Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Montag, 26. April 2010

Selbstliebe

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ist ein viel strapaziertes Wort. Oft mache ich mir Gedanken, warum der oder die so auf mich reagieren. Ist es Kritik oder Neid, ist es ein Nichtverstehen wollen oder können.

Dann bin ich heute über das Wort gestolpert. Meistens bin ich mit mir selbst im reinen. Bin stark genug (geworden), um Kritik an meiner Art zu leben zu belächeln. Aber nicht immer. Dann fühle ich mich verurteilt, nicht geliebt.  Fange an, auch die zu verurteilen, die mich verurteilen. Ich stehe in dem Moment nicht mehr zu dem, was und wer ich bin. Ich wehre mich und versuche zu kämpfen. Zum Glück ist dann vielleicht ein Tag oder ein Wochenende dazwischen, ich gucke richtig hin und merke, das ich aufgehört habe, mich selber zu mögen.  Weil gerade nicht alles so läuft, wie ich es möchte,wie ich es mir wünsche.

Es ist nicht immer einfach, sich selber zu lieben, zu sich selber zu stehen, egal, was die anderen sagen oder fühlen. Dabei ist mir aufgefallen, das ich in Zeiten, in denen ich besonders authentisch bin, am meisten angegriffen werde. Mein Umfeld kann nicht damit umgehen, das es mich nicht kümmert, wenn sie außer sich sind, sich verstricken, Erwartungen haben, die ich nicht erfülle, nicht auf ihre Spiele eingehe.

Die Versuche, mich zu interpretieren, gelingen nur selten, meistens dann, wenn mein Gegenüber ähnlich geartet ist.

Eines ist mir klar geworden, Selbstliebe ist wichtig, aber wir können, um wirklich glücklich zu sein nicht auf das Wohlwollen anderer, uns wichtiger Menschen verzichten. Im tiefsten Inneren sind wir in unserem Herzen immer noch Kinder, die sich nach Liebe und Anerkennung sehnen. Jeder hat eine eigene Art, dies zu leben.

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