Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Donnerstag, 7. April 2011

Wilde Pferde

In meinem Kopf galoppieren im Moment die Gedanken wie eine Herde wilder Pferde. Mal rennen sie dahin, dann dorthin.

Wenn ich glaube, ich habe die Herde wieder beisammen, schießt wieder mindestens ein Pferd davon und ich versuche es einzufangen.

Ein aussichtsloser Plan.

Gestern beim Spazierengehn sah ich plötzlich ein reiterloses Pferd mit Sattel auf der grossen Rheinwiese.

Als Reiterin war ich sofort in Alarmbereitschaft. Ein reiterloses, gesatteltes Pferd bedeutet, das jemand unfreiwillig abgestiegen ist.

Ich bin auf das Pferd zu und nach ein paar Augenblicken sah ich, das eine Reiterin mit Pferd am Zügel versuchte, dieses Pferd wieder einzufangen. Sie ging hinter dem reiterlosen Pferd her und ich von der anderen Seite dem Pferd entgegen. Pferde sind Fluchttiere und jedes wilde und schnelle Agieren bringt sie dazu, davon zu laufen.

Also gingen wir ruhig und gelassen und kreisten das Pferd allmählich ein. Mich kannte das Pferd nicht ich war eine potentielle Gefahr. Von hinten kam das andere Pferd, etwas vertrautes. Das Pferd wollte sich eigentlich nicht fangen lassen, es genoss seine Freiheit.  Aber die Tatsache, das ich auf es zukam, hat es dann doch dazu bewogen sich seinem Genossen zuzuwenden und sich von der anderen Reiterin am Zügel fassen zu lassen.

Dann kam auch die unfreiwillig abgestiegene Reiterin, der Gott sei Dank nichts ernsthaftes passiert war. Wir winkten uns kurz zu und die Situation war wieder unter Kontrolle.

Ich könnte im Moment auch gut jemanden gebrauchen, der meine Gedankenpferde hilft, wieder einzufangen.

Ich glaube, ich setze mich so lange ins Gras und bewege mich nicht.

Wild-Mustangs,-Gardner-Ranch,-California

Keine Kommentare: