Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Samstag, 20. Mai 2017

Was für eine Woche

Es gibt so Zeiten im Leben, da hältst Du scheinbar stundenlang den Atem an.

Anfang der Woche habe ich meine Mutter ins Krankenhaus gebracht zur OP. Nach 4 Wochen Voruntersuchungen von Arzt zu Arzt waren wir Beide froh, daß nun endlich die OP kam. Am Mittwoch war es dann so weit, den ganzen Tag war ich mit angehaltenem Atem unterwegs, bemühte sehr inbrünstig meine Hausaltar und ich hatte einen dicken Knoten im Magen, bei dem Gedanken, was nach der OP auf uns zukam.

Zunächst war ich erst einmal froh, als ich nachmittags auf die Station kam und meine Mutter mit dem Bett gerade in ihr Zimmer gerollt wurde, als ich kam. Es ging ihr gut, sie hatte den Eingriff gut überstanden. Erleichterung.

Am anderen Tag versuchte sie dann, schnellstens in ihr altes Leben zurückzukehren und hampelte im Zimmer herum. Meine Mutter ist von Kind an hyperaktiv, und kann den Leuten manchmal ganz schön auf die Nerven gehen. Vor allem kann sie nicht ruhen. Da kam dann auch die ernste Ermahnung der Stationsschwester, sie solle jetzt endlich mal etwas mehr Ruhe zeigen und sich ins Bett legen und ihren Arm ruhig halten.

Nach einem Gespräch mit der Dame vom Sozialdienst wegen einer Reha und einer Haushaltshilfe kam dann ein Satz, der meiner Mutter etwas klar machte, was sie seit dem Tod ihres Mannes verdrängte.

"Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht Ihr Haus aufzugeben und in eine kleinere Wohnung zu ziehen?" Wunder Punkt, ganz wunder Punkt.

Das ist jetzt die Herausforderung, der sich meine Mutter mit ihrem 80. GEburtstag stellen werden muß, weil sie es kräftemäßig nicht mehr schaffen wird, ihr Haus und den Garten alleine in Schuß zu halten. Wir haben das Thema immer schon mal angesprochen, aber auch immer wieder verdrängt. Ich würde ihr wünschen, das sie ihr Haus behalten könnte, bis sie für immer geht, aber es wird nicht gehen. Die Arbeit ist zuviel, daß Haus ist überhaupt nicht altengerecht und ein Umbau kommt aus finanziellen Gründen nicht in Frage.

Ein tiefer Einschnitt auf der letzten Zielgeraden. Aber ich möchte auf keinen Fall, daß sie irgendwann in ein Seniorenheim umziehen muß, weil es überhaupt nicht mehr geht. Ich weiß, wie sehr wir 2 Frauen unsere Unabhängigkeit schätzen. Deshalb ist auch ein gemeinsames wohnen für uns nicht denkbar.

Außerdem ging es meinem ebenfalls mit dem Alter konfrontierten Hund nicht gut, und auch er bekommt jetzt einen Komplett Check. Der Tierarzt meinte, er brauche wohl möglicherweise Herztabletten, weil ihm die Hitze doch sehr zu schaffen macht.

Nichts ist so beständig wie die Veränderung. Göttin steh mir bei.


Samstag, 13. Mai 2017

Etwas wie Abschied

Kennst Du das, Du siehst in der Stadt neue Sommerkleider, die einfach nur toll sind, alles stimmt, die Farbe, der Schnitt, genau wie Du es magst, dann gehst Du ins Geschäft probierst die Sachen an und stellst fest, es sieht nicht mehr gut an Dir aus? Zuviel Haut, die man inzwischen lieber nicht mehr so großzügig zeigt.

Die Frisur ändert sich, der Schmuck ändert sich, Highheels gehen nicht mehr, weil Du nicht mehr als 5 Minuten drauf laufen oder stehen kannst. Beim Makeup musst Du aufpassen, welche Farben Dein Lippenstift hat, oder Dein Lidschatten, weil Dein Gesicht sonst etwas bizarres bekommt.

Außer meinen geliebten Jeans, die ich wahrscheinlich tragen werde, bis ich ins Grab steige und den Flip Flops, die ich im Sommer immer noch am liebsten trage , schleicht sich ein Wandel in meinem Kleiderschrank und in meinem Badezimmer ein.

Ich hab es erst gar nicht bemerkt, aber in den letzten Wochen, in denen ich mich wieder auf den Sommer einschwinge, ist etwas passiert. Stelle fest, manches geht nicht mehr. Bzw. es ginge noch, aber die Frau, die ich dort im Spiegel betrachte, gefällt mir so nicht mehr. Die Veränderung ist da. Noch 2 Jahre, dann bin ich 60. Innerlich fühle ich mich immer noch wie 30 und das wird sich wahrscheinlich nicht ändern, aber da draußen, da hat sich einiges getan. Ich bin in Trauer, nehme Abschied von der jungen Frau, die ich einmal war und danach hoffe ich, daß ich mich auf die Frau einlassen kann, die ich jetzt jeden Tag im Spiegel sehe.

