Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Mittwoch, 12. September 2018

Das Erinnerungsvermögen und wie ich mir selber zuschaue, wenn sich alte gespeicherte Sachen melden

Beim Reiten kann ich es sehr gut feststellen, was man mal verinnerlicht hat, egal ob richtig oder falsch, erscheint über kurz oder lang wieder auf dem Tapet.

Ich hatte fast immer sehr schreckhafte oder auch nervöse Pferde, die viel Vollblut hatten und entsprechend schnell reagierten sie auch auf unvorhergesehene Ereignisse. Und ich mit ihnen. Ein Rascheln im Gebüsch, ein bellender Hund haben meist ausgereicht, das sie zur Flucht ansetzten und ich musste zusehen, das ich sie wieder anhalten und lenkbar machen konnte. Oft genug haben sie mich auf der Flucht noch von ihrem Rücken runtergebuckelt. Genau aus dem Grund habe ich ja nun nach einem Pferd Ausschau gehalten, was ein ruhigeres Gemüt hat und nicht nervös über reagiert.

Nur mein Erinnerungsvermögen in Form von Reflexen, bei einem unerwarteten Geräusch oder einem auf uns zu rennenden , bellenden Hund sind noch die selben wie früher. Ich spanne mich an und bin auf das Schlimmste gefasst. Da ich ja jetzt Zeit hab, weil eben keine Flucht beginnt, habe ich auch die Zeit meinen Körper zu beobachten und zu erkennen, wie ich unterbewusst bereits reagiere. Das verunsichert auch mein Pferd, wenn ich mich plötzlich sehr energisch in den Sattel setze und die Beine fest an seinen Bauch klemme. Oder die Luft anhalte. Er stutzt. Ist da was?

Also muss ich jetzt meinem Gehirn was neues beibringen, meine Reflexe beobachten und sofort gegensteuern. Wer ist das eigentlich, der mich da beobachtet? Der meinen Gedanken und Bewegungen aufmerksam folgt, die aber von meinem Gehirn bereits mittels Befehl durchgeführt werden.

Genauso geht es mir manchmal mit meiner Abneigung gegen Menschen, oder auch um die Zuneigung zu diesen. Ich handle nach alten Glaubensmustern, ohne bewusst zu entscheiden. Und dann, seit einiger Zeit beobachte ich mich ganz bewusst dabei und pfeife mich innerlich zurück.

Aber aufgepasst, das was einmal abgespeichert ist, ist verdammt schnell vor Ort und es dauert einige Zeit, bis man bewusst gegensteuern kann.

Professor Hüther hat es mal mit einer Gießkanne verglichen. Das, was man immer wieder hört, was man immer wieder sagt wird wie mit einer Gießkanne gegossen und da wachsen dann im Hirn schnelle Wege, die sofort erreichbar sind, wenn man wieder in einer ähnlichen Situation ist. Also Vorsicht vor der eigenen Meinung und der eigenen Reaktion. Auch wenn sie schnell da ist und auch nach langer Zeit sich sofort wieder meldet, können sich da völlig andere Dinge abspielen, und Dein Hirn glaubt nur, das man jetzt nur genau so reagieren muß. Natürlich sind das Überlebensinstinkte aus den Anfängen der Menschheit, aber das heißt ja nicht, das heute zum Überleben doch andere Dinge angesagt sind ;)


Wie war das noch dieser Spruch, Das Gehirn ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.


Samstag, 8. September 2018

Mein Neuer ;)

Einer der mir richtig Freude macht und mit dem ich hoffentlich noch viele schöne Ausritte haben werden. Es wird von Mal zu Mal besser und unsere Verständigung macht gute Fortschritte.

Beim letzten Ausritt war er nachher so begeistert, das er gar nicht mehr nach Hause wollte und in alle möglichen Waldwege noch abbiegen wollte. Er war richtig albern und zum scherzen aufgelegt. Das hab ich so bei einem Pferd auch noch nicht erlebt.

Er sieht auf den ersten Blick der Stute, die ich bisher betreut habe ziemlich ähnlich und doch sind sie in allem völlig verschieden. Trotzdem musste ich doch, als ich das erste Mal zum Probereiten in den Stall kam, der direkt am Zuhause der Besitzer ist, ein wenig lächeln.

Ich hatte mir so intensiv vorgestellt auf dem Rücken eines braunen Pferdes mit schwarzer Mähne zu reiten, das ich prompt vom Leben genau ein solches Pferd geschickt bekam.




Donnerstag, 6. September 2018

Die vielen ersten Male in einem Leben

Heute morgen ist wieder so ein Moment und ich habe sie seit einiger Zeit wieder sehr oft.

Diese Augenblicke des ersten Mals. Nach einem Umzug, an einem neuen Wohnort finden sie ständig statt. Alles ist neu in der Wohnung, noch nicht vertraut. Die Umrisse der Wohnung, die Gerüche, die Geräusche des Hauses und der Umgebung.

Wie sich der Sommer in meiner jetzigen Wohnung anfühlt, wie er riecht und wie es morgens, wenn ich die Augen aufmache, vor meinem Schlafzimmerfenster aussieht, konnte ich jetzt wochenlang studieren. Jetzt kommt eine neue Phase, ich werde morgens wach, es ist noch nicht ganz hell, da wir jetzt immerhin schon im Monat September angekommen sind und in ein paar Tage lebe ich bereits 3 Monate hier. Die neue Erfahrung ist der Regen und der leichte nebelige Ausblick. Vom See her strömt der Nebel zwischen den Bäumen hoch, bis hin zu meinem Fenster und macht die Welt noch stiller, noch abgeschlossener von dem Leben, was oben an der Straße in Form von Autos am Weg vorbei strömt.

