Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Samstag, 14. Juni 2014

Finden was ist

Das war heute morgen der Rat, den mir eine Karte aus dem Sign-Kartenset von Jwala Gamper gegeben hat.

Ich habe den inneren Impuls, das Weite zu suchen, weil ich Wallungen kriege, wenn ich sehe, was meine Eltern derzeit und auch in den vergangenen Monaten so anstellen. Ich will das hier auch gar nicht näher  beleuchten. Aber was in mir daraus entsteht, ist einfach nur Unverständnis und auch gleichzeitig Verständnis. Die Gradwanderung mich einzumischen und die Führung in die Hand zu nehmen und gleichzeitig die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen zu akzeptieren ist schwer.  Was es nicht einfacher macht, ist , das wir nicht wirklich eine Familie mit inniger Verbundenheit sind. Aber das ist ja keine Seltenheit und damit stehe ich nicht allein auf der Welt.

Trotzdem fühle ich, wie sich aus den Entscheidungen, die die beiden treffen und wieder über den Haufen werfen,  einen Impuls in mir, einzugreifen und Richtlinien zu geben. Aktiver zu werden.

Ruhig zu bleiben, nicht auszuflippen, ist jetzt meine größte Übung. Das scheint sowieso derzeit meine größte Übung zu sein. Auch in anderen Lebensbereichen. Anderen ruhig und deutlich meinen Standpunkt klar zu machen, ohne aggressiv, sprich mit Hilflosigkeit zu reagieren. Das hat diese Woche an anderer Stelle schon Früchte getragen.  Wenn ausweichen nicht mehr hilft, muß man konfrontieren und Stellung zu sich selbst beziehen und zwar möglichst ruhig und friedlich. Uffff ich kann nur um Führung bitten und das tue ich ausdrücklich.

namaste

Kommentare:

Dori hat gesagt…

Liebe Anita, Du bloggst ja immer noch ;-) Ich bin so lange nicht mehr in den Blogs unterwegs gewesen - vielleicht sollte ich mal wieder damit anfangen - habe die nächsten Wochen wieder etwas mehr Zeit.
Das mit Deinen Eltern - ja das kenne ich zur Genüge - am Ende treffen sie aber doch ihre eigenen Entscheidungen, auch wenn wir Kinder das nicht immer verstehen. Müssen wir aber auch nicht. Meine Kinder fangen auch gerade damit an, mich nicht immer zu verstehen. Ich glaube, das ist ein ganz normaler Kreislauf. So lange sie gut im Kopf beisammen sind, solltest Du sie so sein lassen. Krankheitsbedingte Veränderungen sind da etwas Anderes.
Ich wünsche Dir einen schönen Tag, liebe Grüße von Dori

Anita hat gesagt…

Hallo Dori,
ja im Moment macht es mir wieder Spass. Ich weiß Du hast das Thema mit Deiner Mutter ja auch in allen Varianten durchlebt. Ich werde sie selbst entscheiden lassen, solange sie, wie Du so schön sagst, im Kopf gut beisammen sind. Wahrscheinlich ist es so, das man mit zunehmendem Alter die Welt mit anderen Augen sieht.
Liebe Grüsse und auch Dir einen schönen Tag