Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Mittwoch, 17. März 2010

Blickwinkel und gute Laune

Ab und zu überkommen mich diese schlechte Laune Anfälle.

Dann seh ich mit einer grauen Brille in die Welt und seh all die hässlichen Stellen, die ich sonst so gut ausblenden kann.

Sehe meine alten Feinde, die mir längst nicht mehr zu schaffen machen, weil ich meine Einstellung geändert habe und ärgere mich noch mal über sie.

Ärgere mich über Politker und Manager, die unfähig sind und die Verantwortung für so viele Menschen tragen.

Im Innersten sitzt jemand, der mir immer wieder zuruft, schau nicht hin, Du weißt, daß es Dir die Laune verdirbt und Dir Zeit stiehlt, aber ich höre nicht zu.

Ich schaue hin, ärgere mich, rege mich auf, bis ich genug davon habe, mir die Laune verderben zu lassen.

Dann kann ich endlich wieder durchatmen, meine Nase in den Wind strecken und mir sagen, daß das Leben schön und lebenswert ist.

Gestern hab ich mit meiner Mutter telefoniert und wir haben uns darüber ausgelassen, wie schwer es ist, jeden Tag zu wissen, was man kochen soll.  Plötzlich musste ich lachen und sagte zu meiner Mutter: "Unsere Sorgen müsste man haben, wir können froh sein, daß wir so viel kaufen können, das wir schon nicht mehr wissen, was  wir vor lauter Abwechslung noch kochen können."

Oft wird mir bei gemeinsamem Beklagen von Umständen bewusst, daß wir Wohlstandsprobleme haben. Dann beschließe ich, das dies eindeutig kein Grund ist, um schlechte Laune zu haben, und meine Laune hebt sich augenblicklich wieder.

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