Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Samstag, 10. November 2012

Einfach mal die ewige Kinderwelt verlassen

 

Gerade eben komme ich vom Sternenlichter blog zurück, siehe rechte Seite meines blogs, und finde dort ein Thema, mit dem ich nun schon eine Weile beschäftigt bin.

Wir leben ständig, auch als Erwachsene in einer Kinderwelt. Das heisst, das die meisten von uns einfach nicht die Verantwortung für sich selbst übernehmen. Schuld an allem sind, "die da oben" (wobei ich mich immer frage, meinen die Leute die Götter? nein sie meinen in der Regel die Poltiker, und die sind oben?????), oder der Chef ist schuld, der Vermieter, also immer einer der vermeintlich etwas über unser Schicksal zu bestimmen hat. Die Eigenverantwortung wird zwar viel genannt, aber - selten gelebt.

Erwachsene Menschen geben ihre persönliche Verantwortung und Entscheidung in die Hände ihrer Partner (Beispiel wenn ich das und das tue, macht mir meine Frau die Hölle heiß, oder auch ich muß heute pünktlich nach Hause gehen, mein Mann möchte sein Abendessen auf dem Tischhaben wenn er nach Hause kommt), mein Arzt hat gesagt ich muss unbedingt das und das Medikament, oder die und die Operation machen lassen, es geht nicht anders).

Ja solche Sätze gibt es auch heute noch, und sie sind so lächerlich, das es mich schüttelt, wenn ich sie höre. Es traut sich keiner die Wahrheit zu sagen, oder nachzuhaken, nein wir schieben mal schnell die Verantwortung auf andere, das hört sich besser an, und glaubt tatsächlich, man seie aus dem Schneider.

Hört Euch mal selber zu, wenn Ihr das nächste Mal, wenn es eigentlich heissen sollte, das ist meine Entscheidung, wieder die da oben, meine Frau, mein Mann, mein Hund oder sonst wen vorschiebt.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

Kinder Ich an (ich warte auf den ersten Schnee grins) Kinder Ich aus.

rheinufer

Kommentare:

Maria Sand hat gesagt…

In letzter Konsequenz ist sicher alles was man tut die eigene Entschdeidung. Trotzdem sollte man nicht vergessen dass jeder überleben möchte - und zwar so gut wie möglich. Es bestehen nun einmal viele Abhängigkeiten und meistens entscheiden Menschen sich für den angenehmeren Weg. Man entscheidet ja auch nicht immer nur für sich selbst, sondern auch oft für Menschen die nicht (noch nicht oder nicht mehr) selbst entscheiden können.

Wenn man den Boss verärgert und man wird gekündigt, kann man vielleicht keine Arbeit mehr finden. Verärgert man ständig den Partner, die Partnerin, gibt es Streit und vielleicht Trennung. Will man das den Kindern antun?

Manche Menschen haben Partner bei denen es dann sogar Gewalttätigkeiten gibt und schon viele Frauen wurden ermordet weil sie den Mut hatten sich gegen den Partner zu entscheiden.

Falsche Entscheidungen können Tod und Verderben bringen. Wie kann man als Laie mit gutem Gewissen gegen den Rat des Mediziners entscheiden? Weil man vieles eben nicht überblicken kann, nicht einschätzen kann, gibt man die Entscheidungsgewalt an Fremde ab.

Wenn ich nun mein Auto in eine Werkstatt bringe und sage was zu tun wäre, entscheide ich zwar nicht darüber, ob der Techniker das dann auch richtig macht, oder nicht, aber ich entscheide in welche Werstatt ich gehe. Vielleicht ist meine Entscheidung falsch, weil ich einem faulen Arbeiter aufsitze, aber sie ist doch auch wieder richtig, weil ich die Reparatur nicht selbst vornehme.

Die Konsequenzen aber trage natürlich in jedem Fall ich selbst.

Sollte man nicht eher fragen - welche Konsequenzen fürchte ich, wenn ich diese, oder jene Entscheidung treffe - oder eben nicht treffe.

anita hat gesagt…

Liebe Maria,
danke für Deine Sicht der Dinge. Ich sehe es halt etwas anders. Ich gebe mich halt nicht mit der Meinung eines vermeintlichen Fachmanns/Fachfrau zufrieden, gerade in der Medizin nicht. Wenn ich da auf diverse Ärztemeinungen gehört hätte, wäre ich bereits mehrmals völlig unnütz operiert worden. Bei einem Partner zu bleiben, aus Angst vor seinen Gewalttätigkeiten? Das tuen immer noch viel zu viele Frauen, aus Scham und Angst. Ich kenne einige Erwachsene, deren Mütter das seinerzeit getan haben. Na vielen Dank auch, kann ich da nur sagen. Ich sage nicht das es leicht ist, es bedeutet Eigeninitiative und oder Inanspruchnahme von Hilfe Dritter. Es kostet Mühe und Zeit, und Mut. Ist natürlich nicht jedermanns Sache. Das verstehe ich. Ich würde als letzte Frage einwerfen, was bin ich mir wert?
Liebe Grüsse
Anita