Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Freitag, 14. August 2015

Etwas verändern

Seit Wochen finde ich Facebook immer grausiger. Deshalb habe ich meine Seite deaktiviert. Es ist so nichtssagend, was da gepostet wird, und ich muß mich so oft zurückhalten, um keinen Kommentar abzugeben, daß ich beschlossen habe, das Konto zu deaktivieren.

Es wird mal wieder Zeit, etwas zu verändern in meinem Leben. Am Anfang habe ich Seiten, die ich mal gelikt habe, wieder gelöscht, aber es hilft nichts. Es muß mehr sein. Ich könnte hier jeden Tag über Themen schreiben, bei denen ich denke, plappern alle eigentlich nur noch nach? Es wird gehetzt, jeder gegen jeden. Promis werden als besondere Gutmenschen deklariert, ohne zu hinterfragen, was da eigentlich los ist.
Ich habe die Wahrheit sicher nicht gepachtet, und es mag sein, daß ich bei manchen Themen falsch denke, also schließe ich lieber meinen Account. Im Augenblick ziehe ich mich immer mehr aus meinungsmachenden Foren zurück. Wir sind so beeinflußbar, und merken oft gar nicht, wie uns Dinge untergejubelt werden, die sich für mich alles andere als wahr anfühlen. Selbst die, die ich vor Jahren noch als Andersdenkende, Hinterfragende und Aufdecker von Hintergründen empfunden habe, machen sich selbst zum Deppen, nur um im Gespräch zu bleiben und um Likes zu kassieren, oder ihre Bücher und Seminare gut zu vermarkten. Okay das soll jeder für sich selbst entscheiden. Bei mir ist gerade ein Punkt erreicht, wo ein paar Schritte zurück gut sind. Aus der Distanz betrachten, oder auch gern mal eine Weile gar nicht damit beschäftigen, wer denn nun der Böse und der Gute ist.

Kommentare:

Maria Sand hat gesagt…

In unserer Gesellschaft ist es so, dass Politiker nicht gewählt werden weil man sie bittet dieses Amt zu übernehmen, sondern weil sie sich andienen. Als meine Tochter in die Schule ging gab es Schülervertretungswahlen. Gerade zu dieser Zeit wurden auch die Eltern eingeladen und so durfte ich sehen, wie Kinder unsere politsche Welt erleben. Da gab es ein riesen Plakat mit dem Foto eines Schülers und darunter stand in Großbuchstaben: wählt mich! nichts. Er hat es ganz klar auf den Punkt gebracht: wählt wen auch immer, warum auch immer, Hauptsache ihr wählt.

Solche Politiker wollen teils ihren Willen dem Wähler aufzwingen, teils richten sie sich aber auch nach dem Wähler. Weil sie sonst vielleicht abgewählt werden. An erster Stelle steht das Amt=Geld. An zweiter Stelle stehen meist die Interessen der wirklich wichtigen Leute (Unternehmer, usw.) die man vielleicht noch brauchen könnte. Leider gibt es da noch den Wähler, der leider nicht aus einer einzigen Person besteht. Der Wähler will daher dies und das und noch so allerhand. Je mehr Wähler derselben Meinung sind, desto eher kann man zumindest so tun, als würde man tun was er will.

Deshalb halte ich es schon für wichtig, dass man seine Meinung sagt - auch wenn man wenig damit bewirkt. Schließlich müssen wir mit den Konsequenzen leben, die Politker uns durch ihre Handlungen aufbürden.

Schöpne Grüße :)

seelenruhig hat gesagt…

Ich verstehe dich so gut...
Habe heute in aller Herrgottsfrüh schon die WochenTAZ gelesen... und da ging mir auch so allerhand durch den Kopf. Tritt einen Schritt zurück und vielleicht überblickst du dann die Sache wieder besser. Es ist zum Teil wirklich zum Verzweifeln...
liebe Grüße von Ellen

Sylvia hat gesagt…

Liebe Anita,

heute fiel mir auf, dass Du garnicht mehr auf meiner Neuigkeiten-Seite "erscheinst" und auch aus meiner kleinen aber feinen FB-Freunde -Leiste verschwunden bist.
Ich kann Deinen Entschluß verstehen , so ähnlich hab ich gefühlt als ich vor einem Jahr meinen ersten Account löschte. Ich finde zwar auch , daß viel Unsinn gepostet wird und auch Vermarktung eine große Rolle spielt, doch ich habe ja immer für mich die Wahl ,was ich lese und was ich für stimmig empfinde.Und es gibt auch sehr viel Schönes und Positives zu lesen.
Schön ,daß ich Dich hier noch "finden" kann.

Herzliche Grüße

Sylvia

Anita hat gesagt…

Liebe Ellen, ja es ist teilweise zum verzweifeln, ich bin im Augenblick so überflutet mit Informationen und Meinungen, und ich mache mir Sorgen, was da auf uns zukommt. Deshalb muß ein wenig Pause sein, damit ich wieder den Überblick erhalte. Liebe Grüße Anita

Anita hat gesagt…

Wie schön Sylvia, das Du hier vorbei schaust. Ich brauche ein bisschen Abstand, vielleicht ist es in ein paar Wochen wieder anders. Deine Posts haben ganz sicher nicht zu meiner Entscheidung beigetragen, die vermisse ich schon ein bisschen.
Liebe Grüße
Anita