Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Donnerstag, 22. Februar 2018

Studieren heute, durchhalten auch wenn Du merkst, das Du auf dem falschen Dampfer bist?

Ich habe im Moment sehr viel mit Studentinnen zu tun. Die eine möchte Lehrerin werden, die andere Psychologin, die Dritte Juristin. Alle Drei kluge Köpfe und doch zweifeln sie jetzt schon, nach 3 bis 5 Jahren Studium, ob sie beruflich den richtigen Weg gehen werden. Bereits während dieser endlosen Auswendiglernerei für die Klausuren kotzt sie der Stoff an, den sie da lernen sollen, weil ihre Intuition ihnen sagt, das sie diesen "Scheiß" später nicht brauchen werden. Und überhaupt, mit wem werden sie es mal zu tun bekommen, wenn sie fertig sind mit ihrem Studium, das sie mit so viel Idealismus begonnen haben? Die Drei haben schon ein wenig Praxis gemacht und stellten fest, das diese Praxis leider fast gar nichts mit dem zu tun hat, was sie als Berufsbild vor Augen haben. Gestern hatte ich so eine Art Supervision mit der Jüngsten von allen. Das Argument, ich hab doch jetzt schon die Hälfte geschafft, und meine Eltern werden mir den Kopf abreissen, sind für mich nicht die überzeugendsten Argumente für eine lebenslange Arbeit, der sie ja wahrscheinlich mindestens bis zum 67. Lebensjahr den Hauptanteil ihrer Lebenszeit widmen. Und ich sehe ganz andere Talente in dieser jungen Frau, die ihr aber nicht gewinnbringend genug erscheinen für einen Berufsstand. Du weißt meistens mit 20 noch nicht, was Du für Talente hast, und hast keine Ahnung davon, wie lang so ein Leben sein kann und wie zermürbend, wenn Du jeden Tag einen verhassten Beruf machst, bei dem Du vielleicht leidlich Geld verdienst, aber leider krank wirst.

Natürlich verstehe ich die Eltern, die viel Geld in die Ausbildung ihrer Kinder stecken, aber umso wichtiger ist auch hier ein klärendes Gespräch vor dem Studium. Oder mit Jemandem reden, der diesen Beruf schon seit einigen Jahren ausübt. Also eine Supervision mit jemandem Neutralen vielleicht, damit die Kinder kein schlechtes Gewissen haben, weil sie ihren Eltern jetzt so lange auf der Tasche gelegen haben und das auch bei jeder Gelegenheit zu hören bekommen und trotzdem nicht dieses Studium weitermachen wollen. Sie haben bereits erkannt, das sie eine völlig falsche Berufsvorstellung hatten, oder das Gehalt der einzige Grund für diesen Berufsweg war.

Sonntag, 18. Februar 2018

Loslassen?

Der spirituelle Einheitsbrei Lieblingsspruch heißt "Du musst loslassen"

Und dann schauen die fünfundzwanzigjährigen oder auch dreißigjährigen was sie denn genau loslassen sollen. Andreas Krüger aus Berlin hat vor kurzem sehr treffend gesagt, man kann nix loslassen, wenn da noch gar nix ist. Die meisten Suchenden sind möglicherweise noch so jung und lebensunerfahren, das sie noch gar nix zum loslassen angesammelt haben. Erst wenn man sich wirklich gut kennengelernt und ansatzweise seine Muster durchschaut hat, kann man entscheiden, was denn da loszulassen wäre. Und das braucht ein paar Jahrzehnte Lebenserfahrung.

Samstag, 17. Februar 2018

Des Menschen Seele gleicht dem Wasser

Des Menschen Seele

Gleicht dem Wasser:

Vom Himmel kommt es,

Zum Himmel steigt es,

Und wieder nieder

Zur Erde muß es,

Ewig wechselnd.

Strömt von der hohen,

Steilen Felswand

Der reine Strahl,

Dann stäubt er lieblich

In Wolkenwellen

Zum glatten Fels,

Und leicht empfangen

Wallt er verschleiernd,

Leisrauschend

Zur Tiefe nieder.

Ragen Klippen

Dem Sturz entgegen,

Schäumt er unmutig

Stufenweise

Zum Abgrund.

Im flachen Bette

Schleicht er das Wiesental hin,

Und in dem glatten See

Weiden ihr Antlitz

Alle Gestirne.

Wind ist der Welle

Lieblicher Buhler;

Wind mischt vom Grund aus

Schäumende Wogen.

Seele des Menschen,

Wie gleichst du dem Wasser!

Schicksal des Menschen,

Wie gleichst du dem Wind!


