bin.

Na das kann ja was werden, den dunklen Waldweg zum Haus runter, ohne jegliche Beleuchtung, dachte ich so auf dem Heimweg. Doch ich hatte die Rechnung ohne den Vollmond gemacht, der immer noch sehr schön und hell am Himmel leuchtete.

Ich hatte einen perfekt ausgeleuchteten Weg dank des Mondes und als ich in den Weg einbog, saß da eine Katze mitten auf dem Weg und bewachte ihn. Sie hat mich dann vorneweg laufend sicher bis vors Haus gebracht. Und ich mach mir Gedanken. Tsss.


Dienstag, 26. Juni 2018

Mitten im Wald

Ich habe es völlig falsch eingeordnet, mitten im Wald zu leben. Hier ist die Luft viel feuchter und nachts wird es ganz schön kühl durch all die Bäume, die ihren Atem in die Luft abgeben. Mein Hund und ich schlafen hier tief und fest und werden morgens von einem unglaublichen Konzert der zahlreichen Vögel geweckt. Zu meiner Wohnung führt ein versteckter Weg, den man von der Straße aus kaum sieht. Trotzdem schafft es der Postbote und auch der Paketbote jeden Tag bis hierher. Das Internet ist ziemlich schwach hier, aber das zeugt ja nur davon, das man von zu viel Strahlung relativ gut geschützt ist. Ich fühle mich hier wie dauerhaft in Urlaub. Gestern Abend bei der Abendrunde lag ein Duft von frisch gemähtem Heu in der Luft, was zum Trocknen noch auf der Wiese liegt. Das alles empfinde ich als ein sehr großes Geschenk und kann gar nicht sagen, wie dankbar ich dafür bin.

Ich habe mich während des Umzugs von einer Menge Sachen getrennt, die ich sowieso schon lange nicht mehr benötigt habe, die aber als Altlasten im Keller standen. Es war so befreiend, all das wegzugeben. Ich hatte alles für den Sperrmüll an die Straße gestellt und man kann sich gar nicht vorstellen, wie schnell vieles davon verschwand, bevor es auf dem Sperrmüll landen konnte. Das hat mich sehr gefreut. Nachbarn haben mich einige Male gefragt, warum ich die Sachen denn nicht verkaufen wollte, dafür könne man doch Geld bekommen. Ich hab ihnen erlaubt, sich zu nehmen was sie möchten und es meinetwegen auch zu verkaufen. Da sind sie schon losgerannt, das Dollarzeichen in den Augen.

Vielleicht fehlt mir das Gen, aus allem Geld machen zu wollen. Wie auch immer. Ausser um die Bücher, die ich aus Platzgründen aussortieren musste, tut es mir um nichts leid.

Mein Blick aus dem Fenster mit riesigen Hortensienbüschen in allen Farben davor.


Samstag, 23. Juni 2018

Stationen

Und wieder eine neue Lebensstation. In meiner neuen Wohnung hab ich mich ziemlich schnell zu Hause gefühlt. Jetzt habe ich schon 4 Nächte dort geschlafen und selbst mein Hund, der ja schon ein echter Senior ist, und nächste Woche seinen 13 Geburtstag feiert, hat sich sehr schnell eingelebt und fühlt sich wohl.

Wie still es hier ist, und auch wieder nicht. So viel Vogelgezwitscher und Betriebsamkeit von allen Bewohnern des Waldes rund um mich herum. Hier kommen einen sogar die Libellen zu Hause besuchen. Meine Vermieterin hat gesagt, das sogar die Rehe übers Grundstück laufen. Ich bin mal gespannt, wann und ob ich mal eines zu sehen bekomme.

Wenn ich aus dem Fenster schaue, ist alles grün und riesige Hortensienbüsche hat es vor den Fenstern. Eigene Blumen brauche ich hier tatsächlich nicht. Es sind reichlich genug davon vorm Haus. Ich kann es irgendwie noch gar nicht richtig fassen. Ich bin mal gespannt, wie das Leben hier so wird. Auf jeden Fall kann ich jetzt endlich wieder entspannen. Aber mein Kopf hat es noch nicht so richtig gerafft. Ich glaube, es braucht noch ein bisschen Zeit.

Dienstag, 12. Juni 2018

Land unter

Diesmal hat es kurz hintereinander unsere Ecke mit sinnflutartigen Regenfällen erwischt. Fast jeder hat Wasser im Keller. Mein neuer Heimatort stand am Wochenende komplett unter Wasser und hatte dicke Schlammschichten auf den Straßen und viele Häuser und Geschäfte haben ordentlich was abbekommen. Ich hab meine Wohnung schon unter Wasser gesehen in meiner Vorstellung. Doch zum Glück ist da alles gut gegangen. Ich war noch nie so gestresst wegen eines Umzugs. Irgendwie läuft zwar alles gut, aber je älter ich werde, umso mehr Panik überkommt mich, wenn ich größere Veränderungen auf dem Plan habe. Leider erblich bedingt. Bei anderen bin ich immer die jenige, die Ruhe verbreitet und alle besänftigt, nur bei mir selber klappt es nicht. Schade. Dafür bin ich aber im Bett umso leichter in der Tiefenentspannung. Wahrscheinlich weil ich hundemüde bin. Wie auch immer. Veränderungen kosten Kraft. Und ich hab schon schöne Dinge im Kopf, die nach diesem Kraftakt an der Reihe sind. Also weiter im Text. Ich hoffe, das der Internetanschluß im neuen Haus funktioniert.


Bis hoffentlich bald, dann hab ich auch wieder Zeit für den hier. Darauf freue ich mich schon sehr.

Montag, 11. Juni 2018

Zvilisation

Zivilisation wurde mir aufgedrängt..... und sie hat kein bisschen für meine Liebe zur Wahrheit, Ehrlichkeit und Großzügigkeit beigetragen Zitat Sioux