Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Samstag, 11. Februar 2017

Deine Haltung zur Aussenwelt und die Auswirkung auf Dein Kind

Man kann es gar nicht oft genug sagen. Wir prägen in den ersten Jahren die Einstellung zum Leben unserer Kinder. Jeder möchte ja natürlicherweise für sein Kind nur das Beste. Aber leben wir unserem Kind auch das Weltbild und die Einstellung vor, die wir uns für unser Kind wünschen?

Ich habe mich wirklich schon intensiv reflektiert und bin mir auch schon oft selbst auf die Schliche gekommen, mit meinen geerbten Glaubenssätzen und trotzdem tappe ich immer noch in die Falle, obwohl ich weiß, daß es nicht meine Einstellung ist, die mich da gerade leitet, sondern die meiner Eltern und Großeltern.

Einem Kind das Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit mitzugeben, ihm Selbstvertrauen nicht zu verwechseln mit Narzissmus, mit auf den Weg zu geben, das alles ist überlebenswichtig. Es gibt so viele Menschen, die an Selbstzweifel, Misstrauen und Jammerlappenmentalität leiden. Aber auch an Schuldgefühlen, mit denen sie gar nichts zu tun haben. Das wundert mich immer sehr. Wie schnell jemand sich schuldig fühlt. Wieso fühlt ein Kind sich schuldig, wenn seine Eltern sich trennen? Weiß das jemand? Woher kommt das Gefühl bei einem Kind?


Am meisten gehen mir tatsächlich die Leute auf den Geist, die ewig jammern, obwohl sie eine Veränderung herbeiführen könnten, wenn sie es dann nur täten. Aber nein, es wird gejammert. Das können Deutsche offensichtlich mit am Besten.

Ich weiß noch, wie bei uns früher die alten Frauen aus der Familie am Tisch saßen und darüber jammerten, wie schlecht die Leute sind. Im nächsten Atemzug hatten sie aber die gesamte Nachbarschaft durch den Kakao gezogen und sind über jeden hergezogen.

Ich habe das als Kind für völlig normal gehalten. Heute noch versucht meine Mutter mir, Klatsch und Tratsch anzudrehen. Wenn ich sie dann frage, ob sie wirklich ganz sicher sei, ob das was sie mir da erzählt auch stimmt, kommt sie ins stocken. Sie hat auch gedankenlos all das übernommen, was ihr in jungen Jahren vorgelebt wurde.

Kommentare:

Johannes G. Klinkmüller hat gesagt…

Mit unseren Gedanken und unseren Worten, wenn sie sich nach außen wenden, ist es wie mit der Schwerkraft: Sie fallen automatisch nach unten, wenn wir sie nicht ganz bewusst oben halten. Wenn der Wille oder die Kraft oder beides fehlen, Letzteres zu tun, kann man Ihnen nur ein klares Stopp geben. Sonst geht man mit zu Boden. Erst vorhin habe ich einer Bekannten gesagt, ich will ihr Gejammere nicht hören. Ich habe förmlich gespürt, wie es mich krankmacht.

Es gibt leider nicht wenige ältere und alte Menschen, die nur noch zetern, meckern und die Zukunft schwarz sehen. Dass sie damit ihren Nachfahren und Enkeln das Wasser des Lebens abgraben, wollen sie nicht wissen, obwohl sie darum wissen.

Man kann es gewiss nicht immer; aber wenn man die Kraft hat, muss man dieses Verhalten offenlegen.
Schon allein den Kindern zuliebe.

Grüße in den Norden :-)

Anita hat gesagt…

Danke für Deinen Kommentar und Grüße zurück in den Norden :)