Ich habe schon eine Ahnung, was jetzt kommen wird in meinem Style. Denke darüber nach, nähen zu lernen, weil ich das, was ich gerne hätte, so nicht finde. Aber ob ich mache, und ob ich diszipliniert genug bin, mich an so viele Vorgänge zu halten, die das Nähen mit sich bringt, weiß ich noch nicht. Ich bin zwar kreativ, aber die Umsetzung dauert mir dann zu lange. Mal sehen.

Ich liebe den Boho Style, weit schwingende lange Röcke oder Kleider, Hippieblusen, ärmellose Westen, und ja Cowboystiefel oder eben flache Sandalen mit Zehentrennern. Ich sehe mich oft so am Meer entlang gehen, der Wind weht und spielt mit dem Stoff meines Rockes. In der Tiefe meines Herzens lebt das Hippiemädchen meiner Jugend noch immer, nur eben anders und bekommt jetzt möglicherweise sein 2.Coming out.


Bild von Facebook Boho -Style

Freitag, 5. Mai 2017

Reflektion

Nach fast 9 Jahren, in dem ich jetzt meinen Blog schreibe, habe ich überlegt, ob der Begriff Frauenheilkreis noch zutrifft. Am Anfang habe ich ja sehr viel über Spirituelles geschrieben, über das , was mir damals sehr geholfen hat. Um mich mitzuteilen und anderen, die auch in einer persönlichen Krise gesteckt haben, Mut zu machen.

Heute schreibe ich so etwas kaum noch. Und trotzdem bin ich immer noch auf einem Heilungsweg. Auf dem Weg, von der Annahme, nicht genug geliebt zu werden zu der Erkenntnis das jede Menge Liebe da ist, wenn man es schafft, sich erst einmal selbst wirklich zu mögen und zu dem zu stehen, was man ist. Nichts darzustellen, was nicht wirklich in mir ist. Schwäche zuzugeben und Hilfe anzunehmen, wenn man sie benötigt. Verantwortung zu übernehmen, für mein Leben. Nicht anderen die Schuld zu geben. Und vor allem diese tiefe Dankbarkeit zu fühlen, für all die wunderbaren Kleinigkeit des Tages und manchmal auch die ganz großen unerwarteten Dinge, die einfach auf einen zukommen, ohne Vorankündigung.

Ich schreibe in der Weiterentwicklung meines Weges und daher wird mancher, der hier vorbeischaut nicht gleich erkennen, das es immer noch um Heilung geht, wenn ich über Pferde, über Spaziergänge oder über meine Meinung zur Weltpolitik poste. Aber all das gehört dazu. Nicht nur diese weisen Worte, die ich mittlerweile tausendfach überall sonst auch lesen kann.

Ich frage mich bei allem was ich tue, macht es mich glücklich, schadet es niemanden, möchtest Du es wirklich? Das ist mein Weg der Heilung und er wirkt wunderbar.

Frage Dich was Du wirklich möchtest, was Dich glücklich macht und vergiss das danken und das weitergeben der Freude an andere nicht.

Ich wünsche allen Besuchern meiner Seite, daß sie ihren ganz persönlichen Weg der Heilung bereits gehen, oder sich trauen ihn zu betreten. Es lohnt sich. Jeden Tag, jede Stunde.

Dienstag, 2. Mai 2017

Endlich wieder


Langersehnt die Weidesaison der Pferde wurde heute eröffnet. Als ich heute mittag in den Stall kam, waren alle Pferde so aufgeregt. Es lag etwas in der Luft. Sie haben es genau gespürt.


Wer Augen hat zu sehen, findet überall Herzen

Sonntag, 30. April 2017

Bailando

Heute wird wieder in den Mai getanzt, und das zumindest bei uns im Rheinland bei fast sommerlichen Temperaturen. In Köln am Tanzbrunnen direkt am Rhein, ist heute Abend eine Veranstaltung die sich Reggeaton Beach Festival nennt mit jeder Menge karibischer Reggeamusik.

Das schöne an einer Großstadt ist, das es für jeden Geschmack was gibt. Von den klassischen "Tanz in den Mai" Veranstaltungen im Zelt, bis eben diesen Open Air Geschichten. Man muß sich bloß entscheiden können.

Viel Spaß meinen Lesern, egal ob Ihr heute auf dem Blocksberg oder am Sandstrand von Köln in den Mai tanzt.

Für mich war der letzte Freitag schon eine einzige Tanzveranstaltung. Meine Freundin hat in ihrem Laden das 25 jährige Jubiläum ihrer Selbstständigkeit gefeiert und da sie und ihre Töchter große Fans der Latino Music Szene sind, gab es jede Menge Salsa, Bachata und Morenga Klänge. Einfach wunderbar. Der ganze Freundeskreis tanzt mittlerweile zumindest die Standards dieser Tänze und wir kennen kein Ende, wenn wir einmal losgelegt haben. Mit manchen habe ich noch keine 10 Sätze gesprochen, aber schon den ganzen Abend getanzt.