Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Donnerstag, 8. Juli 2010

Aus der Traum

Gestern war gar kein guter Tag. Den werde ich und viele andere so schnell nicht vergessen. Bei der Prüfung meiner Möglichkeiten, wie schnell ich frei wäre für den neuen Job bekam ich erst einmal eine unverschämte Ansage meiner jetzigen Vorgesetzten. Seit Jahren ist klar, das ich von diesem Arbeitsplatz weg möchte und die Aussage, wir helfen Ihnen und unterstützen Sie, kann ich schon bald nicht mehr hören. Wenn es aber dann so weit ist, kommen plötzlich riesige Felsbrocken zum Vorschein, die einem von jetzt auf gleich in den Weg gelegt werden. Keine Abfindung, nein, warum auch nach fast 25 Jahren bei dieser Firma aber der Hinweis, das ich ein halbes Jahr Kündigungszeit habe. Also bei der Kündigungsfrist könne man mir ja entgegen kommen, aber beim Geld, also nein, das sieht schlecht aus. Wo sind wir eigentlich? Ich war so sauer.

Aber von dieser Person, die diese Aussage getroffen hat, kenne ich nichts anderes. All meinen Kolleginnen macht sie das Leben schwer, wenn es um Vertragsänderungen geht. Letztendlich haben wir alle bekommen was uns zusteht, aber immer erst dann, wenn wir sie ausgeschaltet haben. Furchtbar solche Menschen.

Und dann kam das Schlimmste. Ich bekam einen Anruf, in dem mir die Personalchefin des von mir so ersehnten Arbeitsplatzes mitteilte, das der Chef am Morgen einer Mitarbeiterin, die sich verändern wollte, den Job zugesagt hatte. Ich war so traurig, das kann ich gar nicht in Worte fassen. 

Das Deutschland gegen Spanien verloren hat, hat mich an diesem Abend auch nicht noch mehr runtergezogen. Trotzdem würde ich diesen Tag gerne aus meinem persönlichen Leben streichen. Und die Aussage , wer weiß wofür es gut ist, kann ich grad nicht hören.

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Aber es gibt ja nichts, was nicht auch noch was positives beeinhaltet. Wenn ich auf so viel Widerstand stoße, wird mein Kampfgeist wach. Und wenn der in Aktion kommt, kommen ungeahnte Kräfte. Die klug zu nutzen, wird jetzt meine Aufgabe sein.

Ich habe lange genug hingenommen, mit wer weiß wofür es gut ist, mich selber ruhig zu halten. Nun ist schluß damit. Ich weiß, wann es reicht, nämlich jetzt.

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