Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Montag, 13. April 2015

Kleine Blogpause

Bis bald liebe Leserinnen in mir läuft grade ein längeres Update daher lege ich hier eine kleine Pause ein. Zwei einschneidene Lebensabschnitte auf einmal ist ein bisschen viel und braucht seine Zeit um sich zu sortieren. Wie ich wieder feststellen durfte, ist der einzige Rat des Arztes, der jetzt nicht mehr meiner sein wird, bleiben sie tapfer und ein Rezept für Antidepressiva. Nein Herr Doktor, das ist nicht meine Medizin. Ich habe mich für die Spagyrik entschieden und das langsame umbauen meiner Realität. Das entspricht mir mehr.

Genießt den Frühling.

 

Mai 003

Mittwoch, 8. April 2015

Wer hätte das gedacht.......

...senierte mein Vater vor einigen Tagen über sein Leben. Scheinbar ließ er alles noch einmal Revue passieren, was sein Leben ausgemacht hat.

Er hat es geschafft und ist in der Vollmondnacht zu Ostermontag friedlich eingeschlafen.

Wie Luisa Francia gerade in ihrem blog schrieb, leben die meisten, als lebten wir ewig, und wenn es ans sterben geht, ist das Erstaunen groß, das es das schon alles gewesen war und so schnell vorbei.

Genau so hab ich meinen Vater auch erlebt dieser Tage. Die Lebenstage verschwinden einfach so, wenn wir nicht immer wieder bewusst einige Augenblicke lang inne halten und schauen, wo wir denn gerade sind und ob das noch unser Weg ist. Ob das was gerade in unserem Leben passiert auch so von uns akzeptiert und gewollt wird. Natürlich können wir auf einige Dinge keinen Einfluß ausüben, aber doch auf vieles. Die Zeit weise nutzen und leben, sich nicht von dem, was Gesellschaft ist, diktieren lassen. Sich selbst nicht verraten.

Letztens habe ich eine Frage gelesen, die ich interessant fand

Welchen guten Rat, formuliert in einem Satz, würdest Du Deinem jüngeren Selbst geben?

Meine Antwort war

halte mindestens einmal im Jahr inne, ziehe Dich zurück und frage Dein Herz, ob das Leben, was Du lebst sich stimmig und gut anfühlt, wenn nicht fang an die Richtung sofort zu korrigieren.

Und was würdest Du Deinem jüngeren Selbst mit auf den Weg geben?

mondberg

Mittwoch, 1. April 2015

Stürmische Zeiten

Gerade fegt ein heftiger Sturm über Deutschland und lässt mal wieder viele Räder stillstehen. Eigentlich sehnen wir ja gerade alle den Frühling mit Sonne,frischem Blütenduft und bunten Farben herbei, aber stattdessen derzeit Hagel, Regen, Gewitter und heftige Böen.

Genau so geht es mir gerade. Ich hatte mich auf schöne erholsame erste Tage in meiner neu gewonnenen Freiheit gefreut. Stattdessen liegt nun mein Vater seit Tagen auf der Intensivstation und möchte eigentlich nur noch sterben. Das ist wohl Leben pur. Du machst Pläne und dann kommen Ereignisse auf Dich zu, die sagen, Pläne machen kannst Du ja, aber schau mal, ich hab da auch noch ein paar andere Sachen, die hast Du zwar nicht geplant oder Dir gewünscht, aber sie gehören trotzdem zu Deinem Leben. Du kannst Dich dagegen sträuben, oder sie annehmen, letzteres erleichtert allen Beteiligten die Situation.

Luisa Francia erzählt in ihrem blog ja in regelmäßigen Abständen von ihrer über neunzig jährigen Mutter, die eigentlich schon lange keine Lust mehr am Leben hat, mit ihrem Schicksal hadert, weil sie ihre Tatkraft und Stärke, vor allem aber ihre Selbstständigkeit vermisst. Und das ist es, was ich auch bei meinem Vater schon lange Zeit beobachte. Er hasst es, abhängig von anderen zu sein. Zur Last zu fallen, wie er meint. Und seinen körperlichen Verfall.

Und wieder mal denke ich darüber nach, das man sein Leben leben soll,  wenn man die Kraft, die Energie und die Zeit dazu hat und nicht alles auf später verschiebt.