Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Sonntag, 25. Januar 2015

Aufräumen im Kopf

Endlich, am Samstag hat es mal richtig geschneit und der Schnee liegt immer noch, juchhu. Mein blog nähert sich der 100.000 klick Marke und ich freue mich riesig darüber. Anfangs habe ich den blog eher dazu geschrieben, um mir selbst Mut zu machen und mich zu motivieren. Daraus ist mittlerweile ein gesellschaftskritischer blog geworden, der manchmal ein bisschen politiklastig geworden ist. Ich weiß, daß die meisten Leserinnen das nicht so unbedingt interessiert, aber es ist mir wichtig. Denkanstöße zu geben, ein bisschen wachzurütteln, eine andere Seite zu betrachten und sich nicht immer nur von den Nachrichten der Medien manipulieren zu lassen. Was ich hier schreibe, ist halt meine Meinung, ich erwarte von niemanden, daß er sie mit mir teilt. Ich möchte nur zum nachdenken anregen. Nachdenken tue ich auch oft darüber, woher ich mein Weltbild habe. Wenn ich bei meinen Eltern bin, fällt es mir wieder ein. Es ist erstaunlich, wie sehr die Generationen vor uns schon manipuliert wurde. Das es jemanden gäbe, dem man sein Geschick in die Hände legen kann, und das man daran ja sowieso nichts mehr ändern könne. Die "da oben" woher kommt dieser Ausdruck eigentlich, und wo ist oben?, machen ja mit uns was sie wollen. Sie sprechen nicht vom Göttlichen, sondern von Poltikern. Unfassbar. Mein Vater erzählt immer, das der Lehrer und der Pastor früher den Menschen gesagt haben, was falsch und was richtig war. Sie durften auch jederzeit den Kindern mittels schallender Ohrfeigen, oder unter Zuhilfenahme von Rohrstöcken oder ähnlichem, ihren Willen austreiben. Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, gab es 2 Lehrer, die diese Methoden noch versuchten. Die Eine schlug ganz gern mit einem Plastiklinial den Schülern auf die Finger und der andere schleuderte zielgerecht einen schweren Schlüsselbund in Richtung Kopf. Ich war dann in der letzten Klasse, als es zu 2 Vorfällen kam, die mich damals ziemlich erschrocken, aber auch wach gerüttelt haben. Das eine Mal, nahm einer der Jungs der Lehrerin das Lineal aus der Hand, als diese versuchte, es ihm auf die Finger zu hauen und zerbrach es einfach. Danach schmiss er es in den Papierkorb. Entsetzte Stille, aber damit war Ende dieser Art von Züchtigung. Und ein anderes Mal warf ein Schüler, der vom Schlüsselbund des Lehrers nur knapp verfehlt wurde, den Schlüsselbund seinerseits einfach zurück in Richtung Lehrer und traf. Wir waren keine "schlimme Klasse" aber wir langweilten uns bei bestimmten Lehrern zu Tode. Und wurden dafür bestraft, weil wir diesen Mist nicht lernen wollten. Auf die Idee, den Unterricht interessanter zu gestalten, kamen diese Lehrer nicht. Sie haben uns den Spaß am Lernen eine zeitlang gründlich vermiest. Und das ist ja in den letzten 40 Jahren nicht wirklich besser geworden. Ausser ein paar wenigen Schulen, die früher stark belächelt wurden (Waldorf Schule z.B.) werden die Kinder mit dermaßen langweiligem Zeug, vor allem in den Oberstufen, gequält, das sie schon in der Schule die ersten Burnouts haben. Professor Gerald Hüther, seineszeichens Gehirnforscher ist seit längerer Zeit Verfechter einer neuen Lehrmethode für Kinder. Seine Ansätze sind wirklich beachtenswert. Er hat ja vor einigen Jahren in ein Wespennest gestochen, als er wagte, die Ritalin Generation zu kritisieren. Zu wagen, laut darüber nachzudenken, das es niemandem nützt, die Kinder mit Medikamenten ruhig zu stellen, da das Gehirn so nicht lernen könne, anders zu handeln, sondern daß nur bestimmte Impulse im Gehirn unterrückt werden, die deshalb aber immer noch da sind. Ich freue mich, daß es immer mehr Menschen gibt, die andere Wege für möglich halten und wagen, selbstständig anders zu denken. Veränderung braucht ein bisschen Geduld, aber es lohnt sich allemal, den alten Mist zu entrümpeln.

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