Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Sonntag, 7. November 2010

Der Blick zurück

Die ganze Zeit hab ich mich dagegen gewehrt, zu akzeptieren, das nun die schönen langen lichtvollen Tage erst einmal wieder zu Ende sind.

Die Aktivität nach und von Aussen ein wenig weniger wird und wir uns alle wieder zurückziehen, auf die gemütliche Couch mit vielen Kerzen oder sogar einem schönen Kaminfeuer.

Ich habs nun aber doch endlich geschafft, innerlich zurück zu schalten, mich aus dem Aktiven heraus zu wurschteln und langsam aber sicher eine Rückschau auf das zu machen, was ich dieses Jahr alles bewerkstelligt habe. Es ist zwar noch nicht Silvester, aber trotzdem rücken die letzten Tage des Jahres immer näher und ich finde die Zeit, zurück auf das Jahr 2010 zu blicken.

Kein Wunder, das es mir so schwer fällt, ruhig zu sein, denn es war ein wirklich sehr bewegtes Jahr, in dem sich bei allen von uns eine ganze Menge getan hat. Ich kenne niemanden in meinem Umfeld, bei dem es dieses Jahr nicht grosse Veränderungen gegeben hat.

Auch wenn es mir noch ein bisschen schwer fällt, einen Gang zurück zu schalten, gelingt es mir dieser Tage schon mal des öfteren in ein Kerzenlicht zu schauen und dabei nicht zu denken, was ich noch alles machen kann, will, soll.

Ich ordne jetzt erst mal innerlich ein bisschen, tanke neue Kraft , so wie es die Natur im Winter macht, und lege dann nächstes Frühjahr wieder mit der Kraft des neuen Lebens los.

Ein immer währender Kreislauf, der Sinn macht.

 

kaminfeuer

Kommentare:

Johannes hat gesagt…

Ja, ich bin auch umgezogen, bei mir war wirklich auch viel los ...

In der Mystik gibt es ja ein Licht um Mitternacht ... ich glaube, das zieht uns im Herbst zunehmend an ... und an Weihnachten leuchtet es besonders hell ... es ist Lichtnahrung für das ganze Jahr ...

Ich wünsch Dir, dass dieses Kaminfeuer kräftig in Dir lodert ... da wirft man dann immer mal wieder ein Zettelchen rein von Sachen, die man verarbeitet hat und nicht mehr braucht ...

Wie sagt Rilke: Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen ...
Wenn Menschen und Bäume älter werden, schützen sie ihr Inneres immer besser, ihr Feuer ... von außen sieht man es nicht, aber wenn man sich anlehnt, dann spürt man seine Wärme, hört es knistern ...
... schön, wenn das so ist ...

Deine Posts inspirieren mich ... so lange sollte der Kommentar nicht werden ... :-)

Liebe Grüße

ankastella hat gesagt…

Lieber Johannes,
es ist schön, das Dein Kommentar so lang geworden ist, weil Deine Worte ergänzen, was ich nicht zu sagen imstande war.
Ich liebe Rilke, und ich hoffe, daß ich noch einige Zettelchen ins Feuer werfen kann :-)).
Herzliche Grüsse
Anita