Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Mittwoch, 4. April 2018

Ein bisschen erschrocken

Heute war ich wirklich schockiert. Mit der Besitzerin meiner beiden Pflegepferde beginnen wir jetzt die Pferde für die bevorstehende Weidesaison vorzubereiten.

Man muß sie langsam, im steigenden 10 Minuten Takt an das frische Gras gewöhnen und zwar am Strick.

Wir holten die beiden Pferde heute Vormittag vom Paddock, wo sie tagsüber gemeinsam mit der ganzen Pferdeherde stehen und beide Pferde laufen vor der Besitzerin davon und kommen zu mir. Selbst die Stute, die normalerweise immer ihre Besitzerin vorgezogen hat, kam zu mir. Ich war fassungslos. Was ist da bloß passiert? Pferde verraten ihre Herde nicht und schon mal gar nicht die Menschen, die sie lieben und denen sie vertrauen. Ich war immer die Nummer 2 und habe das klaglos hingenommen, weil ich weiß, wie Pferde ticken. Und jetzt das. Was ist da passiert? Die Besitzerin war in letzter Zeit öfter ungerecht zu den Pferden, weil sie Stress hatte und die Pferde übertrieben gestraft hatte, weil sie sich nicht so verhielten, wie sie sollten.

Pferde machen den Besitzer immer darauf aufmerksam, wenn sie Stress haben, denn dann haben auch die Pferde Stress.

Dadurch, das ich meine Tage und Wochen jetzt bereits seit 3 Jahren nur so einteile, wie ich es möchte, bin ich ausgeglichen. Und das zeigen mir die Beiden. Und auch wenn es mir leid tut, das sich das Blatt so gewendet hat, bin ich froh, den Beiden das zu geben, was sie sich wünschen. Eine ruhige Hand und ein ruhiges Wesen.

Was wäre ich ohne Pferde als mein Spiegel? Auf jeden Fall um einiges ärmer an Freude.


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