Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Montag, 25. März 2013

Der Beobachter in Dir

Viele von meinen Leser/innen kennen schon den Beobachter in sich, der es schafft, die eigenen Gedanken zu beobachten, bei der Meditation zum Beispiel. Ich kann nicht wirklich in der Ruhe meditieren, ich schlafe dann ein. Ich kann das besser in der Bewegung. Im Tanzen zum Beispiel.

Beobachten kann ich mich auch, wie ich auf Stimmungen in einer Menschengruppe reagiere. Solange ich das schaffe, das Beobachten, lasse ich mich nicht mitreissen von den vorhandenen Emotionen, die dort gerade sind. Dazu muß ich allerdings ganz bei mir bleiben können, das heisst, meinen Emotionen nicht erlauben, da mit einzusteigen. Wenn ich selber von dem Thema, was in der Gruppe gerade ist, betroffen bin, fällt mir das schwer.

Was ich dann gerne mache, ist, das komplette andere Extrem zu verkörpern, einfach um zu sehen, wie reagieren die anderen darauf.

Ich gebe zu, ich mache es aus purer Provokation, weil das etwas ist, was ich Manipulation nenne, aber das gelingt erschreckend gut.

Wenn ich nach Hause komme, aus der Stadt, von der Arbeit, aus einer Menschenmenge, ist es oft gar nicht so einfach, wieder zu mir, zu dem was ich wirklich bin, zurück zu finden. 

Wer oder was in mir kann dies alles eigentlich beobachten?

versuch

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Anita,
eines meiner Lieblingsthemen, daß Du heute ansprichst. Meditation , inneren Beobachter und und und. Ich bin vor 3 Jahren zur Meditation gekommen (es gehört mittlerweile wie Zähneputzen zu mir) und immer wieder bemerke ich positive Veränderungen, oft nur in winzigen Schritten und mit langen Abständen, aber es ist ja auch ein Weg und kein Mittel zum Zweck. Wer oder was in einem beobachtet kann ich leider auch nicht beantworten, nur daß ich es sehr sehr faszinierend finde, wie sehr dieses beobachten so manche schwierige Situation verändern kann. Nicht, daß mir das immer gelingt, aber..... ich übe, übe, übe ;-).

Herzliche Grüße
Sylvia

Maria Sand hat gesagt…

Ist man mehr "bei sich" wenn man sich selbst beobachtet? Das glaube ich eigentlich nicht.

Es gibt verschiedenes:

Meditation - was genau verstehst du darunter?
Kontemplation - Achtsamkeitsmeditation
Konzentration

Aurobindo meinte man solle abwechselnd sich konzentrieren und meditieren.

Eines ist "empfangen", das andere "senden" (wollen). Genau dasselbe sagte auch der Materialist Wladimir L. Wassiliew (Parapsychologe und Arzt - Hirnforschung)

Wenn du dich ständig auf dich selbst konzentrierst wirst du dich immer wichtiger nehmen (als du bist). Konzentrierst du dich immer auf andere, nimmst du diese (zu) wichtig. Lässt du immer alles in dich einfließen, nimmst du das Äußere zu wichtig.

Wenn du einen Muskel bewegen willst, geschieht das indem du zwischen Spannung und Entspannung wechselst. Genauso geht es mit dem Geist.

Anita hat gesagt…

Liebe Maria Sand,
ich habe Deinen Kommentar in Zusammenhang mit meiner Frage leider nicht verstanden. Von immer war gar nicht die Rede.

Liebe Grüsse
Anita

Anita hat gesagt…

Liebe Sylvia,
mir hilft es auch, vor allem wenn ich bemerke, daß ich mich von anderen gerade beeinflussen lasse und dabei bin, mich zu verraten.

Was Stille im Kopf heisst, durfte ich vor einigen Wochen erfahren. Nach einer Behandlung beim Osteopathen war mein Kopf so entspannt, das mein Gehirn keinen Gedanken an irgendetwas verschwendete. Ich habe alles wahrgenommen, aber keine Bewertung ging in meinem Kopf herum. Dieser Zustand, der noch über eine Stunde anhielt, war wahrhaft göttlich :).
Liebe Grüsse
Anita

Anonym hat gesagt…

Liebe Anita,
ja, Besuche beim Osteopathen können wirklich phantastische Wirkungen haben.
Wenn Du das mit der Stille im Kopf mehr in Dein Leben holen möchtest, kann ich Dir nur aus eigener Erfahrung sagen, daß Meditation das ermöglicht bzw. erreicht. Meditation und alles was sie bewirken kann, ist nicht mit dem Verstand zu erklären, man muß es fühlen , egal was Hirnforscher und Ärzte dazu sagen. Wenn man es vom Verstand her begreifen will, wird man nie wirklich wunderbare Erfahrungen mit der Meditation machen. Ebenso ist mit dem inneren Beobachter nicht gemeint, daß man sich nur auf sich selbst konzentriert. Wer das so versteht hat "nichts verstanden", sorry. ( Ist meine Meinung, bei allem Respekt, zu dem Kommentar von Maria) .


Liebe Grüße und achte gut auf Dich
Sylvia

Maria Sand hat gesagt…

Hallo Anita, ich meine damit dass Menschen gerne in Schlagworten reden und glauben andere müssten das genauso verstehen wie sie es meinen.

Eines dieser (modernen) Schlagworte ist: meditieren.

Was genau verstehst du unter "meditieren"? Wie genau machst du das? "Meditieren" ist nicht gleich "meditieren". Auch "sich selbst beobachten" kann vieles sein.