Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Montag, 17. Dezember 2018

Wir Frauen über 50

Entspann Dich
Du musst nicht mehr in Konkurrenz zu anderen Frauen treten. Du weißt genau, wer Du bist. Wo Deine Stärken und Schwächen liegen. Du akzeptierst Dich, auch Deine Schwächen. Du steigst nicht mehr in jeden Ring, bloß um Recht zu bekommen. Oft winkst Du innerlich ab und denkst, mach Du was Du willst und ich mache , was ich für richtig halte. Du weißt genau, was Dir gut tut, tue soviel davon, wie möglich. Die meisten Frauen erfahren aus den Medien gar nicht, wie schön das Leben jenseits der Fünfzig sein kann. Sie hören immer nur Jung und schön. Aber es gibt uns. Dich und mich und wir sind nicht still, nur weil wir älter sind. Wir tun in der Regel das, wovon die Jungen nur träumen können. Wir haben mehr Zeit für uns und das, was uns wohl tut. Kümmere Dich um Dein körperliches Wohlbefinden, und um Deinen Seelenfrieden. Und geniesse das Jetzt. Engagiere Dich für etwas Sinnvolles. Du hast einen besseren Blick dafür, als die jungen Frauen, die noch so sehr abgelenkt sind, das tägliche Chaos in den Griff zu bekommen.
Nutze Deine Weisheit und lebe vor, wie schön es sein kann, Du zu sein. Ja es wird sie geben, die Kritiker , die auf Dich und Dein Leben neidisch sein werden. Sie werden versuchen, es Dir zu vermiesen. Aber he, so ist das, wenn man etwas hat und bereits ist. Du hast bereits eine Menge erlebt , geliebt und gelitten und alles , alles was Du jetzt bist, hast Du Dir selber erarbeitet, erlebt.

Trau Dich, hab den Mut, das zu sein, was Du schon immer sein wolltest.


Sonntag, 16. Dezember 2018

3. Adventsonntag

Heute Nacht ist hier der erste Hauch von Schnee gefallen. Das ist für mich immer ein ganz besonderer Tag im Jahr. Ich liebe den Schnee.

Heute werde ich ein weiteres Stück meines Romans hier veröffentlichen.

2. Teil


Dann machte sie schnell die Autotür auf, warf ihm noch einmal eine Kusshand zu, er erwiderte sie und dann verschwand sie im Haus.

Ihre Eltern waren, wie erwartet noch auf, saßen im Wohnzimmer und hatten es sich auf der großen Wohnlandschaft gemütlich gemacht. Als Sara herein kam sahen die Beiden sie erwartungsvoll an und legten ihre Tablets auf den Tisch.

Sara s Eltern waren Architekten und arbeiteten freiberuflich, was bedeutete, das sie auch abends noch mal mit ihren jeweiligen Aufträgen beschäftigt waren und sich über ihre Projekte austauschten.

Roger rückte ein wenig zur Seite, klopfte auffordern auf den Platz neben sich und schaute seine Tochter liebevoll an. „Komm her meine Große und setz Dich zu mir, damit ich Dich noch ein bisschen knuddeln kann, bevor ich Dich in die Welt entlasse.“ Roger liebte seine Tochter von ganzem Herzen und ihm viel es sehr schwer, sie jetzt schon als erwachsen genug anzusehen, das sie einfach ohne seinen Schutz in ein Abenteuer, weit weg von zu Hause, aufbrach.

Sara schmiegte sich an ihren Vater und legte den Kopf an seine Schulter. „Ach Dad Du tust so als würde ich nach Australien auswandern, es ist nur England eine Flugstunde weit von hier.“ Saras Mutter lächelte und meinte „Weihnachten kommst Du aber nach Hause mein Schatz, ich werde nicht hier sitzen und mir die ganze Zeit das Gesicht Deines trübsinnigen Vaters anschauen müssen.“ „Ja Mom versprochen, kannst ja schon mal ein Flugticket für mich buchen für den 22. Dezember.“ Ellen nahm ihr Tablet zur Hand, tippte etwas ein und wenige Augenblicke später meinte sie „Erledigt, das Ticket ist gebucht und bezahlt, jetzt gibt es keine Ausreden mehr.“

"MoJo wird morgen gegen 9 Uhr hier sein und Dich zum Flughafen fahren, wie besprochen. Hast Du alle Sachen gepackt, bis auf Deine Kosmetiksachen?“ Ellen stand auf und schaute Sara auffordernd an. „Komm lass uns noch mal nachschauen, ob Du auch an alles gedacht hast, mir ist wohler dabei. Ich habe keine Lust nächste Woche schon zur Post rennen zu müssen, und das erste Paket unter dem Motto „hab ich total vergessen“ aufzugeben.“

Maulend folgte Sara ihrer Mutter in den ersten Stock in ihr Zimmer und warf ihrem Vater schnell noch eine Kusshand zu.

In dieser Nacht schlief Sara sehr unruhig und hatte seltsame Träume. Sie ritt durch einen Wald und sah immer wieder einen Schatten der sie zu verfolgen schien. Er tauchte immer wieder schemenhaft auf und verschwand dann wieder im Unterholz. Es sah aus wie ein Hirsch oder so etwas ähnliches. Dann wieder hatte sie das Gefühl es sei ein Mensch.

Es war ein unheimlicher Traum und sie war erleichtert, als sie endlich erwachte und das beklemmende Gefühl aufhörte. Seltsam, dachte sie, was ich manchmal so träume. Ich muß es gleich unbedingt MoJo erzählen, sie deutete gerne Träume und würde sicher zu diesem Thema etwas zu erzählen haben. Großmutter hatte einen sogenannten Draht zur Anderswelt. Sie forschte für ihr Leben gern nach Mythen und unerklärlichen Dingen zwischen Himmel und Erde und hatte manchmal Vorahnungen, die zu aller Welt Erstaunen auch noch eintrafen.

Dann war es auch bald Zeit zum aufstehen und Sara war so was von aufgeregt, dass sie nicht wusste, was sie fühlen sollte. Vorfreude, Wehmut, ein bisschen Angst und unbändige Freude auf ein Abenteuer. Dieser Cocktail pulsierte in ihr und machte ihre Gesichtsfarbe für diese frühen Morgenstunden erstaunlich frisch.

Schnell huschte sie noch in das Zimmer ihres kleinen Bruders Tim. Er war gerade erst 10 Jahre alt geworden und war das Nesthäkchen in der Familie.

Es war Samstag und Tim schlief noch und sah immer so niedlich aus, mit seinen verwuschelten dunklen Haaren, wenn er schlief. Sara setzte sich zu ihm aufs Bett, betrachtete ihn eine Weile und küsste ihn dann ganz leicht auf die Wange. Tim öffnete die Augen einen Spalt und knurrte etwas.“ Tschüß Brüderchen, jetzt hast Du die Verantwortung hier im Haus. Sorge dafür, das Mom und Dad nicht übermütig werden.“ Tim setzte sich nun doch auf und schaute seine Schwester genauer an. „Geht klar Siss, hab alles im Griff.“ Ganz der Coole, Gefühle waren ihm ein bisschen peinlich, gab er seiner Schwester ein Highfive. „Ich werde Dich auf dem Laufenden halten, ich hab ja jetzt auch ein Smartphone.“ Er konnte sich ein stolzes Strahlen nicht verkneifen. Weil Sara wegen ihres Auslandsaufenthalts ihren Eltern noch ein neues Smartphone aus den Rippen geleiert hatte, kam Tim in den unerwarteten Genuss, das seine Schwester ihm ihr altes vermachte.

Im Bad dauerte es dann doch heute etwas länger, weil sie bei der Ankunft in England schon den besten Eindruck machen wollte, der möglich war.

Unten hörte sie schon die muntere Stimme ihrer Großmutter, die ein absoluter Morgenmensch war. Sie war also schon da und wartete auf sie.
Schnell lief sie die Treppe hinunter und setzte sich an den Küchentisch.

Dort stand schon ihr Lieblingsfrühstück auf ihrem Platz. Einen Quarkpfannkuchen mit ein bisschen Obst. Das liebte sie morgens ganz besonders. Aber vor Aufregung hatte sie heute gar keinen richtigen Hunger.
„Na schon aufgeregt?“ Mojo zwinkerte ihr zu und drückte ihre Hand. „Und ob. Hoffentlich holen die mich auch am Flughafen ab und lassen mich nicht warten“ Sara hatte schon ein bisschen Panik, das sie dort in England dann mutterseelenallein auf dem Flughafen stehen würde und nicht gleich in Empfang genommen würde. „Mach Dir keinen Kopf, ich habe gestern Abend noch mit den Kendalls telefoniert, sie holen Dich auf jeden Fall ab Süße.“

Dann war es Zeit und als alle Taschen im Kofferraum von Mojos Auto verstaut waren und eine doch noch tränenreiche Verabschiedung von Saras Eltern überstanden war, ging es los Richtung Flughafen Düsseldorf.

Im Auto dann fiel Sara der Traum von letzter Nacht wieder ein und sie erzählte Mojo davon. „Ich hatte das Gefühl, ich werde beobachtet und verfolgt, es war ganz unheimlich.“ Sara bekam noch eine Gänsehaut als sie sich an ihren Traum erinnerte. „Erst hatte ich das Gefühl es wäre ein großer Hirsch, aber zwischendurch hab ich auch schemenhaft eine menschliche Gestalt wahrgenommen. Und er verfolgte mich immer durch das Dickicht.“

„Sehr interessant“ meinte MoJo, die sich auf den Verkehr auf der Autobahn konzentrierte. „Vielleicht ist es ein Hinweis auf die mystische Gegend, in der Du jetzt ein Jahr verbringen wirst. Vielleicht ist es auch einfach nur ein Zeichen, das Du ein bisschen Angst vor dem Neuen hast und Dein Unterbewusstsein Dir die Angst so zeigt. Du weißt ja, das es in England viele Mythen, wie Stonehage und die Sage von Avalon gibt. Das Land hat was geheimnisvolles. Halte Deine Sinne offen Liebes und schau nicht nur mit den Augen.“

Sara und Mojo liebten die Sage von Avalon und hatten sie, vor ein paar Jahren gemeinsam gelesen und waren darin versunken. Ausserdem hat Mojo eine besondere Beziehung zu dieser Geschichte, mit der sie aber noch mit niemanden gesprochen hatte. Sie hatten sich vorgenommen irgendwann nochmal das vermutete Avalon in Glastonbury zu besuchen und möglicherweise würde dies jetzt wahr werden. MoJo wollte im Sommer für ein paar Tage zu Sara fahren und diesen Ausflug mit ihr machen.

Sara entstammte einer Generation, die mit Harry Potter groß geworden war, und hielt so manches für möglich und Mojo begrüsste das sehr. „Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als unser Verstand wahrnimmt.“ War eines ihrer Lieblingssprüche. Und es war ihre tiefste Überzeugung. Sie hatte schon einiges erlebt, was über das sogenannte „Normale“ hinaus ging und Sara hatte diese feinen Antennen ihrer Großmutter scheinbar geerbt. Oft hatte sie Träume, die so wunderbar anders waren, als die normale Welt.

