Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Dienstag, 27. Juli 2010

2. August das Schnitterfest Lughnasadh

Bald steht das erste Erntefest nach altem Brauch an. Dazu habe ich folgende Informationen zusammengetragen.


Andere Bezeichnungen: Fest des Lugh
Lughnasadh
Lugnasad
Schnitterfest
Kornfest
Lammas (englich, schottisch - loafmass - Leibfest)
Haustblót (altnordisch - Ernteopfer)
Kräuterweihfest
Fest der ersten Früchte

Die Aspekte von Lughnasad: - Es ist ein Mondfest. Es wird am 2. August oder am 8. Vollmond nach Jul gefeiert. Ebenfalls ein guter Zeitpunkt ist der Beginn der Getreideernte.
- Lughnasad ist das erste Entefest. Es ist die Zeit des ersten Kornschnittes. Viele Gemüse und Kräuter sind bereit zur Ernte. Es beginnt eine Zeit des Überflusses.
- Früher haben die Menschen für einen trockenen Sommer gebetet, damit sie die Ernte auch trocken einbringen konnte. War das Getreide feucht, verdarb es schnell und es gab nicht genug zum Essen.
- Auch die Kräuterernte war sehr wichtig. Sie war die Hausapotheke. Die Kräuter wurden zu Lughnasad gesegnet. Dieser Brauch hat sich in “Mariä Himmelfahrt”  oder “Maria Kräuterweih” am 15. August bis heute gehalten. Es werden Kräuterbuschen mit 7 (oder sogar 77) verschiedenen Kräutern gebunden und geweiht.
- Der Beginn der Erntezeit war ein guter Grund zum Feiern. Endlich konnten lebenswichtige Vorräte wieder aufgefüllt werden. Vor Beginn der sehr anstrengenden Zeit konnte man noch einmal ein Fest genießen.
- Wachstum und Reife sind wichtige Aspekte.
- Auch das Danken sollte ein Aspekt von Lughnasad sein. Heute müssen wir uns nicht mehr auf eine Zeit harter Arbeit vorbereiten. Viele fahren in den Urlaub, es sind Sommerferien und man kann an den Badesee fahren. Die meisten Menschen haben keinen eigenen Garten mehr, in dem jetzt geerntet werden muss. Also danken wir für den Luxus, in dem wir leben dürfen.
- Die Tage fangen an, langsam dunkler zu werden
- Die Sonne steht im Sternzeichen Löwe.
- Nicht nur Trockenheit, auch ein Brand oder einfallendes Ungeziefer konnte die Ernte vernichten. So wurde der Gott der Sonne gebeten, das zu verhindern.
- Neben der Sommerhitze ist auch das häufige Sommergewitter ein Aspekt des Elementes Feuer. Hier entlädt sich die aufgestaute Energie.
- Nach Überlieferungen war der Tag auch der griechischen Mondgöttin Artemis geweiht.
- Um den Attributen des Lugh gerecht zu werden, kann auch der künstlerische, kreative Aspekt berücksichtigt werden.
- In Lughnasad vereinen sich zwei Dinge: Der Aspekt der Göttin als Vollmondfest mit dem Aspekt des Gottes Lugh.
Bräuche: - Kräuterbuschen weihen
- Spiraltänze, Sonnentänze
- Um das Feld herum gehen
Symbole: - Kornähren
- eine Sichel zum Korn schneiden
- Feuerfarben: rot, orange, hellgelb, weiß
Götter und Göttinnen: Die Göttin wird als deutlich schwangere Frau dargestellt. Zu Belane hat sie ihr Kind empfangen.
Auch der Gott ist ein erwachsener Mann in der Mitte seines Lebens. Er ist voll Energie.
Demeter: Muttergöttin, Erdmutter, Göttin des Ackerbaus
Gaia: griechische Göttin des Ackerbaus, Erdmutter
Tailtiu: Sie war die Ziehmutter von Lugh.
Artemis: griechische Mondgöttin
Lugh: Er ist Namensgeber des Festes und ein keltischer Sonnengott. Er ist aber auch der Gott bzw. Schutzpatron der Gelehrten, Magier, Künstler, Handwerker und Krieger. Lugh ist der Lichte, der Helle, der Scheinende.
Loki: Er wurde zum Fest teilweise als Gott des Feuers verehrt.
Die Schnitterin - Der Kornkönig: Der Kornkönig opfert sich freiwillig.
Frey(r): germanischer Gott des Friedens, des Lichtes und der Fruchtbarkeit
Freya: germanische Göttin der Fruchtbarkeit und der Liebe, Schirmherrin des Ackers und der Feldfrüchte
Ra: ägyptischer Sonnengott
Hathor: ägyptische Göttin der Fruchtbarkeit, der Freude, des Glücks, des Tanzes und der Musik. Wenn sie in menschlicher Form dargestellt wird, ist ihr Kopf mit Hörnern geschmückt, zwischen denen eine Sonnenscheibe gespannt ist.
Ideen für Altarschmuck: Kornähren, Gräser, bunte Sommerblumen, Kräuter
Ideen für Opfergaben: - das erste Korn von den Feldern
- das erste Brot (aus dem ersten Korn gebacken)
- eine Kornpuppe wird im Feuer verbrannt
sichel

Das Bild zeigt eine Druidensichel, mit der die Druiden Heilpflanzen geschnitten haben. Zum Beispiel Mistelzweige.
Auch wenn die Sonne heute nicht so wirklich scheint, wünsche ich Euch einen schönen Tag.

Kommentare:

Dori hat gesagt…

Ja liebe Anka,

es ist schon wieder so weit - wir haben Spätsommer! Was ich - ehrlich gesagt - kaum glauben kann!

Ich wünsche Dir lichtvolle
Tage, Dori :-D

ankastella hat gesagt…

Liebe Dori,
die Zeit geht schnell vorbei, und ich versuche, sie so intensiv wie möglich wahrzunehmen.
Es geschieht so viel, wie ich auch in Deinem blog immer mit Vergnügen und Kopfnicken lese. Deine Begegnungen sind ja zur Zeit sehr spannend. Auf die Frage "Wer bist Du"? gibt es nur eine wahre Antwort. Ich bin die, die ich bin!.
Aber diese Antwort hätte ich so spontan auch nicht parat gehabt.
Liebe Sonnengrüsse

Anka