Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Dienstag, 17. April 2018

Energetisch etwas anstrengend

Endlich, der Frühling gibt Gas und die Temperaturen klettern. Die Natur explodiert förmlich. Leider auch das Gemüt vieler Menschen.

Ich könnte mich gerade mit all denen streiten, mit denen ich schon seit einiger Zeit nicht mehr auf einer Linie fahre. Doch Achtung, die Gefahr im Augenblick so richtig übers Ziel hinaus zu schießen, aufgrund der Sternenkonstellation, die Gespräche mit enormer Sprengkraft versehen, lieber auf später verschieben. Das Kettenrasseln der Größenwahnsinnigen spricht ja derzeit auch für sich. Mich wunderts jeden Morgen, das noch alles steht. Wehe, wenn irgendwem einmal der Kragen platzt.

Ich gehe raus in die Sonne und übe Einatmen und auuusatmen . Ausserdem wird es Zeit, den Umzug zu organisieren, das Auto in die Inspektion zu bringen, und den Keller vor und zu nach schon mal zu entrümpeln. Das sollte mich von überschüssigen Aktionen bewahren. Hoffentlich.

Donnerstag, 12. April 2018

Ich fühle mich nicht wohl hier

Im Moment ist mein Vermieter auf der Suche nach einem Nachmieter für meine Wohnung. So lerne ich viele neue Menschen kennen, mit denen ich natürlich auch ins Gespräch komme.

Die Quintessenz der Gespräche sind 2 Punkte.

Der erste Punkt ist, das sie sich die Mieten in der Großstadt wie Köln nicht mehr leisten können. Köln war nie besonders teuer. Und doch sind viele Vollzeitarbeitende nicht mehr in der Lage, sich in einer ansprechenden Wohngegend von Köln eine 2 Zimmer Wohnung zu leisten. Klar in den sozialen Brennpunkten gibt es noch was, aber da zieht heute keiner mehr freiwillig hin. Originalton: Da kannst Du ja abends, wenn es dunkel wird nicht mehr allein auf die Straße gehen.

Am meisten schockiert hat mich die letzte junge Frau, eine junge Türkin, die hier groß geworden ist und auch in Leverkusen wohnt. Sie möchte aus diesem Stadtteil ausziehen, weil sie ständig von Typen angesprochen und derbe angegangen wird, einfach weil sie eine junge und attraktive Frau ist. Sie sagt, ich spreche nur noch deutsch, in der Hoffnung, das sie das wenigstens ein bisschen abhält, mich zu belästigen. Sie erzählt, das sie immer gerne in diesem Stadtteil gewohnt hat, aber seit 2 Jahren wäre es ein Spießrutenlaufen geworden, sobald sie die Straße betritt und möglicherweise mal ein Kleid oder eine Shorts anzieht. Diese Männer, die hier sei 2 Jahren wohnen, haben keinerlei Respekt vor Frauen, ich bin ja selber Türkin, sagt sie, aber so benehmen sich unsere Männer nicht. Ich hab echt Angst und möchte dort wegziehen.

Wir fallen wieder zurück ins Mittelalter und das alles, weil man mit uns ein Experiment von Multi-Kulti durchzieht und die deutschen Frauen nicht genug Kinder bekommen. Das sauge ich mir nicht aus den Fingern, so was sind Planspiele von höchster Ebene aus. Rassismus wird hier ins Land eingeschleppt und selten umgekehrt.

Hinterwäldlerische Ansichten, wie Frauen zu sein haben und gegen die sogenannten Ungläubigen. Spart Euch die Posts, ich sei rechts. Ich weiß, wer ich bin, und es interessiert mich nicht, was andere glauben über mich zu wissen.


Montag, 9. April 2018

Gängelei durch den Mainstream


Ich hab die Nase voll von politisch korrekt, Du bist links oder Du bist rechts.

Ich bin ich. Ich bin die, die eine eigene Meinung hat und die auch sagt. Ich erwische mich immer öfter dabei, das ich überleg, ob ich das jetzt sagen kann oder schreiben kann, was ich denke. Wir werden umerzogen, mit Propaganda wie damals bei Hitler. Wir dürfen nur denken, was man uns vorschreibt. Schon mal aufgefallen?

Wann ist es Dir das letzte Mal passiert, das Du was sagen wolltest und hast es dann doch nicht gesagt, weil Du Angst hattest, das jemand Dich dafür anfeindet und versucht in irgendeine Schublade zu stecken? Mindfuck geht schleichend. Bleib einfach wach und sei Du selbst.

