Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Samstag, 30. August 2014

Beinahe Crash und verschwundene Eltern

Na das war wieder ein Freitag. Verkehrt war schon mal, das ich arbeiten musste, was ich ja seit einiger Zeit eigentlich nicht mehr muß.  Auf den deutschen Autobahnen ging es wieder heiß her. Köln und Umgebung im Dauerstau. Es wird immer schlimmer.

Auf dem Nachhauseweg hab ich dann, weil ich sowieso schon von der Autobahn abgefahren war, gleich die Fähre über den Rhein genommen, was mich meinem Zuhause wesentlich schneller entgegen bringt, als die Brücke, die mit 10 km Stau vor und nachher komplett dicht war.

Die Männer auf der Fähre, die gestern die Autos eingewiesen haben, waren neu, und haben ein ziemliches Chaos veranstaltet. Die Autos standen viel zu dicht aufeinander, bzw. nebeneinander. An mich hatte sich auch jemand so dicht herangequetscht, das ich schon dachte, wenn der vor mir anfährt ist mein Spiegel weg. Aber dazu kam es gar nicht. Als die Fähre auf der anderen Rheinseite anlegte, startete ich den Motor, und wartete bis ich dran war. Dann rollte mein Wagen ein Stück rückwärts, weil ich die Handbremse gelöst hatte und hat den Wagen der so dicht an meinem stand, um Millimeter verfehlt. Das war knapp.

Zu Hause angekommen, endlich Feierabend. Mein Handy klingelt. Am anderen Ende die Nachbarin meiner Eltern. Ob ich wüsste, wo meine Eltern seien?  Die Friseurin hätte bei der Nachbarin angerufen, weil meine Mutter nicht zum vereinbarten Termin erschienen war. Niemand ist ans Telefon gegangen, niemand hat die Tür aufgemacht und es wäre still im Haus. Mir wurde ganz heiß. Da mein Vater schwer gehbehindert ist, ist er normalerweise zu Hause, wenn meine Mutter außer Haus ist. Ans Telefon gehen tut er auf jeden Fall. Da muß was passiert sein. Mein Anruf wird auch nicht entgegen genommen und so setze ich mich ins Auto und trete den Weg zurück, über besagte Brücke an. Na prima. Ich habe die schlimmsten Bilder im Kopf.

Als ich dann am Haus meiner Eltern ankam, fiel mir als erstes auf, das die Rollos in der Küche und im Gästezimmer zur Straßenseite hin halb heruntergelassen waren. Das macht meine Mutter eigentlich nur, wenn die Beiden lange außer Haus sind. Sind meine Eltern durchgebrannt? Wohl kaum.

Im Haus konnte ich mir dann nach kurzem Check der einzelnen Räume ein erstes Bild erstellen. Ein benutztes Eispad, einige blutige Papiertaschentücher. Mein Vater hat sehr schnell Nasenbluten und da er Medikamente zur Blutverdünnung nimmt, sind die Blutungen sehr schwer zu stoppen. Das war schon einmal so und er musste deswegen ins Krankenhaus. Und so war es dann auch, wie sich kurze Zeit später herausstellte.  Ein Krankentransport brachte meine Eltern wohlbehalten und ohne Nasenbluten (mein Vater) wieder zurück.

Puh, mir fielen mehrere Felsstücke vom Herzen und dann war endlich Wochenende.

Keine Kommentare: