Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Montag, 7. Mai 2018

Das Spiel der Religionen und Politiker

Wenn Du für uns bist, bist Du automatisch gegen die Anderen.

So läuft es überall ab, im Großen, wie im Kleinen. Gute Frauen, böse Männer. Gute Moslems, böse Christen. Böse Nazis, gute Linke. Gute Veganer, böse Fleischesser.

Und zu welcher Gruppe darf ich Dich zählen? Wo darf ich bei Dir mein Häckchen machen?

Sich einordnen zu lassen, ist ein altes Spiel, was man als Kind schon lernt. Mit dem darfst Du nicht spielen, das ist pfui , das sagt man nicht, das tut man nicht.

Als ich zur Schule ging, gab es zwei getrennte Schulhöfe. Ursächlich wurden hier die Evangelischen und Katholischen strikt getrennt. Das war zur Zeit meiner Eltern so. Bei uns waren es erst die Jungen und die Mädchen. Später war es dann nicht mehr, weil wir alle in eine Klasse gingen. Du lernst von Kind an, einer bestimmten Gruppe anzugehören. Und wirst auch so eingeschätzt, dafür verurteilt, dafür gelobt.

Frei bist Du erst, wenn es Dir echt egal ist, was andere von Dir halten, und es Dir auch egal ist, wo sich Dein Gegenüber gerade einordnet, wenn er sich offensichtlich einordnen möchte. Die Trennung untereinander ist gewollt und wurde immer schon ausgenutzt, um Kriege anzuzetteln und Macht zu haben. Mehr ist es nicht.


Kommentare:

seelenruhig hat gesagt…

Sehr schwarz-weiß... so war es oft --- so ist es immer noch sehr oft. Aber wir selber können ja versuchen zu differenzieren.
liebe Grüße von Ellen

Anita hat gesagt…

Unbedingt, denn die Wahrheit liegt ja irgendwo dazwischen. liebe Grüsse zurück Anita