Angeregt durch einen Beitrag in einem Forum, was ich mitlese, habe ich mir ein paar Gedanken zu den ungeliebten Geistern, die uns immer wieder mit ihrer Anwesenheit beehren, gemacht.
Sie kommen in Form einer Krankheit, oder dunklen Gedanken und Gefühlen, die uns Angst machen. Am liebsten würden wir das alles ausblenden, nicht wahrhaben und doch sind sie immer wieder bei uns zu Gast.
Den Rat, sich mit ihnen anzufreunden, klingt erst mal befremdlich. Wer will sich schon mit seinem Feind anfreunden. Mit etwas was Schmerzen, körperliche Einschränkungen und ein tiefes Loch, in das wir hineinfallen, mitbringt.
Es ist schwer zu akzeptieren, das es in jedem Leben Licht und Schatten gibt. Bei manchen fällt der Schatten etwas größer aus, als bei anderen. Trotzdem hilft es nichts, den Schatten zu bekämpfen, er wird dadurch nur größer und größer. Alles, was wir mit Energie versorgen, wächst. Alles worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, erhält Nahrung. Im Guten wie im Schlechten.
Also hat es wenig Sinn, dagegen zu kämpfen, denn das ist ja ungeteilte Aufmerksamkeit. Besser ist es, anzunehmen. Vielleicht zu fragen, warum das, was uns so belastet, jetzt da ist. Es sich als eine Person oder ein Tier vorzustellen und damit zu kommunizieren. Die Schamanen sehen Krankheiten auch als Wesen an, mit denen sie kommunizieren. Sie fragen, was das Wesen will, damit es den Körper des Kranken wieder verlässt.
Es bedarf einiger Übung, das ist sicher. Aber ist es nicht besser zu verhandeln, als zu bekämpfen. Wenn wir als Feind betrachtet werden, und so behandelt werden, sind wir doch auch sauer. Und bei manchen von uns führt es dazu, das man innerlich beschließt, jetzt erst recht. Kämpfen kostet viel mehr Kraft, als verhandeln, bzw. anzunehmen, was gerade da ist, solange es da ist.
