Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Dienstag, 8. Juni 2010

Die ungeliebten Geister

Angeregt durch einen Beitrag in einem Forum, was ich mitlese, habe ich mir ein paar Gedanken zu den ungeliebten Geistern, die uns immer wieder mit ihrer Anwesenheit beehren, gemacht.

Sie kommen in Form einer Krankheit, oder dunklen Gedanken und Gefühlen, die uns Angst machen. Am liebsten würden wir das alles ausblenden, nicht wahrhaben und doch sind sie immer wieder bei uns zu Gast.

Den Rat, sich mit ihnen anzufreunden, klingt erst mal befremdlich. Wer will sich schon mit seinem Feind anfreunden. Mit etwas was Schmerzen, körperliche Einschränkungen und ein tiefes Loch, in das wir hineinfallen, mitbringt.

Es ist schwer zu akzeptieren, das es in jedem Leben Licht und Schatten gibt. Bei manchen fällt der Schatten etwas größer aus, als bei anderen. Trotzdem hilft es nichts, den Schatten zu bekämpfen, er wird dadurch nur größer und größer. Alles, was wir mit Energie versorgen, wächst. Alles worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, erhält Nahrung. Im Guten wie im Schlechten.

Also hat es wenig Sinn, dagegen zu kämpfen, denn das ist ja ungeteilte Aufmerksamkeit. Besser ist es, anzunehmen. Vielleicht zu fragen, warum das, was uns so belastet, jetzt da ist. Es sich als eine Person oder ein Tier vorzustellen und damit zu kommunizieren. Die Schamanen sehen Krankheiten auch als Wesen an, mit denen sie kommunizieren. Sie fragen, was das Wesen will, damit es den Körper des Kranken wieder verlässt.

Es bedarf einiger Übung, das ist sicher. Aber ist es nicht besser zu verhandeln, als zu bekämpfen. Wenn wir als Feind betrachtet werden, und so behandelt werden, sind wir doch auch sauer. Und bei manchen von uns führt es dazu, das man innerlich beschließt, jetzt erst recht. Kämpfen kostet viel mehr Kraft, als verhandeln, bzw. anzunehmen, was gerade da ist, solange es da ist.

aschau 021

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