Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Montag, 3. Oktober 2011

Mitakuye Oyacin

 

sind viel zitierte Worte der Lakota Indianer und bedeutet soviel wie Wir sind mit allem verwandt. 

Vor dem Betreten der Schwitzhütte werden die Worte "für alle meine Verwandten" gesagt, was heissen soll, das ich im heiligen Raum der Schwitzhütte das was ich dort für mich empfange auch für alle und von allen, mit denen ich verbunden bin, erhalte.

Als ich letzte Woche in der Sauna saß und der Aufguß gemacht wurde, hatte ich eine ganz starke Erinnerung an die Schwitzhüttenzermonie, in der ich oft an meine körperlichen Grenzen gekommen bin.

Und es hat mich wieder stark verbunden mit allem was ist, auch wenn es gar nicht geplant war.

In der Schwitzhütte werden auf glühend heissen Steinen viele Aufgüsse gemacht und so eine Zeremonie dauert mitunter über eine Stunde. Es ist eine ganz besondere Zeremonie, bei der wir etwas abgeben, was wir in unserem Leben nicht mehr benötigen (einen Wesensanteil, den wir uns angeeignet haben, aber entwachsen sind zum Beispiel) wir bitten für einen anderen, den wir kennen und auch für uns selbst. Jeweils der Reihe nach alle im Kreis sitzend in fast völliger Dunkelheit der Schwitzhütte, nur ab und zu glimmen die Feuersteine auf.

Ich möchte gar nicht alles im einzelnen beschreiben, weil auch jeder anders empfindet. Nur eins ist mir wieder in den Sinn gekommen.

Alles was wir tun oder auch  nicht tun hat Folgen für alles was lebt.

lakotaprayerwj3

Kommentare:

C. hat gesagt…

Liebe Anita,

ich mag die reinigende, erneuernde Energie der Schwitzhütte auch sehr...
Es ist wohl wieder an der Zeit, danke für`s Erinnern!

Lieben Gruß
Christine

ankastella hat gesagt…

Ja Christine, ich habe auch schon nachgeschaut, wann in nächster Zeit in meiner Umgebung Schwitzhütten gemacht werden. Es tut so gut :) und ich hätte einiges zum ausschwitzen und loslassen.
Liebe Grüsse
Anita