Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Samstag, 19. November 2016

Der Schlampenstempel

Lange schon hadere ich mit diesem Thema und ich habe schon öfter angefangen, darüber zu schreiben, es dann aber wieder gelassen. Aber es ist ja meine persönliche Meinung, die ich hier niederschreibe und daher kommt jetzt auch das Thema mal hier zu Wort.

Wovon ich rede? Von den übergroßen Tattoos, die bei Mädchen und Frauen zwischen 16 und 60 so unübersehbar auf ihrer mehr oder weniger schönen Haut offen zur Schau getragen werden.

Ein schönes Sommerkleid, was viel Haut zeigt und dann überall bunte Bildchen auf Rücken, Armen und Dekoletté? Immer bunter, immer mehr, was ist mit den Frauen los?

Letztens habe ich in einem Interview den Namen Schlampenstempel für all diese Tattoos das erste Mal gehört.

Eine Prominente wurde gefragt, welches Tattoo sie sich auf ihrer Haut auf keinen Fall vorstellen könne. Darauf antwortete sie, ich lass mir doch keinen Schlampenstempel machen.

Ich weiß, das sich hier die Geister scheiden, und in meinem Bekanntenkreis fragt mich schon gar keiner mehr, wie ich das neueste Tattoo finde, weil man weiß, wie ich darüber denke.

Für mich ist dieser Tattoowahn ein Ausdruck von eigener Geringschätzung und dem dringenden Bedürfnis nach Aufmerksamkeit. Trends die auffällig sind, sind okay, aber dieser Trend ist eine Brandmarkung.

Ich stelle mir vor, man würde die Menschen zwingen wollen, das jeder ein bestimmtes Zeichen oder eine Zahl, tätowiert offen sichtbar tragen müsste. Könnt Ihr Euch das Gejaule vorstellen? Eben. Dann würden genau die laut aufheulen, die heute so freudig, weil sie individuell sein wollen, wie ein schlechter Comic durch die Gegend rennen.


Fotoquelle unbekannt

Keine Kommentare: