Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Freitag, 31. Dezember 2010

drei zwei eins.................

Ich möchte Euch nicht mit meinem persönlichen Jahresrückblick langweilen. Ich hab genug darüber geschrieben dieses Jahr. Den Rest nehme ich mit, ohne ein Wort darüber zu verlieren.

Wir lesen uns Ihr Lieben, Euch allen einen guten Jahresübergang.

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Aber hallo

Die Zeitqualität hat es wirklich in sich. So schön und sanft, wie die Rauhnächte und Tage begonnen haben, sind sie nicht geblieben. Es knallen schon die Böller und Raketen des alten Jahres und vieles wird noch einmal völlig auf den Kopf gestellt.

Aggressionen, angespannte Situationen, die so nicht mehr haltbar sind, entladen sich am laufenden Band. Vor allem seit dem 1. Weihnachtstag läuft alles aus dem Ruder. So sind meine Beobachtungen. Es wird kräftig aufgeräumt. Zu Recht oder zu Unrecht, das ist wohl eine persönliche Betrachtungsweise. Auf jeden Fall von einem ruhigen Jahresausklang kann nicht die Rede sein.

Auch gut, alles was sich jetzt klärt, braucht nicht als Ballast mit ins neue Jahr genommen zu werden.

Mit möglichst leichtem Gepäck auf die Reise ins neue Jahr zu gehen, wenn es das denn sein soll, soll es mir auch recht sein.

Feuerwerk

Freitag, 24. Dezember 2010

Schöne Feiertage

Euch Allen wünsche ich ein paar wunderbare Weihnachtsfeiertage,

Dieses Jahr hab ich schon alles bekommen, was ich mir für ein schönes Weihnachten vorstellen kann. Eine Handbreit und mehr Schnee unter den Füssen, der liegenbleibt. Juchhu.

Und auch sonst hat es das Christkind sehr gut mit mir gemeint, dieses Jahr. Ich war wohl sehr brav, grins.

weihnachtsbaum

Dienstag, 21. Dezember 2010

Julfest 21. Dezember

Heute ist das Julfest, ein Sonnenfest nach keltischem Kalender.

Der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres. Die Wintersonnenwende.

-Jul bedeutet Rad, das Rad des Lebens-

-Rad des Jahreszeitenlaufs-

-Überwindung des Todes in der Natur-

-Erwachendes Leben, das noch nicht sichtbar ist-

-Schwangerschaft, Auferstehung, Wiedergeburt-

-Kürzester Tag und längste Nacht-

-Beginn des neuen Zyklus im Kreislauf des Lebens-

-Wiederkehrende Sonne, das Ende des Absteigens

-Geburt des neuen Lichts-

-Aspekt des Lebens im Tode-

-Beginn der 12 Rauhnächte-

Ausserdem ist heute eine totale Mondfinsternis zu beobachten. Bei klarem Himmel wohlgemerkt.  Die Rauhnächte beginnen. Doch dazu hab ich ja bereits letztes Jahr einiges geschrieben.

Ausführliches über die Rauhnächte gibt es bei Rabenbaum nachzulesen. Es ist eine besondere Zeit, schon im letzten Jahr habe ich sie ausführlich und bewusst genossen. Es war sehr aufschlussreich. Ich bin gespannt, wie es dieses Jahr sein wird.

Alles Liebe

sagen-schwarzwald1

Sonntag, 19. Dezember 2010

Freihändig

Es ist wunderbar, wenn man in Zeiten, in denen es einem nicht so gut geht, jemanden oder etwas hat, woran man sich festhalten kann.
Aber die Momente, in denen es einem gelingt, freihändig durchs Leben zu gehen, erfüllen einen mit einer inneren Zufriedenheit und Stolz auf sich selbst.
Dennoch vergiss niemals, die , die Dir in anderen Zeiten ihre Hand gereicht haben.
Das sind meine heutigen Gedanken zum 4. Advent.
1-hochseilgarten

