Nach dem ich nun 3 Wochen Urlaub hatte, kann ich sagen, das dieser Urlaub völlig anders war, als ich es mir vorgestellt habe.
Völlig unentspannt, der Zeitqualität entsprechend, habe ich mein neues Zuhause endlich vollständig möbliert, dank einem Geldsegen, der mir ins Haus geflattert ist.
Das Wetter hat mich leider auch völlig im Stich gelassen. Ganz entgegen den Erfahrungen, die ich sonst immer im Urlaub gemacht habe, erster Urlaubstag und von da an war das Wetter traumhaft, war es diesmal regnerisch und kühl.
Ausserdem gab es sehr viel Aufregung um einen guten Freund, dem es gesundheitlich gar nicht gut ging.
Alles in allem völlig anders. Entspannung und eine gewisse innere und äussere Sicherheit habe ich in der Zeit bei meinen Spaziergängen mit dem Hund gefunden. Hier war alles in Ordnung, vertraut, ruhig, schön anzusehen und nährend. Ich habe für mich erkannt, das die Natur mir mein Zuhause bietet, mit ihren Rhytmen, mit ihrer Beständigkeit. Da fühle ich mich, wie sich mancher vielleicht in der Kirche fühlt, oder an sonst einem Ort, dem er an hohes Maß an Sicherheit und Schutz findet in einer Zeit, in der die Veränderung aller Lebensumstände unabdingbar geworden sind.
Ich finde mich dieses Jahr in einem Raum wieder, wo Flexibilität, neue Wege finden und möglichst sich nicht von einer Welle der Panik mitreissen lassen, die einzige Möglichkeit bedeutet, den Überblick zu behalten. Also versuche ich, wie ein Fluss zu denken, der mal viel, mal wenig Wasser führt. Sich durch das Leben zu schlängeln, Hindernisse zu umgehen, sich andere Wege zu suchen. Mein derzeitiger Lehrmeister ist das Element Wasser.
