Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Samstag, 12. Dezember 2009

3. Advent

sonne
Es reden und traeumen die Menschen viel
Von bessern kuenftigen Tagen,
Nach einem gluecklichen goldenen Ziel
Sieht man die rennen und jagen,
Die Welt wird alt und wird wieder jung,
Doch der Mensch hofft immer Verbesserung!
Die Hoffnung fuehrt ihn ins Leben ein,
Sie umflattert den froehlichen Knaben,
Den Juengling locket ihr Zauberschein,
Sie wird mit dem Greis nicht begraben,
Denn beschliesst er im Grabe den mueden Lauf,
Noch am Grabe pflanzt er - die Hoffnung auf.
Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,
Erzeugt im Gehirne des Toren.
Im Herzen kuendet es laut sich an,
Zu was Besserm sind wir geboren!
Und was die innere Stimme spricht,
Das taeuscht die hoffende Seele nicht.
Friedrich Schiller

Die Hoffnung des Menschen ist so alt wie die Welt, das träumen in Momenten, wo alles was jetzt ist, so sinnlos erscheint. Gerade in der dunklen Jahreszeit haben wir meistens ein bisschen mehr Zeit zum nachdenken, Bilanz ziehen.
Es ist was wahre dran, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Nein ich bin nicht depressiv,lieber Dac, nur nachdenklich. Bin über das Gedicht gestolpert und stellte fest, das wir Deutschen immer schon von Hoffnung mit einem gewissen Unterton der Resignation sprechen. Uns fehlt einfach zu oft die Sonne.
Let the sunshine in your herzderfulle

1 Kommentar:

Tatzelwurm hat gesagt…

Ui, was für ein starkes Foto. Das habe ich mir gleich als Hintergrund hochgeladen, der wirkt nun, als würde die Sonne scheinen. Genau das richtige für die dunklen Tage. Danke schön.

Liebe Grüße, Tatzelwurm