Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Schwangerschaft

Das Thema begleitet mich seit einigen Tagen. Nicht bei mir selbst, aber es beschäftigt mich trotzdem. Von dem Moment an, wo frau sich sicher ist, das ein Kind in ihr wächst, verändert sich vieles in ihrem Leben. Manche Frauen merken es gleich, nach dem sie mit einem Mann geschlafen haben, das etwas geschehen ist, was von nun an ihr ganzes Leben verändert.
Andere Frauen merken es erst nach ein paar Monaten, durch Zufall, weil ihr Körper keine eindeutigen Signale gegeben hat, oder sie zu sehr mit anderen Dingen des Lebens beschäftigt waren.
Gestern traf ich eine junge Frau, die ich seit 2 Jahren kenne. Mir fiel gleich auf, das sie sehr sanft und weich wirkte. So hatte ich sie noch nie gesehen. Als wir miteinander ins Gespräch kamen, erzählte sie mir, das sie  seit 2 Wochen schwanger ist. Ihre Augen strahlten und funkelten in einem tiefen grün und sie sah in dem Moment unglaublich schön aus. In dem Moment kamen mir, wie von selbst Tränen in die Augen und ich musste sie einfach umarmen. Mir wurde augenblicklich klar, was für ein besonderer glückseeliger Zustand in dieser Frau herrscht.
Gleich darauf erzählte sie mir, das ihre Blutwerte leider sehr schlecht sind, und der Arzt ihr keine großen Hoffnungen macht, das sie das Kind austragen kann. Mein Gott, wie nah beieinander liegen manchmal Glück und Leid.
Ich würde so gerne etwas tun, um ihr zu helfen, aber ich habe erkannt, dass hier ganz jemand anderer entscheidet. Ich glaube zu wissen, wie es manchmal in Ärzten aussieht, die einem Patienten helfen möchten, es aber nicht können. Warum manche Ärzte so verbissen daran gehen, Leben zu retten.
Gestern habe ich erstmalig in meinem Leben erkannt, das wir nicht immer wissen, was gut für andere ist und auch nicht darüber zu entscheiden haben, wer leben darf und soll.  Und das ist auch gut so.


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