Aber im Moment waren noch andere Dinge von großer Wichtigkeit. „Wenn Du nachher noch zu Leroy in den Stall fährst, gib ihm bitte eine Extraportion Möhren von mir und küss ihn von mir.“ „Natürlich Liebes, mach Dir um ihn keine Sorgen, Du weißt, er ist bei mir in den besten Händen und ich werde Dich, so gut ich kann vertreten.“ Im Stillen freute sich MoJo sogar darauf, jetzt wieder jeden Tag Zeit im Stall verbringen zu können.


Donnerstag, 13. Dezember 2018

Aufatmen, das ich da nicht mitreden kann, Trashfernsehen

Damit hatte ich schon im Büro ein Problem. Ich kam morgens in die Kaffeeküche und alle Kolleginnen standen zusammen und hechelten die letzte Folge Dschungelcamp, Bachelor oder Bauer sucht Deppin durch. Da stand ich mit meinem Kaffee in der Hand und hörte zu. Frauen, deren Intelligenz ich höher eingestuft hatte, weil unser Job doch ein gewisses logisches Denken verlangte und auch Zusammenhänge erkannt werden mussten, ereiferten diese Sendungen zum Höhepunkt ihres Tages.

Zu Anfang stellte man mir dann auch Fragen zu der Sendung, die gerade besprochen wurde, als ich dann jedoch sagte, das ich keinen Fernseher mehr besitze, klappten die Kiefer runter und alle dachten, ich sei zu arm, mir einen zu kaufen. Als ich dann allerdings kurz erläuterte, das ich aus Überzeugung kein Fernsehen schaute, weil ich keinen Bock auf solch eine dauerhafte Verblödung habe, war ich die Persona non grata des Büros geworden.

Auch aktuell wird gerade bejubelt, das im kommenden Jahr wieder jede Menge Staffeln dieses Trashs laufen, und ich lese es auf Facebook und denke, wie gibt es das immer noch?

Ja es gibt Arte und Sat3, aber he, wenn mich da was interessiert, schau ich es mir im Internet über die Mediathek an.

Ist Euch schon mal aufgefallen, das die junge Generation gar kein Fernsehen mehr schaut? Ich befürchte(hoffe) das die Programmgestalter in Zukunft eine echte Herausforderung bekommen. Ich freue mich darauf. Vielleicht schalte ich dann demnächst in 10 oder 15 Jahren wieder ein, und mein Seniorenabend ist gerettet. Scherz.

Dann schaue ich mir lieber an, wie eine Seifenblase einfriert.


Samstag, 8. Dezember 2018

Das Leben verändert sich und Du Dich mit

Am Anfang dieses Blogs und auch noch einige Jahre später habe ich diesen Blog geschrieben, um mich selber am Kragen aus dem Dreck meines Lebens zu ziehen. Nichts war so, wie ich es mir als junge Frau vorgestellt habe, wie auch, wenn man sich an Geschichten mit Happy End ala Hollywood orientiert. Der Prinz auf dem weissen Schimmel kam nicht vorbei, ich bin den Schimmel selber geritten. Das ist so etwas wie eine Metapher für mich geworden. Sei selber, was Du vom Leben erwartest.

Leider waren in meinem familiären Umfeld wenig bis gar keine Stützen oder so etwas wie Lehrer, also musste ich mein eigener Lehrer werden, mir meine Lebensweisheit selber zusammensuchen und darüber habe ich hier geschrieben. In erster Linie für mich zum nachlesen. Ich stellte mit Erstaunen fest, das meine Eltern nichts anderes als Kinder in einem erwachsenen Körper waren, die sich irgendwie nicht zu den Menschen entwickelten, die ich mir vorgestellt und gebraucht hätte. Dinge, die vielen so passiert sind, wie mir.

Heute geht es mir so gut, wie es mir gehen kann, dafür habe ich gesorgt und das alles habe ich tatsächlich meinen Erwartungen und Vorstellungen zu verdanken. Ich schreibe hier noch selten über das tiefe Tal des Lebens, in das man von Zeit zu Zeit fällt. Ich mag keine Wiederholungen, was gesagt bzw. geschrieben ist, ist geschrieben.

Esoterik hilft nur denen, die einen naiven und unerschütterlichen Glauben daran haben. Ich habe es versucht, mich mit verschiedenen Praktiken dauerhaft zu heilen und habe wirklich einiges ausprobiert. Doch ausser einer guten Atemtechnik, die einem aus der Anspannung und der Angst hilft, ist dauerhaft nur übrig geblieben, was Du Dir lebhaft und immer wieder als erstrebenswert vorstellst, wird in Dein Leben kommen. Du ziehst es an, doch wundere Dich nicht, wenn es nicht so ist, wie Du es Dir erträumt hast. Alles hat eben eine 2. Seite und auch die bekommst Du geliefert. Deshalb überlege genau, was Du Dir wünschst und hör Dir gut zu, wenn Du anderen von Deinen Wünschen und Träumen erzählst.

Weisheit bedeutet, die Veränderungen anzunehmen, zu schauen, was es für Möglichkeiten gibt, die daraus entstehen, und staune wie ein Kind darüber. Hör nicht auf, Dich weiter zu entwickeln, zu lernen und Deinen Geist offen zu halten. Und halte nicht an alten Glaubenssätzen fest. Frei nach dem Motto, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, habe ich eines gelernt, Du und ich wir dürfen und sollen uns verändern im Laufe des Lebens. Weil das ist der Sinn darin. Vorläufig jedenfalls. Bis ich zu einer neuen Erkenntnis gelangt bin.

Wie immer herzlichen Dank fürs vorbeikommen. Passt gut auf Euch auf.

Freitag, 7. Dezember 2018

Man muss nicht zu allem eine Meinung haben

Seit einiger Zeit übe ich mich darin, nicht zu reagieren, auch wenn es mich noch so sehr in den Fingern juckt. Ich lese hier und da, denke manchmal, das kann doch nicht wahr sein, aber nö, ich äußere mich einfach mal nicht dazu. Manchmal ist reden Silber und schweigen Gold. Vor allem, wenn es letztendlich bloss eine Provokation ist.

Montag, 3. Dezember 2018

Adventkalender 1. Türchen

Dieses Jahr habe ich mir überlegt, jeden Adventsonntag einen kleinen Teil meines Buches hier zu posten. Weil Geschichten zu dieser Zeit besonders schön sind.

Wie alles beginnt


„Ich werde Dich so vermissen“, murmelte sie in seine lange dunkle Mähne.

Lange blieb sie so stehen, umschlang den Hals des Pferdes und atmete seinen Geruch ein, den sie so liebte. Sara würde morgen aufbrechen in ein Abenteuer, worauf sie sich schon so lange freute. Seit einigen Monaten stand fest, das sie nach der Abiturprüfung für ein Jahr nach England gehen würde, um dort auf einem Reiterhof in Exmoor Nationalpark ein einjähriges Praktikum zu machen.

Doch jetzt, wo sie sich von ihrem geliebten Pferd Leroy verabschieden musste, war sie sich gar nicht mehr so sicher. Ihr einziger Trost war, das sich MoJo , ihre Großmutter, die aber alles andere als eine gebrechliche alte Dame war, liebevoll und mit viel Pferdeverstand um ihn kümmern würde. MoJo, die eigentlich Monika Josefine hieß, hatte ihrer Enkelin die Liebe zu Pferden vererbt und gemeinsam gingen sie dem Rest der Familie mit ihren Fachsimpeleien auf die Nerven.

Sie war es auch gewesen, die Sara in ihrem Wunsch unterstützte, ein Jahr im Ausland ihr Horsemanship zu vertiefen und sich Gedanken darüber zu machen, was sie mit ihrer Pferdeliebe und den vertieften Kenntnissen in der Pferdeausbildung und Haltung machen würde. Sara konnte sich nichts anderes vorstellen, als mit Pferden zu arbeiten und hoffte auf eine Antwort oder einen Weg, während sie das Jahr in England war. Schule hatte sie jetzt erst mal genug und das Abi war mit recht guten Noten geschafft.

„Wirst Du heute noch mal fertig ?“ Nele schoss um die Ecke und sah sie erwartungsvoll an. „Komm endlich, wir müssen uns noch duschen und umziehen, die anderen werden schon auf uns warten“ Nele war Saras beste Freundin und drängte nun zum Aufbruch, da sie heute Abend noch eine Abschiedsfeier geplant hatten.

„Am liebsten würde ich Leroy mitnehmen“ seufzte Sara, „aber das geht ja leider nicht“. „Das würde MoJo das Herz brechen“ meinte Nele, „Dich ziehen zu lassen fällt ihr insgeheim ja schon schwer, aber dann auch noch Euer gemeinsames Pferd, ich glaube, da würde sie ausrasten“. „Da hast Du wohl recht, sie würde sowieso am liebsten mitkommen“ lachte Sara. Und so drückte sie noch einen letzten Kuss auf die weichen Nüstern ihres Pferdes und ging dann schnell mit Nele zum Parkplatz, damit sie nicht doch noch weinen musste.

Zuhause angekommen rannte sie im Eilschritt rauf in ihr Zimmer, raffte die bereits rausgesuchten Klamotten für heute Abend zusammen und verschwand im Bad.

Die Stallklamotten warf sie in eine Ecke des Bades, wo Saras Mutter sie einige Zeit später leise fluchend zusammensuchte und in den Wäschekorb steckte. „Du wirst Dich noch wundern mein Schatz, mit dem Hinterherräumen ist jetzt Schluß.“ „Jaja ich weiß Mamilein, und ich werde immer an Dich denken, wenn ich meinen Kram selber wegräumen muß und Dich im Geiste fest drücken“ sagte Sara, um friedliche Stimmung bemüht, sie wollte nicht am letzten Tag noch eine Auseinandersetzung mit ihrer Mutter über ihre viel diskutierte heilige Unordnung führen müssen.

Sie fönte sich ihre langen braunen Haare, die immer ein bisschen zu wellig für die gängige Haarmode waren und setzte mit dem Glätteisen noch mal nach.
Auf ausgiebiges Schminken würde sie heute wohl verzichten müssen. Sie trug etwas Bronzepuder auf die sonnengebräunte Haut auf, tuschte sich die dichten Wimpern und zum Schluß kam noch etwas rose Lippgloss auf ihre Lippen. Ihre grünen Augen funkelten genug, da musste sie nicht noch Lidschatten oder ähnliches verwenden. Dann schlüpfte sie in ihre Jeans und ihr Shirt, streifte die Sneakers über und sprang zu Nele, die schon ungeduldig im Auto auf sie wartete, auf den Beifahrersitz. Nele wohnte in der gleichen Straße und sie waren Freundinnen, so lange die beiden sich erinnern konnten. Nele war optisch das genaue Gegenteil von ihr. Blond und blauäugig mit einem kurzen frechen Haarschnitt, wirkte sie manchmal schon etwas jungenhaft.

„Elias wird ganz schön leiden“, meinte Nele, während sie nach Köln rein fuhren und bald etliche Runden drehen mussten, um einen Parkplatz zu ergattern.

Ja Elias, die erste Liebe von Sara war auch ein Grund, warum Sara ein mieses Gefühl in der Magengegend verspürte. Ihn zurück zu lassen, war fast so schlimm wie auf Leroy ein ganzes Jahr zu verzichten. Sie waren jetzt fast schon ein ganzes Jahr ein Paar und es lief ganz gut zwischen ihnen. Als Sara ihm von ihren Plänen nach dem Abi erzählte, war Elias erst mal schockiert.

