Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Freitag, 12. November 2010

Aus Liebe?

Aus vielen Ecken lese und höre ich kluge Sachen zum Thema Liebe.

Das Liebe mit Bedürftigkeit verwechselt wird. Den Bedürfnissen nach Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit, Geborgenheit, Sex. Aber was heisst hier verwechselt wird? Sind Menschen nicht so zahlreich auf der Erde, damit sie als eine Gemeinschaft in einer kleinen oder großen Familie (Freundeskreis) zusammenleben? Es gibt für mich viele Arten von Liebe.

Ich gebe zu, das wir im Namen der Liebe viel Leid erlebt haben. Das fängt als Kind an und endet manchmal auf dem Sterbebett, wenn Angehörige sich nicht dazu entschließen können, die sogenannten lebenserhaltenden Maßnahmen abschalten zu lassen.

Trotzdem lerne ich, das die uneigennützige, selbstlose Liebe zu nichts führt. Sie lässt Dich zurück mit einem Gefühl der Leere.

Auch gibt es viele Menschen, die für alle anderen Menschen da sind, nur nicht für sich selbst. Das hat auch  meiner Meinung nach nichts mit Liebe zu tun. Sie sind es sich nicht wert, liebevoll zu sich selbst zu sein und hoffen, daß die anderen, um die sie sich ja so liebevoll kümmern, ihnen das geben, was sie sich erhoffen.

Gar nicht so einfach, das Thema. Und bevor ich es völlig zerrede höre ich jetzt lieber damit auf.

 

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1 Kommentar:

Alejandro Guepardo hat gesagt…

Einige interessante Aspekte zum Thema. ich will mal nichts dazu sagen und einen weiteren Aspekt hinzufügen, auch ohne Wertung, nur zum Nachdenken: "Die Liebe der Geschlechter verrät sich am deutlichsten als Drang nach Eigentum: der Liebende will den unbedingten Alleinbesitz der von ihm ersehnten Person, er will eine ebenso unbedingte Macht über ihre Seele wie über ihren Leib, er will allein geliebt sein und als das Höchste und begehrenswerteste in der anderen Seele wohnen und herrschen - erwägt man endlich, daß dem Liebenden selber die ganze Welt gleichgültig, blaß, wertlos erscheint und er jedes Opfer zu bringen, jede Ordnung zu stören, jedes Interesse hintenan zu setzen bereit ist: so wundert man sich in der Tat, daß diese wilde Habsucht und Ungerechtigkeit der Geschlechtsliebe dermaßen verherrlicht und vergöttlicht worden ist, wie zu allen Zeiten geschehen, ja daß man aus der Liebe den Begriff Liebe als den Gegensatz des Egoismus hergenommen hat, während sie vielleicht gerade der unbefangenste Ausdruck des Egoismus ist." (Friedrich Nietzsche)