Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Samstag, 15. Januar 2011

Wer bin ich eigentlich?

Die wenigsten Menschen die ich kenne, können sich diese Frage mit Sicherheit und Gewissheit beantworten. Sie nehmen sich anders wahr, als es ihre Umwelt tut. Vor allem die, die sich über ihre Leistung definieren. Mein Haus, mein Auto, meine Yacht, ihr wisst schon.

Im Arbeitsleben fällt mir immer wieder auf, wie sehr die Menschen ihr Ansehen mit ihrem Titel oder ihrem Bankkonto identifizieren. Für mich stimmt das nicht. Weil ich im Laufe meines Berufslebens gesehen habe, wie schnell all das Schall und Rauch ist.

Du bist eine Sonne, Dein Licht (Ausstrahlung, Liebe, nenne es wie Du magst) wärmt mindestens ein Wesen auf der Welt. Ich sage ganz bewusst Wesen. Weil auch Tiere und Pflanzen Wesen sind, um die sich wer kümmert, und die dafür aus Dankbarkeit gedeihen und ihre persönliche Schönheit entfalten.

Meine Antwort, oder sagen wir mal zur Zeit gültige Antwort für mich heisst, Du bist nicht das was Du zu sein glaubst, sondern das was Du zum Gedeihen bringen kannst. Das können Menschen, Tiere, Pflanzen, Worte, Bilder oder sonst etwas sein, was Dir gelingt.

Darüber definiert sich Dein Sein, ohne das Du es manchmal wahrnimmst. Andere tun es und beneiden oder lieben Dich dafür.

Kommentare:

Johannes hat gesagt…

Man trifft im Leben Entscheidungen, die mit den Menschen zusammenhängen, die Du wählst. Manche führen aus dem Wald von Hänsel und Gretel hinaus, manche führen einen zur Hütte der Hexe, der weiblichen Seite der umfassenden Verführung, Diabolo.
Unsere Seele weiß, was wir tun.
Alles Gute auf Deinem Weg.
Johannes

Alejandro Guepardo hat gesagt…

Interessanter weise will ich demnächst einen ähnlichen Post machen! Mir geht es auch gegen den Strich dass sich so viele Menschen über Umsatz, Leistung, Geld und Status definieren. Die Menschen sind Affen, die in Anzüge gesteckt sind und um Anerkennung betteln. Ich habe dieses Spiel lange mitgespielt, aber Krieg gegen sich selber kann man nur verlieren!
Ich verurteile nicht und mach nicht schwer den Moralischen, weil sich das menschliche Wesen nicht einfach so verändern lässt. Das geht nur im Kleinen mit sich selbst, so wie du es auch beschrieben hast, dass man Wärme ausstrahlt und die zurück bekommt! Finde das sehr schön von dir beschrieben!

ankastella hat gesagt…

Lieber Johannes,
Dein Gleichnis gefällt mir, ich frage mich nur oft in meinem Leben, warum lassen wir uns immer wieder so gern verführen, lach.
Wir wissen am Anfang schon wie es endet, und tun es trotzdem immer wieder.
Dir auch alles Gute auf Deinem Weg.
Anita

ankastella hat gesagt…

Lieber Alejandro,
danke für Deinen Kommentar und ich bin gespannt, was Du zu diesem Thema schreiben wirst. Ich komm vorbei zum lesen. Bis dahin alles Liebe

Anita

Dori hat gesagt…

Liebe Anka,

die Leute haben mich mein Leben lang als arrogant, unnahbar, eiskalt usw. angesehen. Ich habe das nie verstanden, weil ich mich gar nicht so sehe.

Vorige Woche kam ein junger Kollege auf mich zu und meinte: ich werde Sie vermissen (offenbar hat es sich rumgesprochen, ohne dass es offiziell ist). Ich sage: wie jetzt? Er: sie sind so freundlich und so warmherzig, wenn es mir schlecht geht, und ich rede mit Ihnen, geht es mir anschließend besser.
Darüber habe ich mich so sehr gefreut, dass jemand hier mal sieht, was ich im Inneren fühle.
Liebe Grüße für einen schönen Montag,
Dori

ankastella hat gesagt…

Liebe Dori,
das sind ja oft Masken, die andere im Alltagsleben, sprich Job, von uns sehen. Im Büro kann man ja nicht jedem um den Hals fallen. Im Job bin ich auch oft ganz bewusst distanzierter. Nur bei manchen Menschen, die ich mit der Zeit in mein Herz geschlossen habe, zeige ich, wer ich sein kann. Und dann bekommt man auch schon mal so eine erfreuliche Resonanz. Aber sei mal ehrlich, der Kollege, der das zu Dir gesagt hat, ist Dir auch offen und ehrlich entgegen getreten, stimmts. Und dann lässt frau auch den inneren Sonnenschein strahlen.
So ist es jedenfalls bei mir.
Sonnige Grüsse
Anka