Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Mittwoch, 7. November 2012

Zuviel

Seit fast 24 Jahren gehe ich nun mit Hund ins Büro. Als ich damals in unserem Unternehmen anfing, gab es einen Bürohund namens Oskar und er war ein sehr ruhiger und verträglicher Bobtail. Ich liebte ihn von anfang an, er gehörte meiner Kollegin,  und ich habe viele Mittagspausen beim Spazierengehen mit Oskar verbracht.

Als ich ein halbes Jahr später dann mit meinem Chef in ein noch hundefreies Büro umgezogen bin, vermisste ich Oskar sehr. Und nach einem halben Jahr kam mir der wunderbare Gedanke, ein eigener Hund, den ich schon lange wieder haben wollte, das wärs.

Mein Chef hatte nichts dagegen und so kam mein erster Westhighland Terrier Morris in mein Leben. Daraus wurde dann nach sechzehn gemeinsamen Jahren der zweite "Westie" namens Winslow.

Mein Westie wurde sozusagen zum Maskottchen und war immer sehr beliebt und willkommen.

Nun hat sich unsere Geschäftstelle aber mittlerweile zu einer gemischten Gruppe, Menschen mit Hunden entwickelt. Im Nachbarbüro, das auch zu unserem Unternehmen gehört, gibt es 3 Hunde und seit letzter Woche hat das Büro, in dem ich sitze, auch noch Verstärkung von einer ganz süssen erwachsenen Hundedame bekommen. Meine Kollegin hat sich einen langgehegten Herzenswunsch erfüllt. Das Timing ist nur denkbar schlecht.

Wie ich schon sagte, stehen wir kurz vor der Schließung und sie weiß letztendlich, genau wie ich, noch nicht, wo sie demnächst arbeiten wird und ob dort auch ein Hund willkommen sein wird.

Die Hunde vertragen sich sehr gut, es ist ruhig in den Büros und jeder Hund liegt brav unterm Schreibtisch und verschläft den Arbeitstag von Frauchen. Nur unsere zuletzt dazu gekommene Kollegin, die jetzt ein halbes Jahr wegen Krankheit ausgefallen war, fühlt sich gestört. Sie mag keine Tiere, Und hat meiner Kollegin die Hölle heiß gemacht, sie könne so nicht arbeiten. Das Recht ist natürlich auf ihrer Seite, aber sie ist die Einzige, die keine Tiere mag.  Ein heikles Thema, denn wenn sie es offiziell macht und sich beschwert, werden demnächst alle Hunde nicht mehr mit  ins Büro kommen dürfen.

Nach meinem Gefühl wird sich hier ein Konflikt entwickeln, bei dem sich natürlich auch eine gewisse Unbeliebtheit bahn brechen wird, sollte sie darauf bestehen, daß alle Hunde zu Hause bleiben müssen.

Es ist ein Machtspiel, das nicht gut ausgehen kann. Hier ist Recht und Verträglichkeit ein Kontrapunkt. Ich wäre für ein eigenes Büro der Kollegin, die sich durch die Hunde gestört fühlt. Das würde ihr auch sehr entgegen kommen, da sie sich auch offensichtlich durch die Anwesenheit von uns, ihren Kolleginnen gestört fühlt.

Sie hat sich von Anfang an bei uns nicht wohl gefühlt, und das lässt sie uns auch gerne spüren. Vielleicht wäre das für alle die beste Lösung. Wir werden sehen.

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