Diese Frage beschäftigt mich seit ein paar Minuten. In dem blog anders anziehen hat mich der neueste Beitrag ins grübeln gebracht.
Viele Menschen regeln tatsächlich fein säuberlich ihr Leben und vergessen das Leben. Ich bin auch so erzogen worden und hab mich lange Zeit dabei erwischt, immer vorzusorgen, nichts dem Zufall zu überlassen. Aber das geht sowieso nicht. Immer wenn man glaubt, so jetzt hast Du alles geregelt, kommt das Leben und durchkreuzt Deine Pläne. Im Guten wie im Schlechten.
Natürlich ist es gut, für manche Dinge eine Vorsorge zu treffen, aber wie schnell ist alles dahin. Ein Börsencrash, ein Unfall, oder der Tod eines geliebten Menschen und kein Stein steht mehr auf dem anderen. Da kann man nicht vorsorgen.
Ich wollte so viel machen, als ich noch jünger war, und bedaure, das ich das ein oder andere nicht getan hab, was unwiderruflich vorbei ist. Doch das soll mir heute nicht mehr passieren. Bietet sich eine Gelegenheit, etwas zu machen, was mein Herz vor Freude hüpfen lässt, dann mache ich es jetzt. Was ich damit nicht meine, ist etwas um jeden Preis zu tun. Manches geht halt nicht.
Aber alles andere wird gelebt, wenn es an die Tür klopft und mich einlädt.