Samstag, 18. Dezember 2010

Winterland

Streift die Stille durch die Wälder
Im Traum aus Eis und Licht
Liegt der Schnee auf Baum und Tälern
Streicheln Flocken mein Gesicht
Sehnt mein Herz sich nach der Heimat
Nach Zuhause
Schutz und Halt
Rückt das Leben näher zusammen
Spiegel Träume sich im Winterland
Schneit der Himmel weisse Sterne
Werden Wünsche wieder wahr
Liegt die Welt im Silberschnee
Fängt die Zeit zum Träumen an
Die Bäume stehen in tiefer Stille
Der Wind das Astwerk hebt
Die Kinder lachen
Auf Seen und Bächen
Der Frost Schneeblumen an die Fenster weht
Schenken Fremde sich ein Lächeln
Reichen Menschen sich die Hand
Kommt die Welt sich etwas näher
Spiegeln Träume sich im Winterland
Schneit der Himmel weisse Sterne
Werden Wünsche wieder wahr
Liegt die Welt im Silberschnee
Fängt die Zeit zum Träumen an
Schneit der Himmel weisse Sterne
Werden Wünsche wieder wahr
Liegt die Welt im Silberschnee
Fängt die Zeit zum Träumen an

Der Song von Unheilig beschreibt die Stimmung der Tage sehr schön.

Es ist zwar kein Vergnügen mit dem Auto unterwegs zu sein, aber um so schöner ist es, spazieren zu gehen. Und wie durch ein Wunder bringt der Winter die Menschen ins Gespräch und es zeigt sich auch eine gewisse Hilfsbereitschaft untereinander. Ich mag den Winter, so wie er sich im Moment zeigt sowieso sehr.  Die Kinder sind draussen und toben im Schnee. Gestern abend, als ich mit dem Hund unterwegs war, kugelten sich 2 Mädchen immer und immer wieder den schneebedeckten Hang zur Rheinwiese runter. Sie hatten solchen unbändigen Spass, das einem das Herz aufgehen konnte.

Viel  zu selten sehe ich Kinder heute noch draussen ausgelassen herumtoben und lachen.  Der Winter bringt ihnen unverhofft Schulfrei und die Lust am draussen sein. Sie bauen Schneemänner, fahren Schlitten, und haben rote Nasen und strahlende Augen. So wie wir als Kinder auch. Schön, das sie das Kindsein endlich wieder in vollen Zügen geniessen. Manchmal hab ich wirklich ein bisschen Angst, das Kinder heute nicht mehr die ausgelassene und sorgenfreie Zeit haben, wie ich sie als Kind kannte. An solche Momente wie jetzt werden sie sich sicher noch als Erwachsene gerne erinnern.

winterland3

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Nochmal für WikiLeaks

Hier gibt es eine Petition, die gegen den Maulkorb der öffentliche Meinungsfreiheit unterschrieben werden kann.-

 

http://www.avaaz.org/de/wikileaks_petition/?cl=853227416&v=7735

Heute ist es WikiLeaks denen der Mund verboten wird, morgen wir.

Wer möchte kann mitmachen.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Nachbarn und andere Plagen

Es gibt doch nichts schöneres, als eine gute Nachbarschaft. Wohlgemerkt eine gute. Nervig ist, wenn es im Haus jemanden gibt, der sich dauernd im Treppenhaus aufhält und jeden mit nicht gewollten Ratschlägen und Verhaltensregeln versorgt. So eine Else Kling, mit Haaren auf den Zähnen geht einem auf die Nerven.

Also das sollen Sie so machen, bei uns im Haus ist das so und so, und was ich Ihnen noch sagen wollte..... blablabla.

Schon in den ersten Tagen hier machte ich Bekanntschaft mit der ansässigen Else die mir Ratschläge geben wollte, wo ich am besten mit dem Hund Gassi gehen kann. Als ich erwiderte, das ich bereits seit mehreren Jahren hier wohne, nur halt bisher in einer anderen Strasse, war sie erst mal still. Dann bekam ich gesagt, wann ich wo zu putzen hatte usw. usw.

