Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Freitag, 7. Oktober 2011

Wieder am Band

wie meine Kollegin es nennt, wenn wir zusammen im Büro sitzen und den Schreibtisch von den Sachen, die zu erledigen sind, freischaufeln.

Seit Dienstag ist der Urlaub vorbei und ich darf mich wieder einfinden in der Deprizentrale. Irgendwie ist im Moment jeder genervt, depremiert, jedem ist in letzter Zeit mindestens eine Laus über die Leber gelaufen.  Der schlimmste Schlechtelaune-Verbreiter ist unser Chef. Wir beide haben sowieso ein ganz besonderes Verhältnis, wir umschleichen uns immer lauernd wie zwei Raubkatzen auf dem Sprung lach.

Vorgestern war er so schlecht drauf und ich saß gerade in seinem Zimmer, um mit ihm ein paar Sachen durchzusprechen. Da jammerte er wieder rum, das er nicht gut drauf sei, irgendwie sich krank fühlte usw. Als ich ihm dann ein paar tröstende Worte sagte und ihm den Vorschlag machte, doch mal ein paar Tage auszuspannen, hätte er sich vor lauter Freude über meine Anteilnahme beinahe auf meinen Schoß gesetzt. Hilfe! So kenn ich den gar nicht. Seit wann sind wir Freunde und haben uns lieb?

Danach ist er aufgestanden hat seine Sachen zusammengepackt und gesagt: Sie haben Recht ich geh jetzt nach Hause, mir reichts für heute." Und wurde seit dem diese Woche nicht mehr gesehen.

So einfach kann das Leben sein lach. ich geb dem Chef frei und wir haben unsere Ruhe! Na also geht doch.

Und jetzt erst mal

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Kommentare:

Dori hat gesagt…

Liebe Anita,
vielleicht ist Dein Chef einfach ausgebrannt und kann nicht mehr. Er hat offensichtlich kein Tool, sich zu entspannen und in seiner Mitte zu bleiben. Dem kann aber abgeholfen werden :-) und dass er gerade Dich fragt, ist ja wohl auch nicht verwunderlich. Und Du hast immerhin die richtige Antwort gegeben, intuitiv.
(Das erinnert mich sehr stark an das Verhältnis mit meinem früheren Chef, auch was das Raubkatzen-Drumherumgeschleiche betrifft).
Ich möchte in der heutigen Zeit kein Chef sein, und auch keine Firma haben. Und wenn ich den Berichten meiner Freunde, Ex-Kollegen und Kindern aus der Arbeitswelt lausche, dann denke ich nur: da will ich um nichts in der Welt hin zurück.
Liebe Wochenendgrüße von Dori

ankastella hat gesagt…

Natürlich ist er ausgebrannt liebe Dori und wie, und ich sage ihm schon seit Jahren, das er sich mal hin und wieder eine Auszeit gönnen soll. Er will das aber nicht, weil er ein totaler Kontrollfreak ist. Er wird diesen Monat 40 Jahre alt. Ich befürchte, das Leben wird ihn lehren, das er nicht alles unter Kontrolle haben kann. Ich bin es ein bisschen leid zu missionieren, Du kennst das sicher auch :).
Herzliche Grüsse

Anita