Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Donnerstag, 5. Mai 2016

Ahninnen Gedanken zum Muttertag

Wenn ich meine Mutter heute sehe, ein Jahr nach dem Tod meines Vaters, wie sie nicht weiß, was sie den ganzen Tag mit ihrer Freiheit anfangen soll, vor sich selber davon läuft, tut sie mir sehr leid. Sie weiß nicht, wie ein selbstbestimmtes Leben geht, wie schön es ist, einfach nur dazusitzen, die Sonne zu geniessen und sonst nichts zu tun.

Sich mit vielen ihrer Worte selber herabsetzt, nichts wert und dumm fühlt. Wer sagt ihr jetzt, was sie zu denken hat? Eine eigene Meinung? Kennt sie gar nicht.

Das hat nicht nur etwas mit dieser Generation zu tun, sondern auch damit, wie Frauen in der Familie angesehen werden. Mein Vater fand mich furchtbar als erwachsene Frau. Du bist wie meine Mutter, sagte er. Tja meine Oma hat mir ein ganz anderes Frauenbild vermittelt. Sie war selbstbewusst, freiheitsliebend und gönnte sich was im Leben. Was für ein Glück, das sie da war und mir ihren Spirit mitgegeben hat.

Was nützt der Muttertag, wenn die Mutter sich selbst nichts wert ist. Du kannst als Kind noch so viel geben wollen, wenn da keiner ist, der es sich wert ist, es anzunehmen, stehst Du vor einer geschlossenen Tür und keiner macht auf.

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