Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Montag, 14. März 2016

Denkzettel sind der falsche Weg

Wer wirklich wählen geht, weil er glaubt, etwas verändern zu können, ist gut beraten, sich vorher genau zu überlegen, welche Partei sein Kreuzchen bekommt. Ich lehne es ab, die Floskel zu benutzen, ich gebe meine Stimme ab, denn die behalte ich, wenn ich nicht heiser bin, und kann jederzeit etwas sagen. Zur Not schreibe ich es auf ein Plakat und häng es an mein Haus oder gehe damit auf die Straße. Oder schreibe es hier nieder.

Wahlen sind Momentaufnahmen von einer Politik die vorher stattgefunden hat und auf die der Wähler reagiert. Aber Denkzettel für 4 Jahre Konsequenz, die jetzt in den entsprechenden Landkreisen und wahrscheinlich auch zur Bundestagswahl stattfinden, die sollte man sich wirklich sehr gut überlegen. Die Piraten waren auch so eine Denkzettelpartei, und haben sich selbst wieder abgeschafft.

Wobei mir dieser Einheitsbrei der CDU und SPD auch tief zuwider ist. Die Parteien grenzen sich nicht mehr ab, in ihren Zielen, und wofür sie stehen, sondern ziehen durch, was die Banken und die Industrie ihnen anträgt, ohne die, die sie gewählt haben, auch nur ansatzweise zu bedienen. Wir sind schließlich die, die den Politikern die Bühne ermöglichen, sie bezahlen. Wenn ich in einer Firma angestellt bin, kann ich auch nicht, sobald ich einen Arbeitsvertrag habe, meinen persönlichen Interessen nachgehen, sonst lande ich auf der Straße und das sehr schnell.

Alle europäischen Staaten erleben derzeit einen Rechtsruck bei den Wahlen, nicht nur Deutschland. Also liegt es wohl offensichtlich an der Europapolitik und nicht nur an einzelnen Mitgliedsländern.

Der Blick ist auf Europa zu richten, was bereits von der Idee her gescheitert ist. Es geht um echte Neuanfänge und nicht um aufgewärmte Parolen, von denen wir in den Geschichtsbüchern, zumindest in den guten, nachlesen können, wie es entstand und wohin es führt.




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