Heute morgen beim Verlassen des Hauses war eine andere Nachbarin dran. "und was ich Ihnen noch sagen wollte.....sagte Else in einem herrischen Ton. Meine Leidensgenossin stand schweigend am Fenster und ließ den Wortschwall über sich ergehen.

Als ich dann heute nachmittag froh gelaunt nach Hause kam, hatte sie ein Päckchen für mich angenommen, und es sich trotz ihrer 80 Jahre nicht nehmen lassen, zu mir ins Dachgeschoss zu klettern und mich wieder mit einem Wortschwall von Bestimmungen und Regeln zu versorgen. Ich war ruhig, sehr ruhig.

Ich glaube es wird Zeit, meine Höflichkeit aufzugeben und Else mal in ihre Schranken zu verweisen. Genug ist genug. Else kriegt von mir einen Rasierapparat zu Weihnachten. Für die Haare auf den Zähnen. Vielleicht versteht sie ja den Wink mit dem Zaunpfahl. Laß Taten sprechen. Und vielleicht noch das nette Buch "Drachen zähmen leicht gemacht". Ich weiß schon, warum ich nichts von zu viel Nachbarschaftshilfe halte.

Aber es gibt auch nette Menschen hier im Haus. Das will ich nicht vergessen zu erwähnen.

drachen

Winterfreuden oder der kleine Unterschied

Nun ist er also wieder da, der Winter. Der eine freut sich, der andere hat noch den Schnee satt vom letzten Winter.

Ich gehöre zu den Schneeliebhaberinnen und freue mich über jede Schneeflocke, die vom Himmel fällt.

Natürlich hat alles seine Vor- und Nachteile. Da ist zum Beispiel die Räumpflicht vor dem Haus. Bei uns im Haus wird das abwechseln von den einzelnen Mietparteien gemacht. Das ist okay und ich sehe auch den Sinn ein, wenn ich die älteren Menschen morgens zum einkaufen gehen sehe. Mit Angst und vorsichtigen Schritten, damit sie nicht stürzen.  Wir räumen also den Bürgersteig vorm Haus, damit niemand fällt. Das ist auch alles gut und richtig. Nur wenn diese Menschen den Bürgersteig verlassen, um eine Strasse zu überqueren, hört der Spass schlagartig auf. Denn unsere Strassen sind nicht geräumt. Die Schneereste sind hart gefroren und sind auch für junge Menschen eine gefährliche Herausforderung. Da frage ich mich, wie ist das mit der Pflicht. Die jenigen, die uns zur Sicherheit unserer Mitmenschen anhalten, und bestrafen, wenn wir nicht dafür sorgen, kommen ihrer Sorgfaltspflicht nicht im entferntesten nach. Hallo Leverkusen, gehts noch. Hier wird mal wieder einseitige Politik gemacht. Ich höre von anderen Städten und Gemeinden, daß es da ähnlich zugeht. Wie ist das, sollen die Menschen zahlen, für die Nachlässigkeit der Gemeinde? Ist wieder kein Salz da in Leverkusen, wie letzten Winter? Nix gelernt, aus dem Desaster von letztem Winter?

dagegen

Sonntag, 5. Dezember 2010

Neu sortieren

Mir fällt in den letzten Wochen auf, das ich mich innerlich neu sortiere. Das ich sogar Gedanken und Dinge, die mir lange Zeit so unendlich wichtig waren, nicht mehr benötige. Keinen Zugang mehr dazu finde. Deshalb kann ich auch im Augenblick gar nicht so viel schreiben, wie sonst, weil ich mit vielen Gedanken beschäftigt bin, die ich zunächst gut finde, später dann aber wieder verwerfe.

Schön ist, das sich neue Möglichkeiten auftun, Ideen die ich schon seit einiger Zeit mit mir herumtrage, können ab nächstes Jahr umgesetzt werden.

So hat mich eine befreundete Heilpraktikerin eingeladen, in Ihrer Praxis schamanische Reisen anzubieten. Das wünsche ich mir schon so lange und nun ist es wie von selbst geschehen. Darauf freue ich mich sehr.

