Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Samstag, 7. September 2013

Von wegen Schuldzuweisungen

Morgens noch habe ich für mich beschlossen, mir keine Schuld zuweisen zu lassen, die nicht aus meinem Handeln entstanden ist. Und dann bekam ich gleich eine Lektion, wie gern ich noch darauf anspringe. Mein großer Trainer ist mein ehemaliger Chef, der bereits aufgrund seiner Inkompetenz degradiert wurde. Wenn er nicht mehr durchkommt mit seinem Halbwissen, versucht er die Verantwortung gern an andere abzugeben. Gestern war ich mal wieder diejenige. Ich habe ihm sogar noch eine Lösung angeboten, er jedoch interviniert hinter meinem Rücken und versucht mich wieder mal als die Schuldige hinzustellen. Erst war ich noch ruhig, doch bis zum Feierabend hatte er mich wieder genau dort, wo ich nicht mehr sein will. Ich hab mich mal wieder auf den Sündenbock gesetzt und ritt voller Wut über die Ungerechtigkeit durchs Büro :)

Gesprächstermin ist Montag, meine Kollegin und ich klären dann nochmal die Sachlage. Leider hab ich mal wieder das Paket mit ins Wochenende genommen. Gar nicht so einfach seine alten Muster in neue zu weben. Ich bin also wieder mal eine Meisterin, die übt.

Übrigens geht bei mir der Frustabbau und die Ladung, die ich dann in mir habe auf gar keinen Fall so, daß ich mich hinsetze und runterkomme. Ich muß dann raus an den Rhein oder noch besser in den Wald und gehe so lange spazieren, bis ich wieder ich bin. 

 

august 13 004

Kommentare:

Friederike hat gesagt…

Dein 1. Satz spricht mir aus der Seele!! Ich habe das für mich und meinen Seelenfrieden aber nur so lösen können, dass ich den Arbeitsplatz gewechselt habe. Ich konnte auf meinen Ex-Chef fast nur mehr mit (teils versteckten) Aggressionen reagieren. Du steckst (noch)in der Situation "drin" und wenn die Situation einmal oder schon öfter eskaliert ist, kommt man zur schwer wieder raus.
lg

Anita hat gesagt…

Liebe Friederike,
die gemeinsamen Tage mit ihm sind gezählt. Gott sei Dank. Anfang November ist Schluß damit, dann sind wir nicht mehr zusammen an einem Ort. Wahrscheinlich wird sich vorher noch einiges klären müssen. Stück für Stück. Ob es ihm passt oder nicht. Ich brauche es für meinen Seelenfrieden und der ist mir mehr als wichtig.
Liebe Grüsse
Anita

Friederike hat gesagt…

Ja, der Seelenfrieden ist mir auch am wichtigsten!!
Ich habe nichts geklärt, sondern meinen Ärger nur aufgeschrieben, in ein Döschen verpackt und in einen Fluss geworfen, weg damit!! Mittlerweile gehts mir gut, lg

Anita hat gesagt…

Gut gemacht Friederike, solche Rituale habe ich für andere Dinge auch schon erfolgreich durchgeführt.
Liebe Grüsse