SCHULD & SCHAM

manchmal ist da scham.
weil wir scheitern.
weil wir verlieren.
weil wir verlassen
und verlassen werden.
manchmal ist da schuld.
weil wir nicht bleiben.
weil wir nicht durchhalten.
weil wir es nicht ertragen
und wir nicht ertragen werden.
manchmal sind da diese
gefühle von schuld und scham
die wie gift in unsere venen
gejagt wurden durch die
vorstellungen der gesellschaft
durch eine moral die sich auf
macht und kontrolle beruft.
scham basieren auf der illusion
einer kaputten gesellschaft die
es gilt wieder daran zu erinnern
dass es nie gott war der uns
für etwas verurteilt was wir sind.
sondern nur andere menschen
und wir selber.
fiktion. illusion. mindfuck.
manipulaton mit unserer
angst.
stop it... be yourself. you are
beautiful.. no matter what they
say.
moksha
**********************************
by Verena Moksha Devi
vom 7. April 2015

Donnerstag, 5. April 2018

Love at first Sight

Sowas ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert. Mit keinem Mann und auch mit keinem Tier.

Wir haben uns heute einen Offenstall angeguckt, weil die beiden Pferde sehr ungern nachts in der Box stehen. Sie lieben es in der Herde auf einem gemeinsamen Gelände zu sein und wollen nicht in Einzelhaft gesperrt werden, wie es oft noch in Ställen üblich ist.

Also fahren wir zu Dritt in den ausgesuchten Stall und betreten ein sehr großes Gelände, auf dem sich alle Pferde absolut frei bewegen können und nachts auch in geschützten Unterständen, die mit Stroh ausgelegt sind, schlafen können.

Kaum das wir mit der Reitstallbesitzerin das Gelände der Pferde betreten haben, kommt sofort ein Pferd auf uns zu, schaut uns an und kommt zielstrebig zu mir und beschnuppert mich ausgiebig. Ich hab ihn gesehen und war sofort verliebt. Nachdem er mich ausgiebig beschnuppert und beschmust hat, wurden auch alle anderen angeschaut. Aber um mich ist es jetzt leider geschehen. Ich habe schon viele Pferde in meinem Leben gesehen und bin mit ihnen umgegangen, aber sowas ist mir noch nie passiert.

Wir waren ca. eine Stunde bei den Pferden, haben uns alles angeschaut, und zu 99 Prozent steht fest, das wir mit den Beiden in diesen Stall umsiedeln werden. Allerdings erst im Sommer. Ich kann es kaum erwarten.

Ich hab zwei echte Schnellschüsse mit dem Handy gemacht, als er wieder mal neben mir stand und sich angekuschelt hat. Leider nicht gut, aber das muß wohl fürs Erste reichen.


Mittwoch, 4. April 2018

Ein bisschen erschrocken

Heute war ich wirklich schockiert. Mit der Besitzerin meiner beiden Pflegepferde beginnen wir jetzt die Pferde für die bevorstehende Weidesaison vorzubereiten.

Man muß sie langsam, im steigenden 10 Minuten Takt an das frische Gras gewöhnen und zwar am Strick.

Wir holten die beiden Pferde heute Vormittag vom Paddock, wo sie tagsüber gemeinsam mit der ganzen Pferdeherde stehen und beide Pferde laufen vor der Besitzerin davon und kommen zu mir. Selbst die Stute, die normalerweise immer ihre Besitzerin vorgezogen hat, kam zu mir. Ich war fassungslos. Was ist da bloß passiert? Pferde verraten ihre Herde nicht und schon mal gar nicht die Menschen, die sie lieben und denen sie vertrauen. Ich war immer die Nummer 2 und habe das klaglos hingenommen, weil ich weiß, wie Pferde ticken. Und jetzt das. Was ist da passiert? Die Besitzerin war in letzter Zeit öfter ungerecht zu den Pferden, weil sie Stress hatte und die Pferde übertrieben gestraft hatte, weil sie sich nicht so verhielten, wie sie sollten.

Pferde machen den Besitzer immer darauf aufmerksam, wenn sie Stress haben, denn dann haben auch die Pferde Stress.

Dadurch, das ich meine Tage und Wochen jetzt bereits seit 3 Jahren nur so einteile, wie ich es möchte, bin ich ausgeglichen. Und das zeigen mir die Beiden. Und auch wenn es mir leid tut, das sich das Blatt so gewendet hat, bin ich froh, den Beiden das zu geben, was sie sich wünschen. Eine ruhige Hand und ein ruhiges Wesen.