Ansonsten fühle ich im Moment alles ein bisschen verschwommen, und ich weiß wirklich nicht genau, wohin die Reise geht.

Ich merke, das sich eine Essenz herausbildet, wo vieles überflüssig erscheint.  Ich lese in einigen blogs mit, und empfinde auch da, das sich die Themen im Kreis drehen. Deshalb verzichte ich im Moment auf vieles, was mir in den Sinn kommt, um mich nicht wiederholen zu müssen.

Ich geniesse immer noch die Stille, die bei mir herrscht und freue mich darüber, das ich mich der Hektik der vorweihnachtlichen Zeit sehr gut in meinem neuen Zuhause entziehen kann.

schnee 2010 043

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Wahre Worte

Was regt sich den jetzt die politische Welt so auf, das in Wikileaks  von Dilomaten mal die wahre Meinung über andere "grosse" Politker veröffentlicht wird? Ich finds lustig und es ist doch wahr. Meine Güte ein bisschen Selbstkritik sollte man ab können.

Aber wie schnell die USA doch wieder dabei ist, dem Erfinder und Verantwortlichen von Wikileaks Dreck hinterher zu werfen. Wehe man fällt in Ungnade bei den vermeintlichen Herrschern der westlichen Welt. Da stehst Du schon mit einem Fuß im Knast.

Mal wieder eine klassische Peinlichkeit, die so kindisch ist, das ich herzlich drüber lachen kann.

Wir haben uns arangiert

Seit dem ich 17 oder 18 Jahre alt bin, frage ich mich, wie es Menschen ein Leben lang miteinander aushalten. Für mich, das gebe ich ehrlich zu, hat es sich nach einigen Jahren zusammen mit einem Partner nicht mehr richtig angefühlt. Ich konnte mir nicht vorstellen, mich zu arangieren, wie viele Paare es tun, nur um den Rest meines Lebens mit einem Menschen zu verbringen, der in der Tiefe meines Herzens nicht von mir geliebt wird.

In erster Linie hatte das auch etwas damit zu tun, das ich früher gar nicht gern mit mir allein war, also immer meine Bestätigung im Gegenüber suchte.  Das konnte nicht gut gehen. Aber ich war auch nicht ehrlich genug, um mir einzugestehen, das ich mich selbst nicht mochte, wie ich war. Nicht selbstbewusst genug, um zu sagen, ich bin, so wie ich bin, in Ordnung. Das sollten mir andere sagen. Ich habe also meinen Kompass immer nach der Meinung des anderen ausgerichtet und mich dabei ganz schön verbogen. Das ging auch eine zeitlang gut, nur dann war mein Rückgrad doch zu stark und das bedeutete, stop bis hierhin und nicht weiter. Nur um des Zusammenlebens willen meine ganze Persönlichkeit über Bord warfen, das ging irgendwann nicht mehr. Und dann war Schluß.

Ein wichtiger Punkt dabei ist auch, dem anderen noch einen Platz zu lassen, wo er nicht Partner von mir, sondern einfach nur er selbst sein darf. Auch das war sehr schwer für mich zu verstehen. Ich hatte ja meine Eltern als Vorbild, die wie siamesische Zwillinge immer und überall nur gemeinsam etwas unternahmen. Sie arangierten sich.

Ich habe eine Menge gelernt inzwischen und zum arangieren brauche ich heute keine Partnerschaft mehr. Auch nicht dafür, um nicht mit mir allein sein zu müssen. Denn ich bin es mittlerweile sehr gern.

Ich möchte jemanden, dem ich auf Augenhöhe und Herzenshöhe begegnen kann wo jeder er selbst bleiben darf und kann. Ohne Erpressung und Verbiegung. Ich hab lange gebraucht, um herauszufinden, das sich arangieren für mich zu wenig ist, um eine glückliche Partnerschaft einzugehen.

Ich glaube in den nächsten Jahren werden es viele Menschen auch noch begreifen, das auf diesem Boden keine Liebe weiter wachsen kann. Wir sind mitten im Umbruch.

Falke, Perlen 010