„Ein ganzes Jahr nach England? Na dann können wir uns eigentlich gleich trennen.“ Sara hatte ihn angeblitzt und gemeint,“ wenn Du Dich dabei besser fühlst, gut dann trennen wir uns eben.“ Ein wenig später hatten sich Beide wieder beruhigt und sich doch entschlossen, dieses Jahr Trennung als Paar zu überstehen. „Was für ein Schmarrn“, meinte MoJo, „Ihr seit noch so jung, Ihr müsst noch keine Verbindung für die Ewigkeit schließen. Bleibt locker, versprecht Euch nicht, was Ihr nicht halten könnt und schaut nach dem Jahr, ob es mit Euch Beiden überhaupt noch passt. Ihr Beide werdet Euch verändern, jeder auf seine Weise.“ Soweit die Worte der lebenserfahrenen Großmutter. Mit ihren 58 Jahren hatte sie eine Menge Lebenserfahrung und wünschte sich, das sie ihrer Enkelin vermitteln konnte, das sie sich mit einer festen Bindung noch etwas Zeit lassen sollte. Aber sie selbst hatte sich in Saras Alter schließlich auch nicht reinreden lassen.

Aber jetzt wollten Sara und ihre Freunde noch mal gemeinsam abfeiern. Dazu hatten sie sich in der Stadt getroffen, also in Köln, und wollten schauen, wo was los war. Vorher wollten sie aber auf jeden Fall noch eine Pizza essen.

Die Clique bestand aus Lucas, Vanessa, Anna, Marc, Dana, Marcel, Nele, Elias und Sara. Sie unternahmen viel zusammen und Sara war jetzt die Erste, die aus diesem Konstrukt ausscherte und ihre Fühler in Richtung Zukunft ausstreckte. „Mann irgendwie beneide ich Dich ja. Ein Jahr weg von den Oldies , wie cool ist das denn. Aber England müsste es nicht unbedingt sein. Wenn überhaupt England, dann London“ meinte Vanessa, für die alles im Leben immer so stylisch wie möglich sein sollte. „Wir können uns ja alle zu einem Wochenende in London treffen“ schlug Nele vor. „Ja „griff Marc die Idee sofort auf, „ wir können mit dem Flixbus ziemlich günstig dorthin fahren, feiern eine Nacht in den Clubs durch und am nächsten Tag fahren wir wieder zurück. Schlafen können wir ja auf der Rückfahrt.“ London war so was von abgefahren, das war doch mal eine echt gute Idee. Die Gespräche drehten sich den ganzen Abend noch darum, wer was machen wollte und wie es in einem Jahr wohl sein würde, wenn Sara wieder zurück kam.

Der Abend wurde nicht ganz so lang, weil Sara am nächsten Tag fit sein musste. Die Stimmung wurde dann zum Schluß ein wenig bedrückt, vor allem weil Elias und Sara doch ziemlich einsilbig wurden und irgendwann sagte Sara „So Leute, lasst es uns kurz machen, ich mag keine überschwänglichen Abschiedsszenen.“ Sie umarmte und küsste ihre Freunde noch einmal und ging dann mit Elias zu dessen Auto.

Schweigend fuhren sie durch die Nacht bis sie vor Saras Haustür angekommen waren. „Kann ich noch mit rein kommen?“ Elias sah sie fragend an. „Nee lieber nicht, meine Eltern sind noch auf und wollen bestimmt noch ein paar gute Ratschläge los werden, Du kennst sie ja“ seufzte Sara und legte die Arme um Elias Hals um ihn im nächsten Moment mit kleinen Küssen zu überschütten. Elias zog sie fest zu sich herüber und küsste sie mit seiner ganzen möglichen Leidenschaft. „Ich vermisse Dich jetzt schon“ brummte er ein wenig atemlos in ihr Ohr. „Ich Dich auch, aber wenn Du mit den anderen nach London kommst, sehen wir uns ja doch bald wieder“ versuchte sie ihn und auch sich ein bisschen zu trösten.

Elias kramte in seiner Jackentasche herum und zog dann etwas umständlich ein kleines Päckchen hervor. Er gab es Sara mit den Worten „Damit Du immer an mich denkst“ . „Was ist drin“ quietschte Sara völlig überrascht und fing auch schon an, das Papier abzureißen. Es war eine kleine Schachtel, die nach einem Schmuckgeschenk aussah. Sara öffnete die kleine Box und ihr fiel schon fast ein schmales silbernes Armband mit einem Herzen entgegen. „Ist das schön“ freute sie sich. „Du bist so süß, tausend Dank ich werde es sofort anziehen und Tag und Nacht tragen.“ Sprachs und hatte das Armband schon um ihr Handgelenk gelegt und es zugemacht. Sie küssten sich noch einmal sehr ausgiebig, bis Sara nach Luft rang und sich von Elias löste. „Ich melde mich per WhatsApp sobald ich unterwegs bin. Ich liebe Dich, vergiss das nicht.“

Freitag, 30. November 2018

Tiere helfen heilen

Was wäre ich ohne einen Hund an meiner Seite und ohne ein Pferd, was mich trägt? Wahrscheinlich krank, depressiv, unheilbar traurig.

Wenn Dich das Vertrauen zu den Menschen verlassen hat, an wen kannst Du Dich in dieser Welt wenden? Wem anvertrauen? Dankbarkeit für meine Weggefährten, die mich ohne Worte zu verlieren, begleiten.

Mittwoch, 28. November 2018

Winterzeit Geschichtenzeit

Wenn die Tage kürzer werden, gehe ich gern früher mit einer schönen Geschichte ins Bett. Ich lasse mir schöne erbauliche Geschichten erzählen und schlafe gern darüber ein. Das ist seit alter Zeit so gewesen, das die Familie abends beim Schein des Feuers zusammen gesessen hat und einer eine Geschichte erzählt hat, aus der die Kinder und auch mancher Erwachsene etwas lernen konnte.

Ausserdem gibt es wieder ein neues Rilke Projekt, das wunderbar die Herbst und Winterzeit mit schönen Klängen untermalt. Ich habe es mir schon runtergeladen und mich davon verzaubern lassen. Wunderbar. (unverlangte Werbung)




Montag, 19. November 2018

Der Hinweis kommt, wenn man ihn erkennt

Seit einiger Zeit trage ich eine Frage mit mir herum und versuche sie, logisch zu beantworten, aber es gelingt mir nicht. Dann bitte ich in der Regel, die Quelle allen Lebens mir zu helfen, bei der Beantwortung meiner Frage. Und dann warte ich ab. Ich sitze nicht herum, oder lausche nicht ständig in mich hinein, ob die Antwort kommt, sondern lebe weiter mein schönes Leben am Rande des Chaos.


Und dann kommt sie daher, die Antwort. Durch einen Artikel, einen kleinen Beitrag auf Youtube oder anderswo, oder in Form eines Menschen, der mir anhand seines Lebens zeigt, wie die Antwort lautet. Es kommen einige Informationen dazwischen, aber ich fühle, das ist sie noch nicht die Antwort. Es fühlt sich so richtig an, wenn sie dann da ist, auch wenn sie mir vielleicht nicht gefällt. Ich weiß, das ist sie.


Mittwoch, 14. November 2018

es wird immer noch in die gleiche Kerbe gehauen

Gedenken an den ersten Weltkrieg und gleichzeitig will Merkel eine Europaarmee aufstellen lassen.

Frau Leutheusser-Dingenskirchen setzt sich gegen Antisemitismus ein. Das ist nett, aber werden die Tatsachen denn auch beim richtigen Namen benannt. Fakt ist, das die jüdischen Mitbürger, die in Deutschland leben nicht von Deutschen, sondern von Menschen mit arabischem Hintergrund gejagt und denunziert werden. Wenn man sich um so etwas kümmert, dann muss man auch den Mut haben zu sagen, das die Migranten, die hier so herzlich willkommen geheißen werden, hier wieder den Judenhass aufleben lassen.

Für die Leute, die nur mal kurz hinhören, wenn es in den Nachrichten um Antisemitismus geht, hört es sich natürlich so an, als würde die rechte Szene, die Neonazzis Jagd auf Juden machen. Schön hin manipuliert. Ich bin mit einer jüdischen Familie befreundet, schon seit einigen Jahren und daher weiß ich aus erster Hand, wer hier diejenigen sind, die in unserem Land die Religionsfreiheit nicht beachten. Der Söhne meiner Bekannten wollten nicht mehr in die Schule gehen, weil sie von arabischen Jungen regelmäßig verprügelt und aufs Übelste beschimpft worden sind. Die Familie ist auf dem Sprung auszuwandern, weil sie sich hier nicht mehr sicher fühlen. Bitte googelt es selber. Ich sauge es mir sicher nicht aus den Fingern.

Die linke Szene ist mittlerweile mindestens so aggressiv wie die rechte, aber die werden weiterhin mit Geld gesponsert, damit sie auf jeder Gegendemo ihr Unwesen treiben können.

Was sieht man davon in den Nachrichten? Wusstet Ihr das? Ich bin für Aufklärung der Dinge und nicht für oberflächlich manipulierte Nachrichten, damit alle, wie immer weitermachen können.

Dienstag, 13. November 2018

Oh Gott ein neues Handy

Seit 3 Monaten liegt mein neues Handy im Wohnzimmerregal und wartet auf seinen Startschuß. Bedingt durch den Umzug und allen daraus resultierenden Ereignissen, hatte ich nicht den Nerv es zu starten. Ein weiser Entschluß. Weil das geht nicht mal eben so schnell. Es werden etliche neue Updates gemacht und ich muss es erst einmal auf meine Bedürfnisse einnorden. Es hat ein paar Stunden gedauert. Sogar die automatische Texterkennung musste ich ihm noch eigenhändig installieren. Das war vorher noch nie so.

In meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich eine Email von unterwegs geschrieben, ohne Lesebrille und Texterkennung. Als ich dann zu Hause war und das Ganze noch mal mit Brille gelesen habe, habe ich mich ein bisschen geschämt. Es sah aus, wie von einem Erstklässler gemachter Versuch. Peinlich . Das mach ich auch nicht noch mal.

Und dann kamen dauernd Anfragen von meinen Socialmedia Anbietern, ob ich es denn auch persönlich bin, weil sie das Gerät noch nicht kennen. Es hat einige Stunden gedauert und ich hoffe, das heute wieder alles ein bisschen besser läuft.

Ansonsten hoffe ich, das es bald mal kälter wird und ich mit dem ersten Schnee rechnen kann.
In 6 Wochen ist schließlich Weihnachten und ich fühle noch gar nichts Weihnachtliches in mir.


Mittwoch, 7. November 2018

Der verlängerte goldene Oktober und ein Jubiläum

Ich habe gerade festgestellt, das mein Blog in diesem Monat genau 10 Jahre besteht. Ich hätte selber nicht gedacht, das ich es so lange durchhalte, hier regelmäßig zu schreiben. Aber solange mir immer noch was einfällt, und sich nichts gravierendes am Internet gesetzestechnisch ändert, werde ich wohl munter weiter schreiben. Wieder mal vielen Dank an meine treuen Leserinnen und Leser fürs Vorbeischauen. I love to entertain you

Ich kann mich nicht satt sehen an den herrlichen Farben der Landschaft und liebe es besonders, morgens, wenn die Sonne aufgeht und in die bunten Blätter scheint, dieses Leuchten in mich aufzunehmen. Ausserdem könnte ich dauernd Fotos machen. Morgens und Abends ist das Licht einfach großartig.

