Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Sonntag, 18. November 2012

So ist es halt -Akzeptieren und danach handeln

 

Derzeit ist es so, das Situationen sich allmählich als gegeben herauskristallisieren. Es gibt keine Möglichkeit mehr, in die Vergangenheit zurückzukehren, außer gedanklich, aber ansonsten ist es jetzt Zeit, zu akzeptieren und den nächsten, neuen Schritt zu planen. Zum losgehen ist es noch ein bisschen zu früh, aber für kreative Überlegungen, das ausstrecken der Fühler nach dem, was jetzt kommen könnte, ist okay.  Mir brennt es schon mächtig unter den Hufen, aber der Startschuß für das Neue ist noch nicht gefallen. So wie mir, geht es derzeit vielen, sie spüren die Veränderung, wissen aber irgendwie noch nicht, wohin das führen wird.

Ich hatte gestern wieder mal ein Gespräch mit meinen Eltern. Ich bereite sie langsam und schonend darauf vor, daß ich eventuell demnächst umziehen werde, jobtechnisch. Ich spiele mit dem ,was wäre wenn. Und mit jedem Mal sehe ich, daß sie es ein bisschen mehr verstehen, sich damit beschäftigt haben.  Mit ihren Freunden darüber gesprochen haben und feststellen, daß auch deren Kinder in den gleichen Umbrüchen stecken.

Über ihre Ängste, die wahrscheinlich jeden erreichen, wenn man sie nie angeschaut hat. Auch über den Tod. Mein Vater hat sehr viel Angst vor dem Tod, er ist überhaupt ein Mensch, der Veränderungen gegenüber störrisch ist wie ein Esel. So war er schon immer. Ich glaube, wir werden noch sehr viel reden. Ich hoffe, ich kann ihm noch ein bisschen von seiner Angst nehmen.

Meine Kollegin hat mich diese Woche überrascht. Sie sagte, ach ich wollte mich übrigens bei Dir bedanken. Wofür fragte ich. Na für Deinen zarten Hinweis auf das Märchen "Der Fischer und seine Frau".

Sie beklagt sich oft über ihr Leben und das es nie so ist, wie es sein sollte. Dabei erfüllt sich ein Wunsch nach dem anderen bei ihr, doch sie ist in einer dauernden Unzufriedenheit.  Da hab ich ihr mal kurz aufgezählt, wieviele ihrer Wünsche in den letzten beiden Jahren bereits erfüllt wurden und das sie mir manchmal vorkäme, wie die Frau des Fischers in dem Märchen. Und das sie aufpassen solle, daß sie durch ihr ständiges Genörgel nicht irgendwann alles verlieren werde. Wobei wir wieder bei den Schicksalgesetzen angelangt wären.

Sie hat offensichtlich über meine Worte nachgedacht und es hat klick gemacht. Darüber freue ich mich. Denn sie sagt mir manchmal auch Dinge über mein Leben, die ich nicht sehen kann, weil ich zu nahe dran bin. Gespräche und Austausch und das spiegeln des anderen sind unschätzbar wichtig, wenn wir wieder einmal der Meinung sind, alle anderen sind ja viel besser dran, als man selbst.

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Bildquelle unbekannt

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