Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Dienstag, 24. Oktober 2017

Das Berufsleben in der Rückblende betrachtet

Seit über 2 Jahren bin ich jetzt nicht mehr berufstätig. Ich vermisse es wirklich keine Sekunde.

Ist es nicht furchtbar, das man so viel Zeit seines Lebens verbringt, um an einen Ort zu gehen, der einem meistens nicht gefällt, um mit Menschen zu arbeiten, mit denen man privat keine Minute verbringen würde. Und es ist ja nicht gerade besser geworden mit dem Arbeitsklima in den Firmen.

Muß das so sein? Macht das wirklich ein gelebtes Leben aus? Selbstdisziplin ist ja gut und schön, aber wenn die Arbeit und die Menschen einen krank machen, Du es aber schon gar nicht mehr merkst, weil Du es verdrängst und ja schließlich das Geld brauchst, um über den Monat zu kommen?

Ich habe so viel Zeit, all dies und noch mehr zu reflektieren. Es ist wirklich schade, das man mit diesem Wissen nicht als Jugendlicher konfrontiert wurde. Ich hätte erstens Mal noch sorgfältiger meine Berufswahl durchdacht und wäre nicht unnötig lange irgendwo geblieben, wo ich mich nicht wenigstens einigermaßen wohl gefühlt habe. Wobei ich das tatsächlich bis auf die letzten 5 Jahre nicht getan habe. Da hab ich einfach nur durchgehalten, in der Hoffnung, noch den Vorruhestand mitzunehmen. Und das habe ich getan.

Viele schauen aber bei der Berufswahl zunächst mal auf den Verdienst, damit sie sich möglichst viel Urlaub, ein Haus, das tolle Auto und all die Klamotten leisten können, die ihnen so begehrlich erscheinen. Damit sie sich dann in einer Abhängigkeitsspirale wiederfinden, um all das am Laufen zu halten. Damit die Bank und der Chef sie am Gängelband führen können, wie einen Stier mit dem Ring durch die Nase. Und sie denken, das sie nichts dagegen tun können.

Und das Schlimmste ist, das man sein teures Haus und sein teures Auto kaum geniessen kann, weil man ja recht selten zu Hause ist. Irgendwie macht das alles keinen Sinn, oder?









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