Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Freitag, 28. Mai 2010

Lebst Du oder regelst Du Dein Leben?

Diese Frage beschäftigt mich seit ein paar Minuten. In dem blog anders anziehen hat mich der neueste Beitrag ins grübeln gebracht.

Viele Menschen regeln tatsächlich fein säuberlich ihr Leben und vergessen das Leben. Ich bin auch so erzogen worden und hab mich lange Zeit dabei erwischt, immer vorzusorgen, nichts dem Zufall zu überlassen. Aber das geht sowieso nicht. Immer wenn man glaubt, so jetzt hast Du alles geregelt, kommt das Leben und durchkreuzt Deine Pläne. Im Guten wie im Schlechten.

Natürlich ist es gut, für manche Dinge eine Vorsorge zu treffen, aber wie schnell ist alles dahin. Ein Börsencrash, ein Unfall, oder der Tod eines geliebten Menschen und kein Stein steht mehr auf dem anderen. Da kann man nicht vorsorgen.

Ich wollte so viel machen, als ich noch jünger war, und bedaure, das ich das ein oder andere nicht getan hab, was unwiderruflich vorbei ist. Doch das soll mir heute nicht mehr passieren. Bietet sich eine Gelegenheit, etwas zu machen, was mein Herz vor Freude hüpfen lässt, dann mache ich es jetzt. Was ich damit nicht meine, ist etwas um jeden Preis zu tun. Manches geht halt nicht.

Aber alles andere wird gelebt, wenn es an die Tür klopft und mich einlädt.

dankbarkeit 027

Kommentare:

mona lisa hat gesagt…

Ich gehöre auch zu den sehr Disziplinierten, Strukturierten und wähnte mich deswegen lange Zeit in einer Art Sicherheit.Die war dann durch den plötzlichen Tod meines Mannes nicht mehr aufrecht zu halten.Ich versuche seitdem, im Jetzt zu leben und zu genießen, was ist, statt auf das zu sehen, was (angeblich) noch fehlt.Es gelingt mir immer besser und ich fühle mich zunehmend wohler dabei. Ganz nach dem Motto: Mal sehen, was das Leben für mich noch bereit hält.

ankastella hat gesagt…

Liebe Mona-Lisa,
Ja genau das ist es, was ich meine, wie schnell ist alles nicht mehr so, wie man es kennt und jede geglaubte Sicherheit ist eine Illusion.
Es wird auch mir immer bewusster.
Schön, das Du diese Einstellung für Dich entdeckt hast. Ich wünsche Dir, das das Leben noch eine Menge schönes für Dich bereit hält.
Liebe Grüsse

Anita

mona lisa hat gesagt…

Kennst du die WDR 3 Sendung Lebenszeichen? Morgen früh 8.30 geht es um Folgendes: Kreativ die Regeln brechen/Improvisieren bereichert das Leben.
Meist sind die Sendungen sehr anregend!