Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Sonntag, 14. November 2010

Warum denn nicht....

Kommst Du mit, wir sind vom Chef eingeladen, bei der Jahresauftaktversammlung in Frankfurt? fragte mich unlängst ganz aufgeregt meine Kollegin. "Nö, dafür ist mir meine Zeit zu schade, sage ich, ohne lange nachzudenken. Es ist ein Riesenevent wie man heute so schön sagt. Lange Zeit standen wir nicht auf der Gästeliste.

Heute lässt es mich kalt und ich will gar nicht mehr dabei sein.

Immer öfter sage ich ab, weil ich einfach keine Lust mehr habe, meine Zeit mit Sachen zu verschwenden, die für mich völlig unwichtig geworden sind. Was früher gaaanz wichtig war, weil ich dabei sein durfte, lässt mich heute oft kalt.

Auch ein Frühstück mit gewissen Menschen, mit denen mich nichts verbindet, oder eine Reise nach Hamburg, die ich schon x-mal gemacht habe und hinterher verärgert feststelle, daß ich mir doch schon beim letzten Mal geschworen habe, nicht mehr mitzufahren, weil es grottenlangweilig war, sage ich heute einfach ab.

Warum denn nicht, werde ich dann verständnislos gefragt. Weil mir meine Zeit zu schade ist, Dinge zu tun, von denen ich vorher schon weiß, daß sie mir keinen  Spass machen.

Ich lebe bewusster. Ich hab schon genug erlebt um alles noch mal erleben zu müssen. Das heisst nicht, daß ich mich zurückziehe, ganz im Gegenteil. Ich lerne immer noch gerne neue, interessante Menschen kennen, mache gerne Reisen an Orte, die mich interessieren. Probiere neue Rezepte aus. Aber eben bewusster und nach dem Prinzip, lieber Qualität als Quantität. Quantität ist ein Privileg der Jugend, die noch nicht wissen, was sie mögen, die noch viel ausprobieren müssen. Das trifft auf mich irgendwie nicht mehr zu. Ich bin zufriedener mit einem Nein zu rechten Zeit, auch wenn mich manche völlig verwirrt anschauen. Ich war noch nie Everybody 's Darling. Daran wird sich wohl auch jetzt definitiv nichts mehr ändern. Manche Dinge können bleiben wie sie sind.

Kommentare:

Pure Lebenslust hat gesagt…

Da stimme ich Dir voll und ganz zu!!! Mir ist meine Zeit auch viel zu kostbar!!
Liebe Grüße
Verena

earthwitch hat gesagt…

Für diese Einsicht, besser gesagt, das Umsetzen derselben, habe ich lange gebraucht und arbeite immer noch daran...

Gaby

Dori hat gesagt…

Liebe Anka,

ich weiß auch nicht, woran das liegt, aber so geht es mir schon eine ganze Weile.
Thema Weihnachtsfeier. Dazu müsste ich nach Wiesbaden reisen und dort übernachten. "Man will mir verklickern", dies sei eine Pflichtveranstaltung. Nö, isses nicht für mich.
Wie Du so schön sagst: und dann diese Geburtstagsfrühstücke, Sektempfänge, bla bla bla, dafür ist mir einfach meine Zeit zu schade (geworden). Die kann ich anderweitig sinnvoll nutzen.
Viele liebe Sonnengrüße
von Dori