Hier entlang des Rheins hat es nur einen Nachteil derzeit. Die Spritpreise gehen immer höher, weil die Tankschiffe nicht voll beladen werden können aufgrund des extremen Niedrigwassers. Es ist schon erstaunlich, wie wenig Wasser hier den Rhein runter kommt. Da kann man mal wieder sehen, was alles selbstverständlich erscheint und bei näherem Hinsehen sehr schnell kippen kann.


Donnerstag, 1. November 2018

Percy Faith - Theme From A Summer Place



Heute am Tag der Ahnen gibt es für mich eine Melodie, die mich an meine Kindheit, ganz ganz früh in den Sechzigern erinnert, als wir alle zusammen Sonntags noch Radio hörten und unser Sender immer Radio Luxemburg war. Da lebten noch alle aus meiner Familie, die mir sehr viel bedeutet haben.

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Wieder Lust zum Schreiben

Seit es früher dunkel wird, habe ich wieder Lust, an meinem Roman weiter zu schreiben. Ich habe mir jetzt mal ein Schreibprogramm runter geladen und das bisher Geschriebene übertragen in Taschenbuchformat. Immerhin sind es fast schon 100 Seiten und ich würde sagen, gut ein Drittel von dem, was ich schreiben will, ist getan. Es wird also ein dickeres Buch werden, aber es ist spannend und locker und leicht zu lesen. Jetzt muss ich wieder in den Schreibfluss kommen und dann hoffe ich, das ich es schaffe, im Frühjahr nächsten Jahres das Buch fertig zu stellen.

Ich muss immer mindestens zwei Sachen am Start haben, sonst langweile ich mich.

Montag, 29. Oktober 2018

Ponypost

Bei manchen Bildern bin ich gleich hin und weg, wenn ich sie nur anschaue. Vor ein paar Wochen hatte ich ein sehr farbenfrohes Pferdebild irgendwo gesehen. Ich hatte gleich Lust es nachzumalen. Und jetzt am Wochenende habe ich damit gleich mein neues Skizzenbuch eingeweiht. Es hat so einen Spaß gemacht.





Mittwoch, 24. Oktober 2018

Planen und Realität

Und dann passiert mal wieder was unvorhergesehenes und der ganze Tag liegt in Schieflage.
Heute morgen machte ich mich auf den Weg nach Köln zu meiner Mutter, damit wir zusammen für sie einkaufen gehen konnten. Vorher noch ein kurzer Stop um mit dem Hund eine Runde Gassi zu gehen. Es regnet. Seit ewigen Zeiten mal wieder ein bisschen Regen, wie schön. Ich bin relativ gut angezogen, und daher nicht so heiß darauf, richtig nass zu werden.

Zurück am Auto, einsteigen, Schlüssel drehen, nix. Der Wagen macht keinen Laut. Die Lämpchen am Amaturenbrett flackern schwach. Die Batterie liegt deutlich im Sterben. Oh nein. Warum heute? Warum überhaupt? Das passt mir jetzt gar nicht. Schon wieder Kosten, die ich nicht brauchen kann. Aber ist das nicht bei uns allen so. Probleme mit dem Auto kann man nie gebrauchen und das es Geld kostet, ist auch ein sehr lästiges Übel.

Also telefoniere ich meiner Mutter für heute ab. Dann kann ich mich um den Rest kümmern. ADAC, ist sehr schnell da. Mit Überbrückungskabel starten und dann zur Werkstatt meines Vertrauens. Da brennt die Luft, soviel haben die zu tun. Doch die Chefin ist so flexibel, das ich sofort Erste Hilfe in Form von einer neuen Batterie bekomme. Eigentlich ist alles viel schneller erledigt, als ich dachte. Bis auf die Tatsache, das ich zweimal ziemlich nass geworden bin und mein Konto sich nicht so freut, war es eigentlich gar nicht schlimm. Es hätte wirklich alles viel länger dauern können und überhaupt.

Übermorgen, werde ich wahrscheinlich schon wieder keinen Gedanken daran verlieren.


Dienstag, 23. Oktober 2018

Es tut sich was

Seit gestern haben sich merklich die Energien geändert. Ich stehe morgens auf und als erstes stelle ich fest, mein Anschluß fürs Internet und Telefon sind freigeschaltet und an meinem Router leuchtet ein grünes Lämpchen. Ich kann es gar nicht fassen. Ich hätte nicht gedacht, das ein kleines grünes Lämpchen am Morgen mir soviel Schwung verleiht. Alles funktioniert jetzt tadellos und schnell.

Der nahende Vollmond scheint mir Abends bis Mitternacht aufs Bett, aber er stört mich hier nicht. Ich mag ihn betrachten durch die Bäume, die jetzt schon fast alle Blätter verloren haben und kann dabei wunderbar meditieren. Ich kommuniziere oft mit dem großen Walnussbaum vor meinem Fenster und er sendet immer sehr freundliche Energie zu mir.

Auch sonst, merke ich, das ich was machen will, was unternehmen will, was anpacken möchte. Die Novemberenergien für die Astrologie Interessieren sind sehr bewegend. Da ist viel Bewegung, viel Unternehmen drin und Saturn und Pluto, die immer alles wieder auf den Boden der Tatsachen bringen, halten sich raus. Also da geht was, aber vorsichtig sein, mit dem zu großen Enthusiasmus.

Ich schreibe wieder weiter an meinem Buch und versuche mein neues Video bezüglich der Hormone fertig zu stellen.

Ausserdem hat sich das Wetter geändert, die Kraniche sind jetzt in den Süden geflogen und der Herbst beginnt jetzt Ernst zu machen. Es kommt der erste Herbststurm auf uns zu. Hier beginnen die Bäume sich zu bewegen und es ist kalt draussen. Ich koche gerade meine 2. Kürbiscremesuppe.


Ich plane eine kleine Reise in der nächsten Woche, bin mir aber noch nicht sicher, wo es genau hingeht. Eigentlich würde ich gerne mal ein paar Tage nach Holland ans Meer fahren. Aber das Wetter lädt nicht wirklich dazu ein. Gedanklich bin ich gerade per Video nach Ischia gereist und habe festgestellt, das es eine wunderbare Insel ist, die es sicher auch lohnt, zu bereisen. Ich habe wieder unstillbares Fernweh. Eine nicht heilbare Krankheit.


Freitag, 19. Oktober 2018

Der Herbst, Jahreszeit der Inspiration

Keine Jahreszeit macht mich so melancholisch nachdenklich und romantisch wie der Herbst. Die ganze Naturschönheit um mich herum löst in mir eine Sehnsucht aus, die man mit Worten gar nicht fassen kann. Die Korridore der Dimensionen zwischen dem was gesehen und erahnt wird sind durchlässiger als sonst irgendwann. Zumindest für mich ist das so.


Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge
und keine Heimat haben in der Zeit.
Und das sind Wünsche: leise Dialoge
täglicher Stunden mit der Ewigkeit.
Und das ist Leben. Bis aus einem Gestern
die einsamste von allen Stunden steigt,
die, anders lächelnd als die andern Schwestern,
dem Ewigen entgegenschweigt.

Rainer Maria Rilke

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Immer wieder Pannen bei meinem Anbieter für Internet und Telefon

Seit Mitte Juni bekommt es die Magenta farbene Firma nicht in den Griff mir einen einfachen und funktionierenden Internetzugang freizuschalten. Jetzt hat sich mal wieder einer der Kundendienstmitarbeiter erbarmt und mir für nächsten Montag einen Termin für die Schaltung besorgt. Ich telefoniere wöchentlich mit der Hotline, um mich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Die Mitarbeiter dort müssten eigentlich Schmerzensgeld bekommen, bei all dem Frust der die Keletom verbreitet.

Aber ansonsten bin ich einfach nur glücklich und zufrieden. Naja fast. Aber irgendwas ist ja immer. Doch immer, wenn ich innerlich das Heulen anfangen will, zähle ich mir kurz auf, was ich alles schönes in meinem Leben habe, dann ergebe ich mich wieder der Demut und Zufriedenheit für meinen persönlichen Luxus.

Heute war wieder so ein Tag des stillen, unbeschreiblichen Glücks. Als ich mit dem Hund heute morgen am See unsere erste Runde gedreht habe, stieg vom Wasser langsam der Nebel hoch und die Sonne beschien die ganze Szenerie. Und das Ganze in den schönsten Herbstlaubfarben.

Danach bin ich zu meinem Pferdefreund Mr. Niceguy gefahren und wir Beide haben einen schönen, langen Ausritt gemacht. Auf dem Weg an den Fischteichen, die mitten im Wald überall zu finden sind, sind wir ein Stück durch die Sonne geritten und haben beide so vor uns hingedöst. Plötzlich sprang ein kleiner Frosch ins Wasser direkt neben uns. Daraufhin war erst mal das Pferd wieder hellwach und starrte dem verschwundenen Frosch hinterher und ich war auch wieder anwesend. Ich musste lachen, weil wir so versunken vor uns hingeschlendert sind. Dann haben wir uns berappelt und sind flotteren Schrittes den Rest der schönen Strecke wieder nach Hause geritten.


Mein neuer Freund verreist jetzt mit seiner Besitzerin für 2 Wochen in Urlaub und ich kann es jetzt schon kaum erwarten, das ich wieder in den Sattel steigen darf.

Auf der Weltbühne geschieht derweil so viel und ich fasse es manchmal nicht, wer sich alles vor welchen Karren spannen lässt. Die Grünen als Retter für die Bayernpolitik, das ich nicht lache. Wer wirklich glaubt, die Grünen wären Heilsbringer, der möge sich mal mit deren Vorstellungen von einer grünen Welt vertraut machen. So viel Krankes, da fragt man sich, von was die bestrahlt worden sind.

Okay das solls gewesen sein für heute. Passt gut auf Euch auf, die Unfallgefahr ist derzeit enorm hoch.




Sonntag, 7. Oktober 2018

Hambi bleibt

Ich freue mich, das es dank so vieler bewusster Menschen gelungen ist, ein Zeichen zu setzen. Ein großartiges Gefühl.

Erinnerungen

Dieser Spruch erinnert mich an die vielen Bäche und Flüsse in Oberbayern, die glasklaren Gebirgsseen die meist an einem Sägewerk lagen. Wenn ich heute durchs bergische Land wandere, geht mein Weg meist entlang an kleinen Bächen, kleinen und großen Flüssen und an einigen Talsperren. Und wenn ich heute auf der Brücke in Leichlingen stehe, die über der Wupper entlang führt, und ich dem Lauf des Flußes nachschaue, erinnere ich mich lebhaft daran, wie ich in den Sommerferien mit meinen Eltern und Großeltern jedes Jahr in Oberbayern für 3 Wochen Urlaub gemacht habe. Das Wasser hatte eine magische Anziehungskraft auf mich und jeden Morgen nach dem Frühstück rannte ich mit einer halben Semmel vom Frühstück übrig geblieben zur Traun, die dort an unserer Pension vorbei floß und füttere von der Brücke aus die Forellen. Bei unseren täglichen Ausflügen steuerten wir fast immer Ziele mit Wasser an. Ob es der Königsee, die Krimmler Wasserfälle oder irgendein wunderbarer Bergsee, wie z.B. der Hintersee in der Ramsau war. Mein allergrößtes Highlight waren die Badetage am Chiemsee. Für mich war es wie das Meer. So unendlich viel Wasser. Das Meer habe ich erst mit 17 Jahren kennengelernt. Aber an Wasser, dem meine große Liebe gilt, hat es nie gemangelt.