Was wäre ich ohne Pferde als mein Spiegel? Auf jeden Fall um einiges ärmer an Freude.


Montag, 2. April 2018

Geschichten die das Leben schreibt

Fetzen aus einem Gespräch von einem Paar, die sich offensichtlich zu einem Date getroffen haben.

Er: Seit dem meine Frau mich verlassen hat, merke ich erst, wie viel Arbeit so ein Haus macht und kochen kann ich leider auch nicht.

Flirten kann er ;)


Freitag, 23. März 2018

Menschenscheu?

Seit Wochen macht es keinen Spaß in die Stadt zu gehen, oder sich dort zu treffen, wo viele Menschen zusammen kommen. Von den öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar einem Arztbesuch graut es mir im Moment regelrecht. Warum? Weil fast jeder niest und hustet und das ungeniert in der Gegend herum. Damit auch die, die noch gesund sind, ihren Anteil an Viren und Bakterien abbekommen. Da werde ich regelrecht hypochondrisch und leicht hysterisch.

Am Wochenende war bei mir auch ein leichter Anflug zu spüren, weil wir am Freitag zum Essen verabredet waren und danach gings dann auch gleich los. Zum Glück habe ich noch mal die Kurve bekommen und habe mich diese Woche auch ziemlich geschont und vor allem war ich mal ausnahmsweise nicht stundenlang im Kalten bei den Pferden. Eine Woche ohne Pferde muß auch mal drin sein. Ich hoffe mal auf Besserung, erstens des Wetters und zweitens, das die Erklältungswelle sich ebenfalls mit der Kälte verzieht.

Und dann gäbe es noch diese Option, die beliebig mit Ländern entlang der wärmeren Gewässer ergänzt werden kann.

Mittwoch, 21. März 2018

Experte werden, nix für mich

Ohne Zweifel, ich bewundere sie, die Menschen, die in irgendwas so richtig gut sind. Sei es im Klavierspiel, im zeichnen, im nähen , in einer Sprache usw. usw.

Ich bin die, die sich nicht entscheiden kann, ich bin die, die sich schnell begeistert und ich bin die, die sich fragt, was würde ich alles verpassen, würde ich mich nur für eine Sache entscheiden. Sorry, ich kann und will es nicht. Mein Wesen braucht Abwechslung, den Reiz des Neuen und dann, irgendwann bleiben so ein bis zwei Sachen übrig, woran mein Herz wirklich hängt, für immer und ewig. Aber Experte bin ich darin trotzdem nicht.

Samstag, 17. März 2018

Frau Holle am Neumondtag

Bei uns schneit es wieder und heute ist Neumond und Frau Holle die Frühlingsbotin zeigt uns noch mal den Winter mit seinem Schnee und Eis.

Ich wünsche ein schönes Wochenende zum sortieren, ausmisten und nachdenken, was denn jetzt dran ist (der Frühling?)



Donnerstag, 15. März 2018

Windspiel aus Glasperlen und Bändern

Meine Kreativität braucht ja immer mal wieder ein Ventil. Und wenn ich bei Pinterest stöbere, finde ich viele Anregungen, die mein Herz höher schlagen lassen.

So wie ein selbstgebasteltes Windspiel aus Glasperlen und Bändern. Ich finde es sieht ein bisschen nach Bohostyle aus und den mag ich ja sehr gern. Alle Zutaten waren in meinen diversen Kisten und Kästen zu finden und jetzt hab ich viel Freude an einem frühlingshaften Windspiel, dessen Bänder im Wind wehen und Farbe ans Fenster bringen.


Montag, 12. März 2018

Verstehen durch Erleben

Immer wenn ich mit meiner Mutter darüber rede, sich vielleicht zu verkleinern in Sachen Wohnen, also vom Haus zur schönen Eigentumswohnung, wehrt sie sich und dreht und wendet sich. Sie will nicht aus ihrem Haus. Ich bin dann immer etwas frustriert. Wie soll es werden, wenn sie vollends auf Hilfe angewiesen ist und ich dann eine Zwangsmaßnahme durchführen muß. Ich möchte das nicht. Mir wäre es lieber, sie würde sich eine Wohnung nehmen, wo Hilfe kommt, wenn sie Hilfe benötigt und ansonsten ihr Leben leben kann. Das wäre die vernünftige Seite.

