Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Mittwoch, 2. Februar 2011

Plötzliche Stille

Gestern abend kurz nach 18 Uhr war bei mir in der Wohnung plötzlich absolute Stille. Woran das lag? Fernseher und Internet hatten sich ohne Vorwarnung verabschiedet. Und ließen sich auch den ganzen Abend nicht mehr blicken.

Grund genug für mich das angefangene Buch Gargoyle von Andrew Davidson weiterzulesen. Eine bizarre Liebesgeschichte die ins Mittelalter und zurück führt. Das Buch fängt grausig an, wird dann aber immer schöner, sanfter und spannend.

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Ich musste mich dazu zwingen, die ersten 80 bis 90 Seiten zu lesen. Es handelt von einem Mann der völlig zugekokst und betrunken einen Autounfall hat und dabei fast in seinem Auto verbrannt wäre. Es ist so gnadenlos detailliert geschildert, das es mir Schwierigkeiten machte, weiterzulesen.

Er beschreibt seinen ganzen Leidensweg als Verbrennungsopfer bis ins kleinste Detail. Die Geschichte wird erst schön, als endlich eine Frau bei ihm am Krankenbett erscheint, die behauptet, sie kenne ihn schon seit hunderten von Jahren und sie seien immer ein Liebespaar gewesen. Wirklich lesenswert, und wer nicht unbedingt in die Tiefen des Leids solch eines Unfalls eingeführt werden möchte, dem schlage ich vor, die ein oder andere Passage zu überspringen.

Heute morgen stellte sich dann heraus, das im Keller die Hauptsicherung herausgesprungen war, weil das etwas altersschwache Stromnetz die ganzen Waschmaschinen und Trockner nicht verkraftet hat. So einfach kann es sein, einen Abend mal wieder in aller Ruhe mit einem Buch auf der Couch zu verbringen.

Nicht, das ich das nicht schon öfter getan habe, mich hat nur gewundert, mit welchem Gleichmut mir das gelungen ist. Und früh ins Bett bin ich auch noch. Wobei ich zugeben muss, das ich das Internet erheblich mehr vermisse, als den Fernseher.

Kommentare:

Manou hat gesagt…

Hallo Anita,

ja manchmal ist "back to the roots" ganz angenehm, für kurze Zeit :-)
Ich habe es auch gerne, wenn es um mich herum mal still ist, auf dem Sofa sitzen, ein Buch lesen und hin und wieder in den Wohnraum gucken. Seufz.
Vielen Dank für den BuchTip. Das hört sich spannend an. Ich bin ja auch total büchersüchtig.

Viele liebe Grüße - Manou

ankastella hat gesagt…

Hallo Manou,
wie Du schon sagst, für kurze Zeit.
Ich konnte nicht daran vorbei, mir vorzustellen, was wäre, wenn ich langfristig ohne Internet auskommen müsste. Ich habe mich so an dieses Medium gewöhnt, das ich es schmerzlich vermissen würde. Das Internet mit all seinen interessanten Informationen ist es was, worauf ich von allen Informationsquellen am wenigsten verzichten möchte.

Liebe Grüsse
Anita