Samstag, 6. Oktober 2018

Wind in der Mähne

Pferde sind bei Wind immer ein bisschen wacher und aufmerksamer. Im Herbst bewegt sich viel im Wald, viele Blätter werden durch einen Windstoß von den Bäumen geweht, alles bewegt sich. Jeder Ast, das Gras und die Blätter auf dem Boden. Da haben die Pferde viel im Auge zu behalten, wenn man mit ihnen unterwegs ist.
Gestern war ein wunderbarer sonniger Tag und mein neuer Freund und ich waren wieder unterwegs. Der Wind spielte die ganze Zeit mit Mr. Niceguy s Mähne und mir wehte er auch bei dem Foto die Kapuze um die Ohren. Es war herrlich.

Freitag, 5. Oktober 2018

Die ewige Selbstzerfleischung der Deutschen und wie der Rest der Welt das sieht

Wieso steigen so viele Deutsche auf diese ewige Selbstzerfleischung, die von der kompletten Mainstream Presse immer wieder befeuert wird, so dermaßen ein?

Im Ausland versteht das keiner. Rund um uns herum gibt es wesentlich mehr Rechte und Nazis, man darf Witze darüber machen und hier wird man wieder belauert wie zu DDR Zeiten. Die ganze "rechte" Szene ist unterwandert vom BND und die stiften sogar noch Leute zu Taten an, sowohl auf der einen, wie auch auf der "Terroristenszene". Aktuellstes Beispiel Amri.

Bildet Euch doch bitte mal eine möglichst objektive Meinung und lest mal die Auslandspresse. Oder unterhaltet Euch mal mit Menschen in anderen Ländern, wie die uns sehen. Die denken, wir haben sie nicht mehr alle. Ehrlich mir hängt es zum Hals raus. Und mittlerweile fühle ich mich schon wie in der DDR, und überlege, mit wem ich eigentlich noch offen über meine Ansichten reden darf, ohne einen Entsetzensschrei und das sofortige aufkündigen der Freundschaft zu provozieren.

Auf der anderen Seite wächst da eine linke Szene heran, vor der ich mich nicht minder fürchte, wie vor der rechten Szene. Nur wird die irgendwie verharmlost.

Mir scheint das Endziel dieser dauerhaften Befeuerung durch die Springerpresse und die Öffentlich Rechtlichen sind offene Straßenschlachten, eine Art von Bürgerkrieg. Also ich möchte das nicht. Und daher lasse ich mich auch nicht vor irgendeinen Karren spannen. Aber meine Meinung sage ich trotzdem noch. Wie gesagt, meine Meinung und nicht die, die mir, egal wer, vorspricht oder vorschreibt. Und jetzt werde ich wieder angeklickt wie blöd. Nur leider nicht von meinen sonstigen Lesern.






Dienstag, 2. Oktober 2018

Über das lernen und die Lehrer eines Menschen



Meine Lehrer
Wie die Bäume sich im Wind biegen und nicht brechen,
wie das Wasser ohne Ausnahme bergabfließt,
wie die Möwe auf der Luft ruht –
je stärker der Sturm, desto besser gelingt es ihr –,
wie du nicht sprichst, auch wenn Worte dich drängen,
wie Kiesel Wellen über sich hinwegehen lassen,
auch wenn sie mit jeder Welle etwas kleiner werden,
wie ein Kreis keine Ecken hat,
wie die Rehmutter trotz des Todes ihres Kitzes
im letzten Winter, im Frühjahr wieder ein Junges gebiert,
wie du den Ernst im Blick aushältst,
wie der Tod unerkannt neben dem Leben steht,
wie das Wasser bei null Grad friert,
wie es eine letzte Bahn und einen ersten Bus gibt,
wie eine Fähre zwei Landmassen verbindet,
wie ein Schiff schwimmt, weil es Wasser verdrängt,
wie ein Wort eine ganze Welt für dich ist,
wie man wieder dort ankommt, wo man losgegangen ist,
wenn man weit genug auf der Welt geht,
wie die Beschreibung eines Erlebnisses
nicht das Erlebnis selbst ist,
wie jedes Ende ein Anfang ist,
wie durch Geduld eine neue Wirklichkeit entsteht,
wie jede Täuschung darauf wartet,
aufgehoben zu werden,
wie Worte fühlbar sind, wenn sie gefühlt gesagt wurden,
wie das Universum mit etwa siebzig Kilometern
in der Sekunde auseinanderstrebt,
wie es in jedem Buch eine letzte Seite gibt,
wie wir nicht lange ohne Wasser leben können
auch nicht ohne Wasser des Lebens,
wie du unter, hinter und vor allem
lieben und geliebt werden willst,
das sind meine Lehrer,
die ich mir von morgens bis abends
zu Herzen nehme,
und in der Nacht, wenn ich schlafe,
in meine Träume bitte


von Ulrich Schaffer

Montag, 1. Oktober 2018

Progesteronmangel ein echter Teufelskreis für das Wohlbefinden

Gerade frische ich noch einmal mein Wissen in puncto Hormone auf. vor knapp 18 Jahren habe ich zwar im Zuge meiner Heilpraktikerausbildung ziemlich intensiv über die Hormone gelernt, aber wie das halt so ist, da haben mich die Hormone noch nicht so ins Schleuderprogramm genommen, und deshalb ist vieles wieder aus der Erinnerung verschwunden. Ich plane ein kleines Video zu machen, zu dem Thema, weil ich nicht so viel schreiben möchte und auch weiß, das viele lieber Bilder gucken, anstatt zu lesen. Das werde ich dann auf Youtube einstellen und hier dauerhaft verlinken.


In der Pubertät und in den Wechseljahren kommt es häufig zu einer Östrogendominanz, die aber auch durch eine hormonhaltige Ernährung, wie häufiger Konsum von Soja, Bier oder bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln gefördert wird. Die Östrogendominanz bringt das ganze Hormonsystem kräftig durcheinander. Wenn dann noch zusätzlich Östrogene verschrieben werden, in Form von Pille oder synthetischen Hormonen in den Wechseljahren, wird die Schieflage noch heftiger. Ein Speicheltest oder die Bestimmung des Hormonspiegels durch Blutuntersuchung, beides muß frau selber zahlen, ist ein Muß, bevor man in den Hormonhaushalt eingreift. Oft ist es eher ein Progesteronmangel, der die Schieflage entwickelt.

Aber ich will jetzt nicht gleich alles hinschreiben, worüber ich eigentlich lieber in dem Video sprechen möchte. Viel Bewegung an der frischen Luft hilft ausgleichend auf jeden Fall, eigentlich gegen alles, außer wenn Du vielleicht Deine Beine ruhig halten solltest, weil Du gerade am Knie operiert worden bist ;)

Jetzt ist die schönste Zeit, raus in den Wald zu gehen und die gute Luft einzuatmen und die schönen Farben der Natur zu genießen. Das würde ich jedem verordnen, dem es nicht gut geht, ob psychisch oder physisch. Bis bald ihr Lieben, vielleicht treffen wir uns mal im Wald.

Freitag, 28. September 2018

Donnerstag, 27. September 2018

Nimm s nicht so persönlich


Tue ich aber. Leider immer noch. Ich bin sehr verletzlich, obwohl ich schon über ein halbes Jahrhundert gerne anders wäre. Aber wenn ich das Gefühl habe, jemand mag mich nicht, oder lehnt mich ab, habe ich daran sehr zu knabbern. Das ist nicht gut, denn man macht viel zu viele Kompromisse, macht sich viel zu viele Gedanken. Dabei sind die anderen Menschen sich noch nicht einmal dessen bewusst, das ich mich durch ihre Oberflächlichkeit abgelehnt fühle.


Ein dickes Fell werde ich wohl in diesem Leben keines mehr bekommen. Dafür habe ich aber unendlich feine Antennen und spüre, was in meinem Gegenüber vorgeht. Vielleicht kann man nicht alles haben.


Mittwoch, 26. September 2018

Gedanke an Besitzer mit Problempferden

Dies wird ein spezieller Blogartikel nur für Pferdeleute, sprich Frauen und Mädchen mit sogenannten Problempferden.

Vorab gesagt, ich war selber Besitzerin eines solchen Pferdes. Die Probleme wurden durch Reiter, auch durch mich herbeigeführt, weil es vor 30 Jahren noch nicht so viele gute Lektüre, Videos und Trainer gab, die Reiter und Pferd auf den richtigen Weg zurück halfen.

Daher hat man früher als Bereiter/in auf diesen Pferden hartes Geld verdient, in dem man das Pferd mit mehr oder weniger harter Gangart wieder in die Spur bringen wollte. Bei manchen Pferden ist es gelungen, bei anderen eben nicht. Die Methoden waren die gleichen. Der Bereiter war sattelfester, hatte mehr Kraft das Pferd zu zwingen und hat sich auch nicht gescheut, mal kräftig mit den Sporen ins Pferd zu bohren oder in ordentlich mit der Gerte zu traktieren. Diese Zeiten sind heute in den meisten Fällen vorbei. Es gibt sehr viele andere gute Wege, das Pferd wieder zum kooperativen Partner zu machen. Und, das Pferd ist und bleibt ein Spiegel des Reiters. Bist Du schlecht drauf und genervt und hast eigentlich keine Lust und Zeit zum Pferd zu gehen, bleib zu Hause. Du wirst an diesem Tag keinen Schritt vorwärts kommen. Das Pferd hat sowieso keinen Bock auf Dich in dem Zustand und Dein Frustlevel steigt weiter an. Wenn das bei Dir ein Dauerzustand ist, warum auch immer, gib das Pferd ab. Es hat was besseres verdient als Dich.

Worauf ich eigentlich hinaus will, ist, das heute sehr viele Reitbeteiligungen angeboten werden, an Pferden, mit denen die Besitzer selber nicht zurecht kommen. Sie suchen dann auf gut deutsch, einen Bereiter/in , der auch noch jeden Monat Geld dafür zahlen soll, das sie ein verkorkstes Pferd Korrektur reiten. Wer sich als Reitbeteiligung darauf einlässt, ist selber Schuld und hat zuviel Eifer und ist sich seines Wertes nicht bewusst. Wenn ich jemanden Zeit und Wissen zur Verfügung stelle, um sein Pferd zu betreuen und auszubilden, kostet das Geld, in der Regel zwischen 30 und 80 Euro die Stunde. Alles andere ist schlichtweg lächerlich.

Warum ich das heute anspreche? Weil ich dauernd solche Anzeigen lese. Es wird umschrieben mit, das Pferd hat Charakter, oder Du solltest reiten können und Dich auch durchsetzen, kein Anfängerpferd. Aha. Ich möchte in solchen Fällen gern zurückschreiben, investiere zunächst mal Zeit und Wissen in Dein Pferd, in Deine Haltung, wenn Du zum Pferd gehst und wenn Dein Pferd dann wieder bereit ist, geritten zu werden, auf einer fairen Basis, schalte noch einmal eine Anzeige, falls es dann überhaupt noch nötig ist. Wie gesagt, ich hatte selbst so ein Pferd, habe einiges an Geld für Korrektur an meinen Reitkünsten und an der Durchlässigkeit des Pferdes ausgegeben und habe viel probiert. Damals schon habe ich mehr Zeit mit Bodenarbeit verbracht, als im Sattel. Und es hat sich ausgezahlt.

Danke fürs lesen und grüß Dein Pferd von mir.





Montag, 24. September 2018

Anlässlich des Hambacher Forst


Wenn der Wald stirbt

Wenn der Wald stirbt,
schweigen die Tiere.
Sie können nicht klagen,
sich auch nicht wehren,
Asphalt und Beton
sind stärker als sie.

Wenn der Wald stirbt,
weinen die Vögel.
Sie können nicht singen
nicht im Lenz jubilieren,
in kahlen Zweigen
gibt es kein Nest

Wenn der Wald stirbt,
erschrecken die Menschen;
sie könnten schreien,
doch es hört keiner mehr,
denn ohne Wälder
stirbt auch das Leben.

Wildgooseman

Quelle: https://wildgooseman.blogspot.com/2018/04/wenn-der-wald-stirbt.html



Freitag, 21. September 2018

Ausgeglichen sein, kein Spielball der Hormone bleiben

Jede Frau kennt diese Tage. Die Hormone sind aus dem Gleichgewicht und dann ist es die Psyche auch. Man mag sich selber nicht und der Familie oder den Menschen, die im unmittelbaren Umfeld sind, geht man mit seiner Laune auch mächtig auf den Zeiger.

Das beginnt, in der Pubertät und dann wird es langsam wieder besser, bis, ja bis die nächste Hormonschräglage massiv zuschlägt. Spätestens in den Wechseljahren.

Oft war ich Spielball meiner unberechenbaren Hormone. Mir ging es ziemlich oft nicht gut, ohne offensichtlichen Grund. Es gab viele Probleme mit Myomen und Zysten.

Und dann kamen die Wechseljahre und ich war zeitweise ziemlich depressiv, ohne Antrieb und mit allen Begleiterscheinungen, wie Hitzewallungen, Gewichtszunahme und und und.


Ich habe es mit pflanzlichen Medikamenten und mit Homöopathie versucht. Ein bisschen hat es geholfen, aber nie gab es einen echten langfristigen Erfolg. Eine Hormonbehandlung mit chemischen Hormonen waren für mich nie eine Alternative. Zu schlecht war die Prognose für die langfristige Einnahme in Bezug auf Brustkrebs. Meine Mutter ist übrigens eine von den Frauen, denen es passiert ist. Im Alter von knapp 80 Jahren. Zum Glück geht es ihr jetzt wieder sehr gut. Ich habe sie begleitet und beraten und über alle Behandlungsmethoden zusammen mit einem sehr verständigen Arzt in der Uniklinik Köln aufgeklärt. Wir konnten für sie eine gute Lösung finden.


Und dann vor 2 Jahren las ich das Buch von Sabrina Fox über die Wechseljahre. Sie schrieb über eine Behandlung mit naturidentischen Hormonen und wie gut es ihr geholfen hat. Ich fing an zu googeln und fand eine Firma, die eine Creme, genauer gesagt eine hochwertige Yamscreme, die auch noch spagyrisch veredelt wird, hier in Deutschland vertreibt und wir telefonierten zusammen.

3 Tage später war die Creme da, und ich begann mich damit jeden Tag einzureiben. Und nach 4 oder 5 Tagen war ich morgens das erste Mal wieder ausgeglichen und gut gelaunt. Und es wurde mit jeder Woche besser und besser. Nun benutze ich diese Creme seit ca . 2 Jahren und es gibt Zeiten, da brauche ich sie gar nicht und vergesse, mich morgens damit einzureiben. Ich bin ausgeglichen, weil meine Hormone ausgeglichen sind und ich habe wieder so viel Lebensfreude und Antrieb bekommen, das ich gerne etwas davon mit anderen Frauen teilen möchte.

Deshalb fahre ich morgen auf ein Seminar dieser Firma. Weil ich gerne diese gute Botschaft und die Produkte dieser Firma in die Welt tragen möchte. Weil ich der Meinung bin, das jede Frau es verdient hat, ausgeglichen und lebensfroh zu sein. Ich habe jetzt die Zeit und die Energie, mich einer neuer Aufgabe zu widmen. Und das möchte ich tun und zwar jetzt.

Ich hätte mich nie wieder auf ein Pferd gesetzt, wenn ich mich nicht so fit fühlen würde, wie ich es jetzt tue. Vor 3 oder 4 Jahren habe ich mich alt gefühlt, und das mit 55 Jahren. Für all diese gute Energie bin ich so dankbar, jeden Tag und ich denke, das kann man auch in meinem Blog erkennen.

Ich bin gespannt, was daraus wird. Ich werde auf jeden Fall darüber berichten.

Wen es interessiert kann gerne klicken und sich weiter informieren

Achtung unbeauftragte Werbung



Hier






Mittwoch, 12. September 2018

Das Erinnerungsvermögen und wie ich mir selber zuschaue, wenn sich alte gespeicherte Sachen melden

Beim Reiten kann ich es sehr gut feststellen, was man mal verinnerlicht hat, egal ob richtig oder falsch, erscheint über kurz oder lang wieder auf dem Tapet.

Ich hatte fast immer sehr schreckhafte oder auch nervöse Pferde, die viel Vollblut hatten und entsprechend schnell reagierten sie auch auf unvorhergesehene Ereignisse. Und ich mit ihnen. Ein Rascheln im Gebüsch, ein bellender Hund haben meist ausgereicht, das sie zur Flucht ansetzten und ich musste zusehen, das ich sie wieder anhalten und lenkbar machen konnte. Oft genug haben sie mich auf der Flucht noch von ihrem Rücken runtergebuckelt. Genau aus dem Grund habe ich ja nun nach einem Pferd Ausschau gehalten, was ein ruhigeres Gemüt hat und nicht nervös über reagiert.

Nur mein Erinnerungsvermögen in Form von Reflexen, bei einem unerwarteten Geräusch oder einem auf uns zu rennenden , bellenden Hund sind noch die selben wie früher. Ich spanne mich an und bin auf das Schlimmste gefasst. Da ich ja jetzt Zeit hab, weil eben keine Flucht beginnt, habe ich auch die Zeit meinen Körper zu beobachten und zu erkennen, wie ich unterbewusst bereits reagiere. Das verunsichert auch mein Pferd, wenn ich mich plötzlich sehr energisch in den Sattel setze und die Beine fest an seinen Bauch klemme. Oder die Luft anhalte. Er stutzt. Ist da was?

Also muss ich jetzt meinem Gehirn was neues beibringen, meine Reflexe beobachten und sofort gegensteuern. Wer ist das eigentlich, der mich da beobachtet? Der meinen Gedanken und Bewegungen aufmerksam folgt, die aber von meinem Gehirn bereits mittels Befehl durchgeführt werden.

Genauso geht es mir manchmal mit meiner Abneigung gegen Menschen, oder auch um die Zuneigung zu diesen. Ich handle nach alten Glaubensmustern, ohne bewusst zu entscheiden. Und dann, seit einiger Zeit beobachte ich mich ganz bewusst dabei und pfeife mich innerlich zurück.

Aber aufgepasst, das was einmal abgespeichert ist, ist verdammt schnell vor Ort und es dauert einige Zeit, bis man bewusst gegensteuern kann.

Professor Hüther hat es mal mit einer Gießkanne verglichen. Das, was man immer wieder hört, was man immer wieder sagt wird wie mit einer Gießkanne gegossen und da wachsen dann im Hirn schnelle Wege, die sofort erreichbar sind, wenn man wieder in einer ähnlichen Situation ist. Also Vorsicht vor der eigenen Meinung und der eigenen Reaktion. Auch wenn sie schnell da ist und auch nach langer Zeit sich sofort wieder meldet, können sich da völlig andere Dinge abspielen, und Dein Hirn glaubt nur, das man jetzt nur genau so reagieren muß. Natürlich sind das Überlebensinstinkte aus den Anfängen der Menschheit, aber das heißt ja nicht, das heute zum Überleben doch andere Dinge angesagt sind ;)


Wie war das noch dieser Spruch, Das Gehirn ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.


Samstag, 8. September 2018

Mein Neuer ;)

Einer der mir richtig Freude macht und mit dem ich hoffentlich noch viele schöne Ausritte haben werden. Es wird von Mal zu Mal besser und unsere Verständigung macht gute Fortschritte.

Beim letzten Ausritt war er nachher so begeistert, das er gar nicht mehr nach Hause wollte und in alle möglichen Waldwege noch abbiegen wollte. Er war richtig albern und zum scherzen aufgelegt. Das hab ich so bei einem Pferd auch noch nicht erlebt.

Er sieht auf den ersten Blick der Stute, die ich bisher betreut habe ziemlich ähnlich und doch sind sie in allem völlig verschieden. Trotzdem musste ich doch, als ich das erste Mal zum Probereiten in den Stall kam, der direkt am Zuhause der Besitzer ist, ein wenig lächeln.

Ich hatte mir so intensiv vorgestellt auf dem Rücken eines braunen Pferdes mit schwarzer Mähne zu reiten, das ich prompt vom Leben genau ein solches Pferd geschickt bekam.




Donnerstag, 6. September 2018

Die vielen ersten Male in einem Leben

Heute morgen ist wieder so ein Moment und ich habe sie seit einiger Zeit wieder sehr oft.

Diese Augenblicke des ersten Mals. Nach einem Umzug, an einem neuen Wohnort finden sie ständig statt. Alles ist neu in der Wohnung, noch nicht vertraut. Die Umrisse der Wohnung, die Gerüche, die Geräusche des Hauses und der Umgebung.

Wie sich der Sommer in meiner jetzigen Wohnung anfühlt, wie er riecht und wie es morgens, wenn ich die Augen aufmache, vor meinem Schlafzimmerfenster aussieht, konnte ich jetzt wochenlang studieren. Jetzt kommt eine neue Phase, ich werde morgens wach, es ist noch nicht ganz hell, da wir jetzt immerhin schon im Monat September angekommen sind und in ein paar Tage lebe ich bereits 3 Monate hier. Die neue Erfahrung ist der Regen und der leichte nebelige Ausblick. Vom See her strömt der Nebel zwischen den Bäumen hoch, bis hin zu meinem Fenster und macht die Welt noch stiller, noch abgeschlossener von dem Leben, was oben an der Straße in Form von Autos am Weg vorbei strömt.

Die neuen Bilder hier, die unterschiedlichen Jahreszeiten, der Walnussbaum vor meiner Tür, der nun schon reichlich Nüsse abwirft, über die sich die Eichhörnchen und auch ich mich sehr freue. Das Laub, was nun schon langsam auf dem Weg immer mehr wird und an den nahen Herbst erinnert.

Ich liebe es, so nahe an der Natur, am Wandel der Jahreszeiten zu sein.

Die Nachbarsfrau, die offensichtlich eine große Liebe zu Naturwesen hat. Sie hat lauter kleine Lichtkristalle in einen kleinen Baum und in einen Strauch gehängt, und auch die Art, wie sie den Garten gestaltet, deutet sofort darauf hin, das sie dem kleinen Volk und den Wesen in der Natur sehr nahe sein möchte.

Dann gibt es noch die ältere, sehr feingliederige Dame um die Siebzig mit ihrem kleinen Hund. Sie hat lange Zeit in Düsseldorf eine Ballettschule geleitet und das Wesen der Tänzerin hat sich in ihrem ganzen Erscheinungsbild verinnerlicht. Wir unterhalten uns oft und gern, über alles mögliche, über unsere Hunde, über die Renovierung ihres Hauses und Gartens. Über das Weltgeschehen. Wir haben festgestellt, das wir eine sehr ähnliche Meinung zu all dem, was auf der Welt gerade geschieht, haben.

Und ein weiteres erstes Mal ist auch ein neues Pferd, was ich jetzt reite. Ja ich reite tatsächlich wieder. Vor 2 Jahren habe ich noch voller Überzeugung gesagt, das ich mich nicht wieder auf ein Pferd setzen möchte. Das die Zeit des Reitens vorbei sei. Aber das Leben hat gelacht und mir gezeigt, das ich es so sehr möchte, das es mir jetzt ein Pferd vorbei geschickt hat, was meinem vorsichtig gewordenen Verstand sagt, hier hast Du ein Pferd, was sehr freundlich und ruhig im Wesen ist. Reite mit ihm durch den Wald in aller Ruhe und Gemütlichkeit und geniesse es. Und ich habe es vor Kurzem das erste Mals getan. Sich auf ein fremdes Pferd zu setzen, bedeutet für mich, sich auf ein anderes Wesen völlig einzulassen.

Wir kennen uns nicht, wissen nicht, ob wir uns vertrauen können. Gestatten uns jedoch gegenseitig mit angehaltenem Atem, getragen zu werden, bzw. ein fremdes Wesen auf dem Rücken zu akzeptieren und zu tragen. Es ist von beiden Seiten ein Vertrauensvorschuß und hat viel damit zu tun, was wir bisher jeweils mit der anderen Spezies erlebt haben.

Jedem Anfang liegt ein Zauber inne und ich wünsche mir noch viele solcher Momente und meinen Lesern, falls sie auch die ersten Male lieben, ebenfalls.

Samstag, 1. September 2018

So eben geht es eben doch nicht

Ich werde mich also weiter entschleunigen und lernen, das es ein Unterschied ist, in einer Stadt oder eben lieber mitten in der Natur zu leben.

Schnelles Internet war gestern, zumindest hier bei mir, ist es erschreckend, auf welchem Stand der Technik man ausserhalb von Glasfaser ist. Okay, ich nehme es an, weil mich das Leben hier sowieso in vielem entschleunigt. Überleg Dir gut, ob Du auch alles eingekauft hast, ansonsten kannst Du Dich wieder ins Auto setzen und in den Ort fahren. Unter Umständen, weil Du sonst kein Brot hast, für Dein Frühstück. Ohne Auto, geht leider gar nicht hier.


Was aber eine echte Herausforderung ist, ist das vorher hier 17 Jahre eine Raucherin gewohnt hat, und die Wände das Nikotin leider ziemlich gut gespeichert haben. Wenn das nicht innerhalb einiger Zeit besser wird, weiß ich nicht, ob ich hier bleiben mag. Es ist einfach ekelhaft, dieses Gefühl von kaltem Rauch in einer ansonsten so guten Luft. Und ich habe mir schließlich nicht umsonst das Rauchen vor 3 Jahren abgewöhnt. Tatsächlich ziemlich auf den Tag genau. Und mein Magen reagiert mit Übelkeit auf diesen ekligen Geruch. Wie kann man nur in einer solchen Umgebung die Bude so dermaßen mit Nikotin vollqualmen? Ich hoffe, das dieser Geruch bald diese Wohnung verlässt.


Es sind eben doch ein paar Dinge nicht ganz so entspannt, wie ich dachte. Den Sommer habe ich hier ja wunderbar verbracht, es war immer noch kühler in meiner Wohnung, als sonst an irgend einem anderen Ort. Jetzt bin ich mal gespannt, was der kommende Winter für mich bereit hält.

Außerdem gibt es seit kurzem eine Veränderung in meinem Pferdeleben. Ich reite tatsächlich wieder. Das war wirklich nicht mein Plan, mich mit Ende 50 noch mal in den Sattel zu schwingen, nach über 20 Jahren. Aber das häufige Zusammensein mit Pferden und begeisterten Reiterinnen und Reitern hat in mir diesen Wunsch wieder so stark gemacht, das ich mich auf die Suche nach dem für mich richtigen Pferd gemacht habe. Und ich glaube, ich habe ihn gefunden. Er ist ein 12 jähriger Wallach mit dem Namen Chili und seines Zeichens ein Pferd, zu dem eher der Name "Chilly" passt. Bisher bin ich 3 Mal jeweils über eine Stunde mit ihm durch die Wälder geritten, und es fühlt sich einfach wunderbar an. Mit einem in sich ruhenden Pferd, was vom Temperament her nicht dazu neigt, plötzlich und ohne Vorwarnung abzuhauen, durch die Wälder zu streifen. Ein Traum. Das könnte ein wunderbarer Herbst werden, zu Pferd durch den Indian Summer zu reiten.


Was ich hier bei meinen Waldspaziergängen alles zu sehen bekomme, ist einfach wunderbar. Blindschleichen sind mir diesen Sommer mehrfach begegnet. Wunderschöne Tier in einem goldenen Farbton. Vor Kurzem mal wieder ein Eisvogel an der Wupper und unendlich viele Libellen in allen Farben. Ich liebe die Dragonflys. Rehe und Hirsche auf dem Pferd keine Seltenheit, weil sie die Pferde nicht zum Anlass nehmen, zu flüchten. Leider tun das die Wildschweine auch nicht. Diese Woche habe ich beim ausreiten eine ganze Rotte von Wildschweinen im Dickicht rumoren hören und mein Pferd natürlich auch. Doch Gott sei Dank, haben sie nicht unseren Weg gekreuzt und Chili ist für ein Pferd sehr entspannt geblieben. Den Göttern sei Dank.


Im Moment setze ich mich sehr oft mit der Endlichkeit meines Lebens auseinander und treffe auch überall auf Artikel, Bücher und auch auf Erlebnisse, die mich an meine begrenzte Lebenszeit erinnern. Verschiebe nichts mehr auf später, will mir diese Zeitqualität sagen, und ja liebes Leben, ich höre die Botschaft überdeutlich.


Samstag, 25. August 2018

Säen und ernten

Nun hebt das Jahr die Sense hoch
und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer sät, muss mähen.
Und wer mäht, muss säen.
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.

Gefunden bei newslichter

Sonntag, 19. August 2018

Zeit sich weiter zu verändern

Seit 2 Wochen rumort es in mir.
Geh weiter, wo es sich nach Veränderung anfühlt. Irgendwie hatte ich meine persönliche Timeline ein bisschen ausser Acht gelassen. Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich ewig leben.
Ich habe keine Ahnung wieso ich das oft nicht realisiere, das für manche Dinge die Zeit endlich ist, die ich noch auf meiner Wunschliste habe.
Und jetzt habe ich mich aufgerafft und bin aus meiner Never ending Summer Hängematte geklettert und gehe wieder ein Stückchen weiter. Nach dem Umzug habe ich mir tatsächlich 6 Wochen Sommerurlaub in meinem neuen Zuhause genehmigt. Das hat so gut getan.

Ich hoffe, ihr konntet dem Sommer auch so viel schönes abgewinnen, wie ich.
Dadurch das ich kaum Möglichkeiten hatte, meine Zeit im Internet zu vertun, bei dem schönen Wetter, hab ich mehr gelesen, war im Schwimmbad und konnte super entspannen und mir ein paar Gedanken machen, das als nächstes anstehen könnte.

Dienstag, 7. August 2018

Erschöpft und glücklich

Nach langer Zeit melde ich mich zurück auf meinem Blog. Das Internet läuft in meiner neuen Wohnung nicht rund und des gibt immer wieder mal ein Problem mit dem Service des Anbieters.
Aber dafür läuft es sonst umso besser. Gerade zurück vom MustangMakeOver Germany (Werbung) bin ich tief beeindruckt von allen Beteiligten
Egal ob Mensch ob Tier, alle haben ihr Bestes gegeben. Ich habe erlebt, wie anders die Mustangs mit Hitze und Stress umgehen. Im Gegensatz zu unseren gezüchteten und gepeppelten Pferden, sind sie gelassen und nehmen es, wie es kommt. Wenn sie dir vertrauen, gehen sie mit Dir wirklich durch dick und dünn.
Es war sehr interessant hinter den Kulissen dabei sein zu können und es waren tolle Menschen vor Ort mit den denen ich zusammen arbeiten konnte.

Es gibt sie noch die Idealisten nicht nur auf diesem Sektor aber hier habe ich einige kennenlernen dürfen.

Ich bin sehr glücklich darüber, ein Teil davon sein zu können und auch ohne finanzielle Unterstützung auf anderem Weg meinem Herzen folgen zu können.

Dieses Foto ist von letzten Jahr weil aufgrund der neuen Datenschutz Gesetze keine Bilder mehr gemacht werden dürften

Wer sich interessiert kann auf der offiziellen Seite von MustangMakeOver.de alles Wissenswerte nachlesen

Mittwoch, 18. Juli 2018

Die Woche in Bildern

Dieses Jahr ist der Sommer ein Sommer und der Presse fällt dazu nichts besseres ein, als vor Waldbränden und lang anhaltender Trockenperiode zu schreiben.

Hallo das Phänomen nennt man Sommer. Ein Sommer, den ich sehr geniessen kann, weil es in meiner Wohnung immer angenehm kühl ist und ich das große Glück habe einen wunderbaren Platz unter einem großen Walnußbaum vorm Haus zu haben, um bis zum Einbruch der Dunkelheit draußen sein zu können. So einen Luxus hatte ich noch nie.

Seit dem ich hier eingezogen bin, blühen die Hortensien um die Wette vor meinem Fenster. Diese wunderschöne Pracht hab ich mir jetzt mit in meine Wohnung genommen, weil ich diese Blumen so sehr liebe.


Meine Morgen und Abendrunde mit dem Hund kann ich nun direkt am See vorm Haus drehen und ich liebe diese Zeit besonders.


Ansonsten gehe ich gern mit dem Pferd in den Wald, wo wir im Schatten der Bäume am liebsten mit Gras fressen verbringen. Die Pferde stehen jetzt Tag und Nacht draussen auf der Weide. Da es dort nicht besonders viel Schatten gibt, liebt das Pferd es, im Wald ein wenig abzukühlen. Und scheinbar schmeckt das Gras im Wald ganz besonders gut. Oft genug gehen wir über ziemlich unebene von Wurzeln durchzogene kleine Pfade. Das hilft dem Pferd, sich gut auszubalancieren und tut dem Bewegungsapparat sehr gut. Als wir in diesen Stall gewechselt sind, vor mehr als einem Jahr, hatte die Stute starke Rückenprobleme. Die sind mittlerweile vollkommen verschwunden.


Nur der Paketbote findet den Weg nicht zu mir. Zumindest der einer bestimmten Firma. Er hat es nicht geschafft, den Waldweg runter zu fahren, um das Haus zu finden. Naja irgendwas ist ja immer. Ansonsten findet uns die Post und andere Auslieferer auf jeden Fall, weil diese Adresse schon seit über 30 Jahren von der Post beliefert wird.

So einen schönen Sommer hatte ich zuletzt als Kind mit ganz viel draußen sein und schönes Wetter geniessen. Wenn ich es jetzt noch öfter ins Freibad schaffe, ist es perfekt.

Mittwoch, 11. Juli 2018

Die Hingabe ans Leben

Es werden ja immer neue Bücher herausgebracht, wie Wunscherfüllung funktioniert, oder wie positives Denken erfolgreich praktiziert wird. Nicht das ich das nicht auch schon probiert hätte. Wahrscheinlich muß man viel einfaches und nicht so einfaches ausprobieren, um irgendwann zu der Erkenntnis zu kommen, das man Ziele und wünsche formulieren kann, sie dann aber nicht durch ständiges fokussieren zum erfüllen bringen wird. Du musst sie auch loslassen können, das heißt Vertrauen haben, das sie sich zum rechten Zeitpunkt einstellen. Das ständige Fokussieren engt viel zu sehr ein.


Das Universum hat so seinen eigenen Humor, wenn ich mal so nennen darf, und serviert Dir das, was Du Dir wirklich wünschst, auf allen erdenklichen Wegen. Und es ist tatsächlich so, je dankbarer Du für das bist, was Du schon hast, und es auch wirklich in Dir fühlen kannst, diese Dankbarkeit, umso eher kommt anderes hinzu, wofür Du wiederum dankbar sein kannst.


Ich nenne es die Hingabe an mein Leben. Nicht alles kommt zu mir, was ich mir wünsche, oft habe ich mich durch Glaubenssätze selbst sabotiert, oder durch das letzte Quäntchen an Disziplin das Ziel versemmelt. All das habe ich gelernt, bevor diese Einsicht zu mir gekommen ist. Manches schafft man durch stetigen Fleiß und üben, anderes aber eben durch die Hingabe und das Vertrauen ins Leben selbst.


Samstag, 30. Juni 2018

Heimgeleuchtet

Gestern war ich das erste Mal abends aus, seit dem ich in meiner neuen Wohnung lebe. Es war so ca 0.45 Uhr, als ich den Heimweg angetreten bin.

Na das kann ja was werden, den dunklen Waldweg zum Haus runter, ohne jegliche Beleuchtung, dachte ich so auf dem Heimweg. Doch ich hatte die Rechnung ohne den Vollmond gemacht, der immer noch sehr schön und hell am Himmel leuchtete.

Ich hatte einen perfekt ausgeleuchteten Weg dank des Mondes und als ich in den Weg einbog, saß da eine Katze mitten auf dem Weg und bewachte ihn. Sie hat mich dann vorneweg laufend sicher bis vors Haus gebracht. Und ich mach mir Gedanken. Tsss.


Dienstag, 26. Juni 2018

Mitten im Wald

Ich habe es völlig falsch eingeordnet, mitten im Wald zu leben. Hier ist die Luft viel feuchter und nachts wird es ganz schön kühl durch all die Bäume, die ihren Atem in die Luft abgeben. Mein Hund und ich schlafen hier tief und fest und werden morgens von einem unglaublichen Konzert der zahlreichen Vögel geweckt. Zu meiner Wohnung führt ein versteckter Weg, den man von der Straße aus kaum sieht. Trotzdem schafft es der Postbote und auch der Paketbote jeden Tag bis hierher. Das Internet ist ziemlich schwach hier, aber das zeugt ja nur davon, das man von zu viel Strahlung relativ gut geschützt ist. Ich fühle mich hier wie dauerhaft in Urlaub. Gestern Abend bei der Abendrunde lag ein Duft von frisch gemähtem Heu in der Luft, was zum Trocknen noch auf der Wiese liegt. Das alles empfinde ich als ein sehr großes Geschenk und kann gar nicht sagen, wie dankbar ich dafür bin.

Ich habe mich während des Umzugs von einer Menge Sachen getrennt, die ich sowieso schon lange nicht mehr benötigt habe, die aber als Altlasten im Keller standen. Es war so befreiend, all das wegzugeben. Ich hatte alles für den Sperrmüll an die Straße gestellt und man kann sich gar nicht vorstellen, wie schnell vieles davon verschwand, bevor es auf dem Sperrmüll landen konnte. Das hat mich sehr gefreut. Nachbarn haben mich einige Male gefragt, warum ich die Sachen denn nicht verkaufen wollte, dafür könne man doch Geld bekommen. Ich hab ihnen erlaubt, sich zu nehmen was sie möchten und es meinetwegen auch zu verkaufen. Da sind sie schon losgerannt, das Dollarzeichen in den Augen.

Vielleicht fehlt mir das Gen, aus allem Geld machen zu wollen. Wie auch immer. Ausser um die Bücher, die ich aus Platzgründen aussortieren musste, tut es mir um nichts leid.

Mein Blick aus dem Fenster mit riesigen Hortensienbüschen in allen Farben davor.


Samstag, 23. Juni 2018

Stationen

Und wieder eine neue Lebensstation. In meiner neuen Wohnung hab ich mich ziemlich schnell zu Hause gefühlt. Jetzt habe ich schon 4 Nächte dort geschlafen und selbst mein Hund, der ja schon ein echter Senior ist, und nächste Woche seinen 13 Geburtstag feiert, hat sich sehr schnell eingelebt und fühlt sich wohl.

Wie still es hier ist, und auch wieder nicht. So viel Vogelgezwitscher und Betriebsamkeit von allen Bewohnern des Waldes rund um mich herum. Hier kommen einen sogar die Libellen zu Hause besuchen. Meine Vermieterin hat gesagt, das sogar die Rehe übers Grundstück laufen. Ich bin mal gespannt, wann und ob ich mal eines zu sehen bekomme.

Wenn ich aus dem Fenster schaue, ist alles grün und riesige Hortensienbüsche hat es vor den Fenstern. Eigene Blumen brauche ich hier tatsächlich nicht. Es sind reichlich genug davon vorm Haus. Ich kann es irgendwie noch gar nicht richtig fassen. Ich bin mal gespannt, wie das Leben hier so wird. Auf jeden Fall kann ich jetzt endlich wieder entspannen. Aber mein Kopf hat es noch nicht so richtig gerafft. Ich glaube, es braucht noch ein bisschen Zeit.

Dienstag, 12. Juni 2018

Land unter

Diesmal hat es kurz hintereinander unsere Ecke mit sinnflutartigen Regenfällen erwischt. Fast jeder hat Wasser im Keller. Mein neuer Heimatort stand am Wochenende komplett unter Wasser und hatte dicke Schlammschichten auf den Straßen und viele Häuser und Geschäfte haben ordentlich was abbekommen. Ich hab meine Wohnung schon unter Wasser gesehen in meiner Vorstellung. Doch zum Glück ist da alles gut gegangen. Ich war noch nie so gestresst wegen eines Umzugs. Irgendwie läuft zwar alles gut, aber je älter ich werde, umso mehr Panik überkommt mich, wenn ich größere Veränderungen auf dem Plan habe. Leider erblich bedingt. Bei anderen bin ich immer die jenige, die Ruhe verbreitet und alle besänftigt, nur bei mir selber klappt es nicht. Schade. Dafür bin ich aber im Bett umso leichter in der Tiefenentspannung. Wahrscheinlich weil ich hundemüde bin. Wie auch immer. Veränderungen kosten Kraft. Und ich hab schon schöne Dinge im Kopf, die nach diesem Kraftakt an der Reihe sind. Also weiter im Text. Ich hoffe, das der Internetanschluß im neuen Haus funktioniert.


Bis hoffentlich bald, dann hab ich auch wieder Zeit für den hier. Darauf freue ich mich schon sehr.

Montag, 11. Juni 2018

Zvilisation

Zivilisation wurde mir aufgedrängt..... und sie hat kein bisschen für meine Liebe zur Wahrheit, Ehrlichkeit und Großzügigkeit beigetragen Zitat Sioux

Freitag, 8. Juni 2018

Das Heimatgefühl

Gerade bin ich beim Einpacken für meinen bevorstehenden Umzug. Und da hab ich mir natürlich das kostenlose Exemplar der unaussprechlichen Zeitung, was ich vor ein paar Tagen im Briefkasten hatte, geschnappt, um es der einzigen denkbaren und sinnvollen Verwertung zuzuführen, meine Gläser und Bilder darin einzupacken.

Natürlich sehe ich, worum es sich in dieser Ausgabe handelt, um den Begriff Heimat.

Als erstes, ich lasse mir meine Nationalität nicht schlecht reden und ich liebe Deutschland. Es ist wunderschön mit herrlicher Natur ausgestattet und mit Werten, die ich nach wie vor hochhalten möchte. Und ich bin dafür, das wir als Land geachtet werden, und vor allem brauchen wir nicht noch eine Religion, die menschenverachtend, vor allem frauenverachtend ist. Ich wäre eher dafür, das man alle Religionen abschafft, denn mit Heimat hat das nix zu tun, eher mit ewigem Krieg. Wir haben eine lange Tradition, die nicht erst mit dem zweiten Weltkrieg begonnen hat. Wir werden ja leider seit 70 Jahren ausschließlich daran gemessen und verachtet. Das alles aber nur, weil wir so sind, wie wir eben sind. Ein bisschen zu bieder und zu brav und auch mit einer gewissen Doppelmoral, was sollen denn die Nachbarn von uns denken, versehen. So genug von Deutschland. Es geht um ein Heimatgefühl.

Und ja Heimat ist dort, wo man sich wohlfühlt, wo es Dinge, Menschen, Tiere, Landschaften oder sonst was gibt, die mir Wohlgefühl und Wohlbehagen bereiten. Das kann überall auf der Welt sein. Das können Gerüche sein, aus der Kindheit, oder ein Lied, was man schon ewig im Kopf hat und plötzlich ist das Gefühl wieder da. Dieses Wohlbehagen, was man mit dieser Melodie verbindet. Es kann ein bestimmtes leckeres Gericht sein, was nur die Oma oder der Koch aus dem bestimmten Lokal genau so zubereiten kann.


Und gerade wenn man einen Wohnort verlässt und einem neuen entgegen strebt, so wie ich es gerade tue, nehme ich mir mit meinen Möbeln und Bildern und Büchern und Dekorationsgegenständen meine Heimat quasi an den neuen Ort mit. Der dann meine neue Heimat wird. Heimat soll nicht den Horizont erweitern, sondern Behaglichkeit in mir auslösen. Reisen erweitert den Horizont, aber das ist wieder ein anderes Thema

Mein Hund und auch dieser Platz ist für mich ein Heimatgefühl <3