Nun habe ich gestern eine Wohnung beim Spazierengehen gefunden, die alle Kriterien meiner Traumwohnung erfüllt. Sie liegt genau da, wo ich hin möchte, schon seit fast 10 Jahren, sie ist ebenerdig, gut aufgeteilt und sogar günstiger als meine derzeitige Wohnung. Ich kann sie haben, ich habe sie mir gestern mit dem Vermieter zusammen angeschaut und er hat mir die Wohnung zugesagt. Ich bat mir 24 Stunden Überlegung aus.

Und zu Hause angekommen, wollte ich plötzlich nicht mehr das, was ich mir so lange wünsche. Auch wenn es noch so verlockend ist, es bedeutet Veränderung, viel Arbeit mit dem Umzug und man muß wieder Geld in die Hand nehmen, was man für was ganz anderes geplant hatte, zum Beispiel den diesjährigen Urlaub. Ich habe gezögert und wollte mich schon von dem Gedanken an meine Traumwohnung verabschieden.

Spinn ich eigentlich? Wieso, bei so vielen Vorteilen, die da auf mich warten? Tja auch ich tue mich mittlerweile schwer mit Veränderungen, die einer gewissen Anstrengung bedürfen.

Natürlich werde ich es tun, aber allein das Zögern hat mich wieder verstehen gelehrt, wie es anderen geht, die noch viel älter sind. Danke dafür.

Montag, 5. März 2018

Fastenzeit für den Blog

Ich habe in den letzten Tagen ein neues, für mich sehr hilfreiches Mantra entdeckt.

Man muß nicht zu allem eine Meinung haben. Manchmal ist schweigen gut, zumal, wenn alles was passiert, mit Intelligenz, auch nicht mit emotionaler Intelligenz zu erklären ist.

Ich würde diesen Blog nicht seit 9 Jahren führen, wenn ich nicht von Herzen gern meine Meinung teile, aber im Augenblick eben nicht. Vor allem nicht in den sozialen Netzwerken.

Bis dann mal wieder.


Foto myself

Samstag, 24. Februar 2018

Zeitqualität Spannungen durch alte Geschichten

Mir begegnet derzeit einiges angestrengtes, altes an Mustern, die nicht von mir sind, mich aber trotzdem lange begleitet haben. Ich träume viel von alten Sachen, die mich sehr belastet haben und im Traum immer noch quälen. Jede Nacht ein anderes Thema. Und tagsüber viele Menschen, die so angespannt und aggressiv sind, das ich sofort flüchte, wenn es möglich ist. Und dazwischen wunderbare Stunden draußen in dieser winterklaren Luft im Bergischen Land beim Spaziergang mit dem Hund oder mit den Pferden und meine Welt ist wieder bunt und herzlich von der Ehrlichkeit der Tiere um mich herum. Auch sie zeigen ihre Ängste, lassen sich aber meist überzeugen, einen Schritt näher oder weiter an die Angst zu gehen, um zu verstehen, da ist ja gar nichts mehr, wovor ich mich fürchten muß. Meine Lehrer, sie lehren mich Mut, die Vergangenheit , was gewesen ist, abzulegen und weiterzugehen.


Fotoquelle unbekannt

Donnerstag, 22. Februar 2018

Studieren heute, durchhalten auch wenn Du merkst, das Du auf dem falschen Dampfer bist?

Ich habe im Moment sehr viel mit Studentinnen zu tun. Die eine möchte Lehrerin werden, die andere Psychologin, die Dritte Juristin. Alle Drei kluge Köpfe und doch zweifeln sie jetzt schon, nach 3 bis 5 Jahren Studium, ob sie beruflich den richtigen Weg gehen werden. Bereits während dieser endlosen Auswendiglernerei für die Klausuren kotzt sie der Stoff an, den sie da lernen sollen, weil ihre Intuition ihnen sagt, das sie diesen "Scheiß" später nicht brauchen werden. Und überhaupt, mit wem werden sie es mal zu tun bekommen, wenn sie fertig sind mit ihrem Studium, das sie mit so viel Idealismus begonnen haben? Die Drei haben schon ein wenig Praxis gemacht und stellten fest, das diese Praxis leider fast gar nichts mit dem zu tun hat, was sie als Berufsbild vor Augen haben. Gestern hatte ich so eine Art Supervision mit der Jüngsten von allen. Das Argument, ich hab doch jetzt schon die Hälfte geschafft, und meine Eltern werden mir den Kopf abreissen, sind für mich nicht die überzeugendsten Argumente für eine lebenslange Arbeit, der sie ja wahrscheinlich mindestens bis zum 67. Lebensjahr den Hauptanteil ihrer Lebenszeit widmen. Und ich sehe ganz andere Talente in dieser jungen Frau, die ihr aber nicht gewinnbringend genug erscheinen für einen Berufsstand. Du weißt meistens mit 20 noch nicht, was Du für Talente hast, und hast keine Ahnung davon, wie lang so ein Leben sein kann und wie zermürbend, wenn Du jeden Tag einen verhassten Beruf machst, bei dem Du vielleicht leidlich Geld verdienst, aber leider krank wirst.

