Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Mittwoch, 14. September 2016

Befreien

Manchmal muß man sich von Menschen befreien, die einem nicht gut tun, die aber irgendwie gar nicht merken, daß man nicht daran interessiert ist, den Kontakt weiter aufrecht zu halten.

Der Migräneanfall geht mir nicht aus dem Kopf. In Zusammenhang mit diesem Menschen, der ihn offensichtlich ausgelöst hat. Ich dachte, ich hätte diese Geschichte längst verarbeitet. Es schien auch jahrelang so. Und doch hatte ich kein gutes oder gleichmütiges Gefühl, wenn ich an diesen Menschen dachte.

Nachdem er sich dann vor einiger Zeit wieder bei mir gemeldet hat, merkte ich, da ist noch ziemlich viel Groll in mir und ich wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Ich ließ den Kontakt wieder einschlafen und das war auch gut so.

Nach dem Erlebnis am Sonntag weiß ich aber entgültig, hier ist auch Höflichkeit meinerseits fehl am Platz. Es muß ein richtiger Cut her. Keinen Kontakt mehr, auch nicht ein Telefonat. Ein Energieräuber im wahrsten Sinne des Wortes, der mit einem ununterbrochenen Wortschwall über mich herfiel, mich nicht zu Wort kommen ließ, immer nur von sich sprach.

Braucht kein Mensch. Ich sagte ihm auch während des Gesprächs, daß ich kein rotes Kreuz mehr auf der Stirn habe.

Früher war ich mal so. Allen meine Aufmerksamkeit schenken, um selber wahrgenommen zu werden. Das hat natürlich immer Menschen angezogen, die so etwas über die Maßen ausnutzten. Das hat aber nichts mit Geben und Nehmen zu tun. Das ist ausnutzen. Nachdem ich das begriffen hatte, ist mein Freundes-und Bekanntenkreis merklich geschrumpft. Aber mir geht es besser dabei.

In dem Zusammenhang fällt mir der Vollmond am 16. September ein. Auch der kann zu unerwarteten Befreiungsschlägen innerhalb von Beziehungen führen. Eine Illusion zerbricht entgültig. Naja da hab ich wohl wieder ein bisschen vorgegriffen.

Zum Schluß noch mein kleiner Seerosenteich auf dem Balkon. Den habe ich dieses Jahr angelegt und ich finde ihn wunderschön. Den ganzen Sommer durch hatte ich immer eine Blüte auf dem Teich. Die eine ging, die nächste kam.

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