Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Mittwoch, 14. Juli 2010

Lebenskünstler sein

Heute morgen war ich bei Andrea zu Besuch. Von dort habe ich ein paar Gedanken von Joseph Beuys mitgebracht, die mir sehr gut gefallen. Wenn Du nur ein paar Tage im Jahr so leben und fühlen kannst, kommst Du dem Begriff Leben näher und näher.

Danke fürs finden liebe Andrea.

 

Lasse dich fallen. Lerne Schlangen zu beobachten
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die „ja“ sagen und
Verteile sie überall in deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume. Weine bei Kinofilmen.
Schaukel so hoch du kannst
mit einer Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere dich „verantwortlich“ zu sein.
Tue es aus Liebe.

0,1020,851435,00

Mache eine Menge Nickerchen.
Gib weiter Geld aus. Mache es jetzt. Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei. Lache eine Menge.
Bade im Mondlicht.
Träume wilde, phantastische Träume.
Zeichne auf die Wände. Lies jeden Tag.

Stell dir vor, du wärst verzaubert. Kichere mit Kindern.
Höre alten Leuten zu. Öffne dich. Tauche ein.

Sei frei. Preise dich selbst.
Lass die Angst fallen.
Spiele mit allem.
Unterhalte das Kinde in dir.
Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken.
Werde nass.
Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe.
… und ich sage: Tanze so viel wie möglich.

Joseph Beuys: How to be an Artist

Kommentare:

Dori hat gesagt…

Liebe Anka,
ich bin gerade dabei, ein Freund von Freiheit und Unsicherheit zu werden. Das hat was - neu, aber nicht beängstigend, neugierig und ein bisschen aufgeregt, auch ungeduldig.
Viele liebe Sonnengrüße von
Dori :-)

ankastella hat gesagt…

Ich auch Dori, mir gehts, wie so oft, genau wie Dir.
Liebe Grüsse an Dich
Anka

Hermann Josef hat gesagt…

Liebe Anita,
ich hinterlasse mal wieder Worte ... Der Beuys-Text ist einfach wunderbar und seine Worte helfen manchmal, etwas zu verlassen, etwas Neues zu wagen, in sich ein bisschen mehr als sonst zu sein und den bekannten Himmel beiseite zu schieben.
Liebe Sommersinngrüsse von
Hermann Josef

PS.: Schade, dass wir uns dieses Jahr in Wertheim nicht begegnen, einzig unsere Ferien auf Teneriffa sind uns anderer Genuss.

ankastella hat gesagt…

Lieber Hermann-Josef,
es ist so schade, Euch Beide nicht in Wertheim zu treffen. Ich hab mich so auf Euch gefreut. Aber ein gemeinsamer Urlaub ist natürlich etwas ganz besonders schönes. Da müssen Eure Fans wohl auf Euch verzichten.
Geniesst Euren Urlaub und grüsst meine Lieblingsinsel auf den Kanaren.
Liebe Grüsse
Anita