Natürlich verstehe ich die Eltern, die viel Geld in die Ausbildung ihrer Kinder stecken, aber umso wichtiger ist auch hier ein klärendes Gespräch vor dem Studium. Oder mit Jemandem reden, der diesen Beruf schon seit einigen Jahren ausübt. Also eine Supervision mit jemandem Neutralen vielleicht, damit die Kinder kein schlechtes Gewissen haben, weil sie ihren Eltern jetzt so lange auf der Tasche gelegen haben und das auch bei jeder Gelegenheit zu hören bekommen und trotzdem nicht dieses Studium weitermachen wollen. Sie haben bereits erkannt, das sie eine völlig falsche Berufsvorstellung hatten, oder das Gehalt der einzige Grund für diesen Berufsweg war.

Sonntag, 18. Februar 2018

Loslassen?

Der spirituelle Einheitsbrei Lieblingsspruch heißt "Du musst loslassen"

Und dann schauen die fünfundzwanzigjährigen oder auch dreißigjährigen was sie denn genau loslassen sollen. Andreas Krüger aus Berlin hat vor kurzem sehr treffend gesagt, man kann nix loslassen, wenn da noch gar nix ist. Die meisten Suchenden sind möglicherweise noch so jung und lebensunerfahren, das sie noch gar nix zum loslassen angesammelt haben. Erst wenn man sich wirklich gut kennengelernt und ansatzweise seine Muster durchschaut hat, kann man entscheiden, was denn da loszulassen wäre. Und das braucht ein paar Jahrzehnte Lebenserfahrung.

Samstag, 17. Februar 2018

Des Menschen Seele gleicht dem Wasser

Des Menschen Seele

Gleicht dem Wasser:

Vom Himmel kommt es,

Zum Himmel steigt es,

Und wieder nieder

Zur Erde muß es,

Ewig wechselnd.

Strömt von der hohen,

Steilen Felswand

Der reine Strahl,

Dann stäubt er lieblich

In Wolkenwellen

Zum glatten Fels,

Und leicht empfangen

Wallt er verschleiernd,

Leisrauschend

Zur Tiefe nieder.

Ragen Klippen

Dem Sturz entgegen,

Schäumt er unmutig

Stufenweise

Zum Abgrund.

Im flachen Bette

Schleicht er das Wiesental hin,

Und in dem glatten See

Weiden ihr Antlitz

Alle Gestirne.

Wind ist der Welle

Lieblicher Buhler;

Wind mischt vom Grund aus

Schäumende Wogen.

Seele des Menschen,

Wie gleichst du dem Wasser!

Schicksal des Menschen,

Wie gleichst du dem Wind!


Johann Wolfgang von Goethe

Samstag, 10. Februar 2018

Journalismus und Meinungsfreiheit in Deutschland gehen getrennte Wege Gabor Steingart

Das, wovon ich seit Tagen hier schreibe, bekommt gerade wieder ein aktuelles Gesicht. Das Zugpferd des Handelsblatt Gabor Steingart hat es sich gewagt in einer Kolumne kritisch über den Egotripp von Martin Schulz zu schreiben. Ein sehr wahrer Artikel. Doch das Handelsblatt trennt sich aufgrund dieses Artikels vom besten Pferd im Stall, das sich gewagt hat die Einheitsbrühe des Mainstreams ein klein wenig zu unterbrechen.
http://www.handelsblatt.com/meinung/morningbriefing/morning-briefing-7-februar-der-perfekte-mord/20935060.html

Für die Wahrheit wirst Du geschasst. Kapiert? Ich bin gespannt, wann auch er anfängt für die alternativen Medien zu schreiben. Der Zulauf wird größer und größer.

Freitag, 9. Februar 2018

Jetzt ist die Zeit

Wach werden

Vielleicht ist alles nur
eine Frage des Erwachens.
Wir haben uns mit dem Schlaf abgefunden.
Kafka hat uns schon vor hundert Jahren gesagt,
dass wir nicht Bösewichte, sondern Schlafwandler seien.
Die Musik der Harmlosigkeit hat uns eingeschläfert.
Wir haben viele Schlaftabletten genommen,
von der entmündigenden Religion bis zur nicht integrierten Politik,
vom schlauen Gerede bis zum dummen Getue.
Mit geschlossenen Augen schleichen wir am Abgrund entlang
und wollen die wahre Stimme unseres Herzens nicht hören.
Auf dem Rücken unseres Schlafes
tummelt sich das Unheil der Welt.
An unserem Schnarchen stirbt die Hälfte der Menschen.
Neues zu wagen heißt,
aus dem schrecklichen Schlaf zu erwachen.
Wir brauchen den heilsamen Schreck,
der uns die Augen öffnet,
und sie uns nicht mehr schließen lässt.
Ganz gleich wie wir uns absichern,
herzhaftes, erfülltes Leben bleibt immer ein Wagnis.

by Ulrich Schaffer



Montag, 5. Februar 2018

Gehirnwäsche und Redeverbot

Heute ist wieder so ein Tag, an dem es mir echt stinkt, das man nicht mehr die Wahrheit sagen oder schreiben darf, ohne in der Luft zerrissen zu werden. Wir nähern uns dem Faschismus mit Riesenschritten, merkt das mal jemand. Unter Hitler gab es das und jetzt wird es wieder angewandt. Zensur. Wo Du hinschaust. Verhaftungen und Hausdurchsuchungen, wenn man das Falsche schreibt oder ausspricht oder singt. Wehe Du wagst Dich zu weit hinaus, dann kannst Du aber mal was erleben. Pfui Teufel.

Freitag, 2. Februar 2018

Ich bin zu anders


Du liebst es Dir Beziehungsdramen zu kreiren

Dich in Sorgen zu verlieren,

Deine Wehwehchen zu pflegen und zu hegen,

über andere aufzuregen.

Sagst über mich, ich sei so still,

ich sei anders, weil ich vieles nicht so will,

wie die meisten, die Du kennst.

Nicht mit der Masse rennst,

Ich hab all das auch versucht

hab es aber bald verflucht,

weil der Frust der davon bleibt

mich runterzieht und nur aufreibt,

Bin doch lieber anders als die anderen

mag auf meinen Pfaden wandern

Bin nicht besser sondern anders nur

fühl mich gut auf meiner Spur.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Den nahenden Frühling spüren und hören

Überall sind schon Schneeglöckchen und Krokusse zu sehen, die Haselnußsträucher haben alle schon ihre neuen Triebe ausgestreckt und gestern Mittag zogen die ersten Gänse über das Land. Der Frühling kündigt sich an mit neuem Licht und der Energie des Wachsens an. Ich freue mich schon auch wenn es zunächst noch einmal Kälte und Schnee durchs Land zieht. Gestern war ich bei denkbar scheußlichem Wetter 3 Stunden bei den Pferden. Nirgends ist es mir so egal, wie das Wetter ist, ob ich nass werde oder ob ich stundenlang Heunetze füllen muss, die Energie der Pferde tut mir gut. Ich freue mich jetzt schon auf das Frühjahr, den Beginn der Weidesaison und auf die entsprechend glücklichen Pferde, wenn sie wieder Tag und Nacht draußen sein dürfen und die ausgeglichensten Wesen unter der Sonne sind.

Ich feiere heute das neue Licht.

Mittwoch, 31. Januar 2018

Alte Verhaltensmuster

Kennst Du das, wenn Du plötzlich feststellst, das Du ein ganz altes Muster in Dir trägst, aus Deiner frühesten Kindheit und Du Dir selber auf die Schliche kommst, warum Du das tust? Aus alter Gewohnheit, weil es so tief in Dir verankert ist, das Du es gar nicht merkst, wenn Du so handelst. Eines der Pferde, die ich jetzt betreue, hat mir geholfen, mich selber zu reflektieren und es zu erkennen. Man sagt nicht umsonst, Pferde spiegeln die Seele des Menschen, der mit ihnen umgeht. Danke Lou.

Freitag, 26. Januar 2018

Sexuelle Nötigung am Arbeitsplatz, nix neues oder?

Welche berufstätige junge Frau hat noch keinen übergriffigen Vorgesetzten erlebt? Egal in welchem Job Du bist, ob in der Vorstandsetage oder als Verkäuferin. Ob Schauspielerin oder Journalistin
. Hast Du Männer an den Machthebeln sitzen, wird es immer mindestens einen geben, der versucht, von Dir "Gefälligkeiten" zu erpressen. Das ist im normalen Leben so und auch in Hollywood oder hier in Deutschland, siehe jüngstes Beispiel Wedel. Die meisten Männer können froh sein, das die Frauen sie noch nicht an den Pranger gestellt haben. Das Blatt scheint sich ja gerade zu wenden, zumindest stellenweise.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Avalon

Vor endlos langer Zeit ,viel zu lange her,
Auf einer Insel, ich liebte sie sehr.
Als auf unsren Armen die Schlangen waren
und wir die Kinder der Göttin gebaren,
als der Apfelbaum meinen Namen rief
und das kleine volk in den Hügeln schlief,
hielt Zwiesprache ich mit jedem Baum
und durft an Beltane ins Feenreich schaun.
Und als das Band riss, das alles verband
und Avalon in den Nebeln versank
als ich die Frucht der Göttin aß
und alt sehr alt unter der eiche saß.
da schlief ich Wahrheit träumend ein,
und der ruf der Göttin holte mich heim
Nach endlos langer Zeit wiedergeboren
in eine Zeit, die den Glauben verloren
da jeder hofft, daß alles besser werde
schickt die Göttin die Töchter zurück auf die Erde.
Wir ALLE werden uns wiederfinden
der alte Zauber , er wird uns binden
Ich erkenne dich jetzt in allem hier
in jeder Frucht, jedem Baum, jeden Tier
ich sehe die Frucht am Apfelbaum
und werd an Beltane ins Feenreich schaun
Uralter Geliebter, ich wer5d dich erkennen
bei Deinen Namen werd ich dich nennen
Nach endlosen Suchen werd ich Dich finden
dann werden wir beide das Feuer entzünden
Liebe wird das Elend besiegen
ich werde in deinen Armen liegen
wir werden in jener herrlichen Nacht
wieder zu göttlichen Wesen gemacht

Verfasserin unbekannt

Samstag, 20. Januar 2018

Blodeuwedd

BLODEUWEDD

Walisische jungfäuliche Göttin des Frühlings,die ganz aus Blütenknospen bestand…
HANES BLODEUWEDD

Nicht von Vater, noch von Mutter.
War mein Blut,war mein Körper.
Ich war verzaubert von Gwydion,
Dem ersten Magier der Briten,
Als er mich aus neun Blüten schuf,
Neun Knospen verschiedener Art :
Aus der Primel der Berge ,
Besenginster, Mädesüß und Kornrade,
Miteinander verflochten,
Aus der Bohne , die in ihrem Schatten
Ein Heer von weißen Geistern birgt
Aus der Erde von irdischer Art ,
Aus Blüten von Nessel,
Eiche , Stechapfel und der scheuen Kastanie -
Neun Kräfte von neun Blumen,
Neun Kräfte in mir vereint,
Neun Knospen von Pflanze und Baum .
Lang und weiß sind meine Finger
Wie die neunte Welle der See.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Der Hirschkönig


Sag ihnen was der Wind den großen Steinen sagt,
was das Meer den hohen Bergen sagt,
sag ihnen, dass eine unendliche Liebe das Universum seit Urzeiten durchdringt,
sag ihnen, dass er nicht ist, was sie glauben,
sondern ein lieblicher Wein ist, den man trinkt,
ein gemeinsames Mahl, in welchem jeder gibt und empfängt.
Sag ihnen, dass er der Flötenspieler im Mondlicht um Mitternacht ist;
Er springt über Bäche und heilige Quellen.
Erzähle ihnen über sein unschuldiges, grünes Gesicht,
über sein Licht, Schatten und Gelächter.
Sag ihnen, dass er dein Raum und deine Nacht ist,
deine Wund und deine Freude, dein Feind und dein Freund.
Aber sag ihnen auch, dass er nicht so ist wie du ihn beschreibst,
und dass du ihn eigentlich gar nicht kennst.

Quelle: Marie-Pierre, französische Nonne




Gerade recherchiere ich in der keltischen Mythologie












Samstag, 13. Januar 2018

Falsche Scham , die Sache mit den Wechseljahren

Ich bin erstaunt, wie verschämt die Frauen immer noch mit den Wechseljahren umgehen. Allerdings kann ich mir denken, das sie aufgrund des betriebenen Schönheits- und Jugendideals was so erfolgreich betrieben wird, sich nicht damit auseinander setzen möchten, das sie Wechseljahrsbeschwerden haben.

Und manche Frauenärzte unterstützen das und behaupten, das man als Frau vor 50 nicht in die Wechseljahre kommt. Es ist unglaublich was da für eine mangelnde Aufklärung herrscht.

Das Hormonsystem ist so kompliziert und umfangreich und gerät ziemlich leicht aus dem Gleichgewicht. Das wissen wir alle bereits, seit dem wir in der Pubertät waren. Und das Gleiche geschieht nur in umgekehrter Reihenfolge aber oft genau so dramatisch, wenn sich die Hormone wieder aus dem Körper verabschieden und wir uns dem letzten Drittel des Lebens nähern.

Die einen greifen dann nach jedem Strohhalm, sprich künstliche Hormone und nehmen klaglos hin, das sie sich eine Menge von wirklich schlimmen Nebenwirkungen anzüchten und die anderen gehen den mühsameren Weg auf der pflanzlichen Schiene, um Linderung für Schweißausbrüche, starke Stimmungsschwankungen, Kraftlosigkeit und unregelmäßigen Blutungen zu finden.

Ich habe ja bereits vor Jahren eine Blog und eine Facebook Seite mit dem Namen Wechselhafte Zeiten begonnen, der diese Themen offen bespricht. Und wunderte mich, wieso ich so wenig offenen Austausch gefunden habe. Jetzt habe ich festgestellt, das viele Frauen sich lieber ganz im geheimen, als geschlossene Gruppe über dieses Thema austauschen.

Das hat mir wieder gezeigt, das ich nicht von mir und meiner Einstellung ausgehen darf, sondern eben erleben und lernen darf, das es sich bei den Wechseljahren immer noch um ein Thema dreht, was man möglichst anonym bespricht.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Angekommen

Wenn Du etwas gefunden hast, für das Dir keine Minute Zuviel ist

was Dich glücklich macht, egal wie schlecht das Wetter ist,

Dir ein stetiges Glücksgefühl vermittelt,

Dir Deine Zeit aufs Schönste ausfüllt,

dann bist Du endlich angekommen.

Dienstag, 2. Januar 2018

Gedanken zu 2018

„Wir werden nicht die innere Kraft finden, uns auf eine höhere Ebene zu entwickeln, wenn wir nicht innerlich dieses tiefe Gefühl entwickeln, dass es etwas Höheres gibt als wir selbst.“
„Die heutige Politik und politische Aktivität behandeln Menschen wie Bauern. Mehr als je zuvor werden Versuche unternommen, Menschen wie Zahnräder in einem Rad zu benutzen. Menschen werden wie Puppen an einer Schnur gezogen, und jeder wird denken, dass dies den größten vorstellbaren Fortschritt widerspiegelt.“
„In der prähistorischen Zeit waren die Tempel des Geistes äußerlich sichtbar, aber heute, weil unser Leben so geistlos geworden ist, bestehen sie nicht mehr, wo wir sie mit unseren physischen Augen sehen könnten. Doch geistig sind sie immer noch überall, und wer will, kann sie finden.“
„Wir müssen uns vor respektlosen, herabsetzenden und kritisierenden Gedanken schützen. Wir müssen versuchen, Ehrfurcht und Hingabe in unserem Denken zu allen Zeiten zu üben.“
„Nur der Mensch darf ohne Rhythmus leben, damit er frei werden kann. Er muss jedoch selbst wieder Rhythmus in das Chaos bringen.“

Rudolf Steiner

Montag, 1. Januar 2018

Mein Hund wird langsam alt

Das war das erste Silvester, wirklich denkwürdig, an dem ich keinen zitternden Hund auf meinem Schoß sitzen hatte, der sich kaum beruhigen ließ.

Erstens hört er aufgrund seines Alters nicht mehr so gut und zweitens wurde bei uns in der Straße gar kein Feuerwerk gemacht und auch in der näheren Umgebung ging es so friedlich und ruhig zu, das wir Beide das neue Jahr tatsächlich verschlafen haben und erst durch das Piepen der diversen Nachrichten auf dem Handy wieder wach geworden sind. Also besser gesagt ich, der Hund hat einfach alles verschlafen. Wunderbar. Ein ruhiger Eintritt in das neue Jahr. So mag ich das.

Wir wünschen allen Besuchern dieses Blogs ein ruhiges und entspanntes Jahr 2018