Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Donnerstag, 26. November 2015

Novembergedanken

Ein schönes indianisches Gebet was ich gern mit Euch teilen möchte

Wenn ich nicht mehr da bin,
dann lasst mich los,
Lasst mich gehen,
Ich habe so viele Dinge zu tun und zu sehen
Weint nicht, wenn ihr an mich denkt,
Seid dankbar für die schönen Jahre,
Ich gab euch meine Freundschaft,
Ihr könnt nur erahnen
Welches Glück ihr mir gegeben habt.
Ich danke euch für die Liebe,
die ihr mir jeder erwiesen habt.
Jetzt ist es Zeit, allein zu reisen.
Während einiger Zeit werdet ihr leiden.
Die Zuversicht wird euch stärken
und euch Trost bringen.
Wir werden für einige Zeit getrennt sein.
Lasst es zu, dass gute Erinnerungen
euren Schmerz lindern,
Ich bin nicht weit und das Leben geht weiter...
Wenn ihr es braucht, dann ruft mich
und ich werde kommen,
Auch wenn ihr mich nicht sehen oder berühren könnt,
ich werde da sein,
Und wenn Ihr in eure Herzen lauscht,
Werdet ihr sie deutlich fühlen,
Die Süße der Liebe,
die ich euch bringe.
Und wenn es Zeit ist für euch zu gehen,
Werde ich da sein, um euch willkommen zu heißen.
Geht nicht an mein Grab, um zu weinen,
Ich bin nicht da,
ich schlafe nicht,
Ich bin tausend Winde, die wehen,
Ich bin das Funkeln der Schneekristalle
Ich bin das leuchtende Gold der Weizenfelder,
Ich bin der sanfte Regen im Herbst,
Ich bin das Erwachen der Vögel in der Morgenstille,
Ich bin der Stern, der in der Nacht erstrahlt,
Geht nicht an mein Grab, um zu weinen,
Ich bin nicht da,
Ich bin nicht tot.


Wenn ich so durch den Wald gehe jetzt und die scheinbar tote Natur sehe, diese Kargheit und Ruhe im Wald, denke ich oft daran, wie bunt und leuchtend es vor ein paar Wochen noch war. Doch ich weiß ja, das alles nur schläft, Kraft sammelt um bald wieder in neuer Pracht zu erscheinen. Im Rhythmus des Werden und Vergehens. So empfinde ich auch diese Zeit jetzt. Es geht etwas, stirbt, um etwas neues entstehen zu lassen. Die Erde befindet sich in einem Prozess der natürlich ist, irgendwie. Die Verhältnisse der Menschen untereinander, sind so schräg, das es so nicht weiter gehen kann und auch das Wegschauen hat uns nicht geholfen. Die Quittung kommt immer zum Schluß. Gott sei Dank für alle. Denn keiner lebt ewig und auch die ewig Gierigen werden abtreten.


1 Kommentar:

Friederike hat gesagt…

ein sehr schönes und berührendes Gedicht!
lg