Johann Wolfgang von Goethe

Samstag, 10. Februar 2018

Journalismus und Meinungsfreiheit in Deutschland gehen getrennte Wege Gabor Steingart

Das, wovon ich seit Tagen hier schreibe, bekommt gerade wieder ein aktuelles Gesicht. Das Zugpferd des Handelsblatt Gabor Steingart hat es sich gewagt in einer Kolumne kritisch über den Egotripp von Martin Schulz zu schreiben. Ein sehr wahrer Artikel. Doch das Handelsblatt trennt sich aufgrund dieses Artikels vom besten Pferd im Stall, das sich gewagt hat die Einheitsbrühe des Mainstreams ein klein wenig zu unterbrechen.
http://www.handelsblatt.com/meinung/morningbriefing/morning-briefing-7-februar-der-perfekte-mord/20935060.html

Für die Wahrheit wirst Du geschasst. Kapiert? Ich bin gespannt, wann auch er anfängt für die alternativen Medien zu schreiben. Der Zulauf wird größer und größer.

Freitag, 9. Februar 2018

Jetzt ist die Zeit

Wach werden

Vielleicht ist alles nur
eine Frage des Erwachens.
Wir haben uns mit dem Schlaf abgefunden.
Kafka hat uns schon vor hundert Jahren gesagt,
dass wir nicht Bösewichte, sondern Schlafwandler seien.
Die Musik der Harmlosigkeit hat uns eingeschläfert.
Wir haben viele Schlaftabletten genommen,
von der entmündigenden Religion bis zur nicht integrierten Politik,
vom schlauen Gerede bis zum dummen Getue.
Mit geschlossenen Augen schleichen wir am Abgrund entlang
und wollen die wahre Stimme unseres Herzens nicht hören.
Auf dem Rücken unseres Schlafes
tummelt sich das Unheil der Welt.
An unserem Schnarchen stirbt die Hälfte der Menschen.
Neues zu wagen heißt,
aus dem schrecklichen Schlaf zu erwachen.
Wir brauchen den heilsamen Schreck,
der uns die Augen öffnet,
und sie uns nicht mehr schließen lässt.
Ganz gleich wie wir uns absichern,
herzhaftes, erfülltes Leben bleibt immer ein Wagnis.

by Ulrich Schaffer



Montag, 5. Februar 2018

Gehirnwäsche und Redeverbot

Heute ist wieder so ein Tag, an dem es mir echt stinkt, das man nicht mehr die Wahrheit sagen oder schreiben darf, ohne in der Luft zerrissen zu werden. Wir nähern uns dem Faschismus mit Riesenschritten, merkt das mal jemand. Unter Hitler gab es das und jetzt wird es wieder angewandt. Zensur. Wo Du hinschaust. Verhaftungen und Hausdurchsuchungen, wenn man das Falsche schreibt oder ausspricht oder singt. Wehe Du wagst Dich zu weit hinaus, dann kannst Du aber mal was erleben. Pfui Teufel.

Freitag, 2. Februar 2018

Ich bin zu anders


Du liebst es Dir Beziehungsdramen zu kreiren

Dich in Sorgen zu verlieren,

Deine Wehwehchen zu pflegen und zu hegen,

über andere aufzuregen.

Sagst über mich, ich sei so still,

ich sei anders, weil ich vieles nicht so will,

wie die meisten, die Du kennst.

Nicht mit der Masse rennst,

Ich hab all das auch versucht

hab es aber bald verflucht,

weil der Frust der davon bleibt

mich runterzieht und nur aufreibt,

Bin doch lieber anders als die anderen

mag auf meinen Pfaden wandern

Bin nicht besser sondern anders nur

fühl mich gut auf meiner Spur.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Den nahenden Frühling spüren und hören

Überall sind schon Schneeglöckchen und Krokusse zu sehen, die Haselnußsträucher haben alle schon ihre neuen Triebe ausgestreckt und gestern Mittag zogen die ersten Gänse über das Land. Der Frühling kündigt sich an mit neuem Licht und der Energie des Wachsens an. Ich freue mich schon auch wenn es zunächst noch einmal Kälte und Schnee durchs Land zieht. Gestern war ich bei denkbar scheußlichem Wetter 3 Stunden bei den Pferden. Nirgends ist es mir so egal, wie das Wetter ist, ob ich nass werde oder ob ich stundenlang Heunetze füllen muss, die Energie der Pferde tut mir gut. Ich freue mich jetzt schon auf das Frühjahr, den Beginn der Weidesaison und auf die entsprechend glücklichen Pferde, wenn sie wieder Tag und Nacht draußen sein dürfen und die ausgeglichensten Wesen unter der Sonne sind.

Ich feiere heute das neue Licht.