Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Montag, 18. Juni 2012

Gottes Plan?

Die gute Nachricht zuerst, der Sommer kehrt zurück und Deutschland hat das Viertelfinale erreicht hahaha.

Dafür lese ich wieder sehr viel abends und hab noch mal das Buch Eat, Pray, Love rausgeholt. Ich lese das Buch sehr gern. Die Autorin hat eine wunderbare Art , einen mit auf die Reise zu nehmen. Dabei bin ich wieder auf mein Lieblingsthema gestoßen, das meditieren.

In einer Gruppe von Gleichtuenden gelingt mir das viel besser, als wenn ich das allein probiere. Und wenn ich es dann mal geschafft habe, fange ich doch tatsächlich an, die Bilder, die da aufsteigen zu analysieren. Plopp ist alles weg. Super.

Aber um zurück auf das Buch zu kommen. Hattet Ihr jemals schon einmal den Wunsch in einem Ashram zu leben?

Ich habe dazu sehr gemischte Gefühle. In den Achtzigern war ja in Köln die Baghwan Community ganz gross. Sie sind immer noch da, aber irgendwie ist es nicht mehr so, wie zu Lebzeiten von Osho.

Ich bin damals oft in deren Disco und auch in das vegetarische Restaurant gegangen. Mir hat es dort sehr gut gefallen, die Menschen waren sehr freundlich, gut drauf und machten eine super Tanzmusik. Eine entspannte Atmosphäre war garantiert. Man spürte diese Gruppendynamik, den Wunsch, friedlich und freundlich miteinander umzugehen. Zu der Zeit habe ich tatsächlich erwogen, für ein paar Wochen im Ashram von Osho zu verbringen.

Aber, es kostete eine schöne Stange Geld, und daran bin ich in erster Linie gescheitert. Mein Gefühl sagte mir damals schon, das es nicht der Sinn der Sache sein kann, ein Vermögen auszugeben, damit ich Gott oder Göttin näher kommen kann. Da beisst sich dann die Katze wieder in den Schwanz, wie bei fast allen Religionen. Irgendwelche Menschen sagen Dir, gib mir viel Geld und Du kommst direkt in den Himmel. Ob das Gottes Plan ist?

juni 2012 002

Kommentare:

Manou hat gesagt…

Sommer ? Ahja, stimmt - da draussen scheint die Sonne. Zumindest jetzt. Heute morgen: Wolken, Sonne, Tropfen, dunkler Himmel, Sonne ...
Mein Körper und mein Geist kommen gar nicht mehr mit, bei diesen Wechselbädern.
Aber da Nörgeln nichts hilft - lassen wir es halt so :-)))

Bagwahn. Auch so eine Sache. Mir war das immer suspekt. Diese rotegewandeten Leute, mit diesen abstrusen Ideen ... Boahhhh.
Hmmm, das Geldeintreiben hat mich doch auch ziemlich abgeschreckt. Ich bin froh, dass dieser Kult vorbei ist.

Wie wäre es mit "die Sonne" anbeten? Das gab es ja schon zur Pharaonenzeit. Gefällt mir besser und kostet nichts ;-)))

Liebe Grüße
Manou

Anonym hat gesagt…

Liebe Anita,

wenn es nicht gleich Indien sein "muß",kann ich Dir aus eigener sehr positiver Erfahrung den Rat geben, versuch es doch erst mal hier bei uns mit einem Retreat. Ich habe vor 4 Wochen mein erstes, lang gewünschtes Schweigeretreat in Niederbayern im Seminarhaus Engl verbracht. 5 Tage die ich mit allen "Schwierigkeiten" die da so auftauchten sehr sehr genossen habe.Ich habe mit Meditation vor ca. " Jahren angefangen und wollte unbedingt diese Erfahrung ausprobieren.
Ich empfand es als großes Geschenk 5 Tage mit Meditation und ganz wunderbaren Vorträgen verbringen zu dürfen und sich nur um sich selbst und den eigenen Erkenntnissen kümmern zu dürfen. Das Schweigen fand ich nach den ersten Stunden ( die sich ein wenig seltsam anfühlten) mehr als wohltuend, auch wenn es nicht immer einfach war. Man ist so komplett auf sich selbst zurückgeworfen. Ich könnte noch "ewig" weiter erzählen und auch schwärmen, aber lange Rede kurzer Sinn, mein nächstes Retreat mit 10 Tagen ist gebucht im November. Vielleicht solltest Du Dir in diese Richtung mal was "ansehen". Gerne "erzähl" ich Dir auch mehr darüber, falls Du Informationen möchtest.
Ganz schön langer Kommentar diesmal, aber vielleicht nützt er Dir ein wenig.

Liebe Grüße
Sylvia

anita hat gesagt…

Liebe Manou,
Sonne anbeten, guter Plan :)
Liebe Grüsse
Anita

anita hat gesagt…

Liebe Sylvia,
Begeisterung pur spricht aus Deinem Kommentar, es scheint Dir wirklich gut gefallen zu haben. Die ganze Zeit schweigen, hmmh, ich weiß nicht, danach ist mir derzeit gar nicht. Aber es muss auf gar keinen Fall Indien sein und ja ich hab auch schon drüber nachgedacht hier in Deutschland ins Retreat zu gehen.
Ich weiß nur noch nicht wo und bei wem.
Liebe Grüsse
Anita

Anonym hat gesagt…

Eat Pray Love ist der Knaller - ich habs jetzt schon 2 Mal hinter mir. Schön, dass Du wieder bloggst.
Ich habe jetzt keine Zeit mehr für Sommer Bloggen oder sonstwas, am nächsten Dienstag fängt meine halbjährliche Ausbildung zu meinem neuen Job an - ha ha - bin ja auch nur 57!!!!
Liebe Sonnengrüße von Dori

anita hat gesagt…

Was heisst hier schon 57? Ich würde ja gerne wissen, wo Dich Dein beruflicher Weg nun hinführt? Ich warte auch auf eine Eingebung, weil ich gestern bestätigt bekommen habe, das auch ich langfristig nicht mehr in meiner Firma bleiben werde. Und das ist vielleicht auch für mich noch mal ein neuer Anfang.
Dir auch viele Sonnengrüsse
Anita

Dori hat gesagt…

Liebe Anita,
Deine "Sommerpause" ist ja wieder vorbei - wie schön!
Ich habe schon ganz lange den Wunsch nach einem Retreat, wie die liebe Sylvia schreibt (wie schön liebe Sylvia dass ich davon auch schon erfahre - grins). Daher möchte ich gerne in eins der Häuser von Yoga Vidya gehen - falls das klappt noch diesen "Sommer": http://www.yoga-vidya.de/center/haus-bad-meinberg/start.html
Ob ich in einem Ashram leben könnte, weiß ich nicht. Aber im Hause Yoga Vidya kannst Du auch an sogenannten Schweigeretreats teilnehmen, wobei ich das Schweigen glaube ich nicht haben müsste. Aber das gemeinsame Meditieren, das gemeinsame Yoga, die ayurvedischen Anwendungen etc., damit kann frau ja mal anfangen.
Liebe Grüße für einen schönen Sonntag von Dori

Dori hat gesagt…

Liebe Anita,
ich lese das ja jetzt erst - Du kannst in der Firma nicht bleiben? Was ist nur in der Welt los - es geht so vielen so!
Da bin ich aber gespannt, wo es Dich hinverschlägt!

anita hat gesagt…

Ja liebe Dori, was ist mit der Welt los, ich weiss es nicht. Die grossen Firmen sind nicht mehr sozial sondern gewinnorientiert eingestellt und machen grosse Fehler. Das wird sich in der Zukunft aber als Fehlschlag herausstellen, aber bis dahin werden wohl noch viele Menschen ihre Arbeit verlieren. Wo es mich hin bringt? Das steht noch in den Sternen lach. Ich halte die Sinne offen und schaue.

Liebe Grüsse
Anita