Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Samstag, 23. Juni 2018

Stationen

Und wieder eine neue Lebensstation. In meiner neuen Wohnung hab ich mich ziemlich schnell zu Hause gefühlt. Jetzt habe ich schon 4 Nächte dort geschlafen und selbst mein Hund, der ja schon ein echter Senior ist, und nächste Woche seinen 13 Geburtstag feiert, hat sich sehr schnell eingelebt und fühlt sich wohl.

Wie still es hier ist, und auch wieder nicht. So viel Vogelgezwitscher und Betriebsamkeit von allen Bewohnern des Waldes rund um mich herum. Hier kommen einen sogar die Libellen zu Hause besuchen. Meine Vermieterin hat gesagt, das sogar die Rehe übers Grundstück laufen. Ich bin mal gespannt, wann und ob ich mal eines zu sehen bekomme.

Wenn ich aus dem Fenster schaue, ist alles grün und riesige Hortensienbüsche hat es vor den Fenstern. Eigene Blumen brauche ich hier tatsächlich nicht. Es sind reichlich genug davon vorm Haus. Ich kann es irgendwie noch gar nicht richtig fassen. Ich bin mal gespannt, wie das Leben hier so wird. Auf jeden Fall kann ich jetzt endlich wieder entspannen. Aber mein Kopf hat es noch nicht so richtig gerafft. Ich glaube, es braucht noch ein bisschen Zeit.

Dienstag, 12. Juni 2018

Land unter

Diesmal hat es kurz hintereinander unsere Ecke mit sinnflutartigen Regenfällen erwischt. Fast jeder hat Wasser im Keller. Mein neuer Heimatort stand am Wochenende komplett unter Wasser und hatte dicke Schlammschichten auf den Straßen und viele Häuser und Geschäfte haben ordentlich was abbekommen. Ich hab meine Wohnung schon unter Wasser gesehen in meiner Vorstellung. Doch zum Glück ist da alles gut gegangen. Ich war noch nie so gestresst wegen eines Umzugs. Irgendwie läuft zwar alles gut, aber je älter ich werde, umso mehr Panik überkommt mich, wenn ich größere Veränderungen auf dem Plan habe. Leider erblich bedingt. Bei anderen bin ich immer die jenige, die Ruhe verbreitet und alle besänftigt, nur bei mir selber klappt es nicht. Schade. Dafür bin ich aber im Bett umso leichter in der Tiefenentspannung. Wahrscheinlich weil ich hundemüde bin. Wie auch immer. Veränderungen kosten Kraft. Und ich hab schon schöne Dinge im Kopf, die nach diesem Kraftakt an der Reihe sind. Also weiter im Text. Ich hoffe, das der Internetanschluß im neuen Haus funktioniert.


Bis hoffentlich bald, dann hab ich auch wieder Zeit für den hier. Darauf freue ich mich schon sehr.

Montag, 11. Juni 2018

Zvilisation

Zivilisation wurde mir aufgedrängt..... und sie hat kein bisschen für meine Liebe zur Wahrheit, Ehrlichkeit und Großzügigkeit beigetragen Zitat Sioux

Freitag, 8. Juni 2018

Das Heimatgefühl

Gerade bin ich beim Einpacken für meinen bevorstehenden Umzug. Und da hab ich mir natürlich das kostenlose Exemplar der unaussprechlichen Zeitung, was ich vor ein paar Tagen im Briefkasten hatte, geschnappt, um es der einzigen denkbaren und sinnvollen Verwertung zuzuführen, meine Gläser und Bilder darin einzupacken.

Natürlich sehe ich, worum es sich in dieser Ausgabe handelt, um den Begriff Heimat.

Als erstes, ich lasse mir meine Nationalität nicht schlecht reden und ich liebe Deutschland. Es ist wunderschön mit herrlicher Natur ausgestattet und mit Werten, die ich nach wie vor hochhalten möchte. Und ich bin dafür, das wir als Land geachtet werden, und vor allem brauchen wir nicht noch eine Religion, die menschenverachtend, vor allem frauenverachtend ist. Ich wäre eher dafür, das man alle Religionen abschafft, denn mit Heimat hat das nix zu tun, eher mit ewigem Krieg. Wir haben eine lange Tradition, die nicht erst mit dem zweiten Weltkrieg begonnen hat. Wir werden ja leider seit 70 Jahren ausschließlich daran gemessen und verachtet. Das alles aber nur, weil wir so sind, wie wir eben sind. Ein bisschen zu bieder und zu brav und auch mit einer gewissen Doppelmoral, was sollen denn die Nachbarn von uns denken, versehen. So genug von Deutschland. Es geht um ein Heimatgefühl.

Und ja Heimat ist dort, wo man sich wohlfühlt, wo es Dinge, Menschen, Tiere, Landschaften oder sonst was gibt, die mir Wohlgefühl und Wohlbehagen bereiten. Das kann überall auf der Welt sein. Das können Gerüche sein, aus der Kindheit, oder ein Lied, was man schon ewig im Kopf hat und plötzlich ist das Gefühl wieder da. Dieses Wohlbehagen, was man mit dieser Melodie verbindet. Es kann ein bestimmtes leckeres Gericht sein, was nur die Oma oder der Koch aus dem bestimmten Lokal genau so zubereiten kann.


Und gerade wenn man einen Wohnort verlässt und einem neuen entgegen strebt, so wie ich es gerade tue, nehme ich mir mit meinen Möbeln und Bildern und Büchern und Dekorationsgegenständen meine Heimat quasi an den neuen Ort mit. Der dann meine neue Heimat wird. Heimat soll nicht den Horizont erweitern, sondern Behaglichkeit in mir auslösen. Reisen erweitert den Horizont, aber das ist wieder ein anderes Thema

Mein Hund und auch dieser Platz ist für mich ein Heimatgefühl <3

Dienstag, 5. Juni 2018

Es riecht so gut dort draussen

Seit dem ich mich aus der Stadt entfernt habe und viel in der Natur eben sehr ländlich unterwegs bin, wird meine Nase überschwemmt mit den schönsten Düften.

Der Holunder, die Lindenblüten, der Jasmin, das frisch gemähte Heu, der Wald nach einer ordentlichen Schauer Regen, das sind Düfte, die kann kein Parfum ersetzen. Ich geniesse es, tief zu inhalieren, die Frische des Morgens vermischt mit diesen wunderbaren Gerüchen.

Dann gab es heute als unerwartetes Special, den Geruch eines Babies, mit dem ich im Friseursalon meiner Freundin über eine halbe Stunde in nahem Kontakt war. Die Tochter meiner Freundin war mit ihrem 4 Monate alten Sohn zu Besuch und musste mal schnell was einkaufen. Die Gelegenheit habe ich genutzt und mit dem Kleinen unterhaltsame Babyspiele gespielt. Er wollte am liebsten auf den Arm, weil er da am meisten sehen konnte. Er ist so ein süßes Wesen und auch ohne Sprache hat er mir erzählt, was er sich an Unterhaltung so wünscht.

Wir hatten viel Spaß während die Oma und die Tante arbeiten mussten, haben wir uns das alles angeschaut und uns kaputt gelacht. So lässt sich leben.