Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Dienstag, 10. März 2015

Ein anderes Lebensgefühl

Es verändert sich alles bei mir. In 3 Wochen beende ich mein Arbeitsleben offiziell und darf in den Vorruhestand gehen. Mit dann gerade gewordenen 56 Jahren. Was für ein Geschenk. Was zukünftige Generationen wohl nur noch vom Hörensagen kennen werden. Ich habe knapp 42 Jahre meines Lebens als Berufstätige gelebt und ich muß sagen, die letzten 28 Jahre war es mir eine große Freude. Aber jetzt wird es anders und neu. Seit einem Jahr bin ich auf dem Weg mein Leben richtig zu verändern. Habe mir Gedanken gemacht, wie und wo ich mein letztes Lebensdrittel leben will und habe angefangen die Weichen zu stellen. Hier in Deutschland bleiben ist für mich eher unwahrscheinlich. Ich bin seit einem knappen halben Jahr mit einer Gruppe von Menschen in meinem Alter in Kontakt, die in den nächsten 2-3 Jahren hier ihre Zelte abbrechen und in wärmere und freundlichere (Menschen) Gefilde aufbrechen. Sehr inspirierend, was sich da für Menschen finden. Meistens eher Freigeister, die schon immer durch die Welt gereist sind, nicht in den klassischen Bahnen ihr Leben gelebt haben. Viele Selbstständige. Ich freue mich auf sie. Und ich werde darüber berichten. Meinen blog langsam umstellen auf diese Zeit. Aber noch bin ich hier.  Aber den frischen Wind fühle ich jeden Tag und er tut mir sehr gut. Auch meine neu erwachte Liebe zu frisch gepressten Säften, viel Gemüse und Salat macht einen anderen Menschen aus mir. Innerlich, fühle ich mich friedlicher, natürlicher, eigentlich weiß ich kein richtiges Wort dafür. Auf jeden Fall sehr gut.

Ich möchte keinen überzeugen, überreden oder missionieren. Ich war auch lange Zeit nicht empfänglich für diese Form von Ernährung. Doch ich bin überzeugt und fühle es und das ist ja unterm Strich, was zählt.

Im Moment ändert sich im Kleinen wie im Großen eine Menge und nie war es leichter, die Segel neu zu setzen. Das Bewusstsein von Vielen verändert sich. Sie werden sich tatsächlich ihrer selbst bewusst. Als Individuum und auch als Teil des Ganzen. Nicht mehr als funktionierende Arbeitsroboter in Menschengestalt. Die Jugend sowieso, und ich meine die, die schon in der Schule unbequeme Fragen stellen, auf der Uni ihre Dozenten aus der Reserve locken und ihre Eltern mit einem anderen Denkansatz konfrontieren.

Gedanken sind ansteckend. Erst denkt man an das scheinbar Unmögliche, holt es in die Welt und vermehrt sich in Gedanken, bis es sichtbar wird. Das ist meine Hoffnung dieser Tage.

Menorca 2014 040

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