Die neuen Bilder hier, die unterschiedlichen Jahreszeiten, der Walnussbaum vor meiner Tür, der nun schon reichlich Nüsse abwirft, über die sich die Eichhörnchen und auch ich mich sehr freue. Das Laub, was nun schon langsam auf dem Weg immer mehr wird und an den nahen Herbst erinnert.

Ich liebe es, so nahe an der Natur, am Wandel der Jahreszeiten zu sein.

Die Nachbarsfrau, die offensichtlich eine große Liebe zu Naturwesen hat. Sie hat lauter kleine Lichtkristalle in einen kleinen Baum und in einen Strauch gehängt, und auch die Art, wie sie den Garten gestaltet, deutet sofort darauf hin, das sie dem kleinen Volk und den Wesen in der Natur sehr nahe sein möchte.

Dann gibt es noch die ältere, sehr feingliederige Dame um die Siebzig mit ihrem kleinen Hund. Sie hat lange Zeit in Düsseldorf eine Ballettschule geleitet und das Wesen der Tänzerin hat sich in ihrem ganzen Erscheinungsbild verinnerlicht. Wir unterhalten uns oft und gern, über alles mögliche, über unsere Hunde, über die Renovierung ihres Hauses und Gartens. Über das Weltgeschehen. Wir haben festgestellt, das wir eine sehr ähnliche Meinung zu all dem, was auf der Welt gerade geschieht, haben.

Und ein weiteres erstes Mal ist auch ein neues Pferd, was ich jetzt reite. Ja ich reite tatsächlich wieder. Vor 2 Jahren habe ich noch voller Überzeugung gesagt, das ich mich nicht wieder auf ein Pferd setzen möchte. Das die Zeit des Reitens vorbei sei. Aber das Leben hat gelacht und mir gezeigt, das ich es so sehr möchte, das es mir jetzt ein Pferd vorbei geschickt hat, was meinem vorsichtig gewordenen Verstand sagt, hier hast Du ein Pferd, was sehr freundlich und ruhig im Wesen ist. Reite mit ihm durch den Wald in aller Ruhe und Gemütlichkeit und geniesse es. Und ich habe es vor Kurzem das erste Mals getan. Sich auf ein fremdes Pferd zu setzen, bedeutet für mich, sich auf ein anderes Wesen völlig einzulassen.

Wir kennen uns nicht, wissen nicht, ob wir uns vertrauen können. Gestatten uns jedoch gegenseitig mit angehaltenem Atem, getragen zu werden, bzw. ein fremdes Wesen auf dem Rücken zu akzeptieren und zu tragen. Es ist von beiden Seiten ein Vertrauensvorschuß und hat viel damit zu tun, was wir bisher jeweils mit der anderen Spezies erlebt haben.

Jedem Anfang liegt ein Zauber inne und ich wünsche mir noch viele solcher Momente und meinen Lesern, falls sie auch die ersten Male lieben, ebenfalls.

Samstag, 1. September 2018

So eben geht es eben doch nicht

Ich werde mich also weiter entschleunigen und lernen, das es ein Unterschied ist, in einer Stadt oder eben lieber mitten in der Natur zu leben.

Schnelles Internet war gestern, zumindest hier bei mir, ist es erschreckend, auf welchem Stand der Technik man ausserhalb von Glasfaser ist. Okay, ich nehme es an, weil mich das Leben hier sowieso in vielem entschleunigt. Überleg Dir gut, ob Du auch alles eingekauft hast, ansonsten kannst Du Dich wieder ins Auto setzen und in den Ort fahren. Unter Umständen, weil Du sonst kein Brot hast, für Dein Frühstück. Ohne Auto, geht leider gar nicht hier.


Was aber eine echte Herausforderung ist, ist das vorher hier 17 Jahre eine Raucherin gewohnt hat, und die Wände das Nikotin leider ziemlich gut gespeichert haben. Wenn das nicht innerhalb einiger Zeit besser wird, weiß ich nicht, ob ich hier bleiben mag. Es ist einfach ekelhaft, dieses Gefühl von kaltem Rauch in einer ansonsten so guten Luft. Und ich habe mir schließlich nicht umsonst das Rauchen vor 3 Jahren abgewöhnt. Tatsächlich ziemlich auf den Tag genau. Und mein Magen reagiert mit Übelkeit auf diesen ekligen Geruch. Wie kann man nur in einer solchen Umgebung die Bude so dermaßen mit Nikotin vollqualmen? Ich hoffe, das dieser Geruch bald diese Wohnung verlässt.


Es sind eben doch ein paar Dinge nicht ganz so entspannt, wie ich dachte. Den Sommer habe ich hier ja wunderbar verbracht, es war immer noch kühler in meiner Wohnung, als sonst an irgend einem anderen Ort. Jetzt bin ich mal gespannt, was der kommende Winter für mich bereit hält.

Außerdem gibt es seit kurzem eine Veränderung in meinem Pferdeleben. Ich reite tatsächlich wieder. Das war wirklich nicht mein Plan, mich mit Ende 50 noch mal in den Sattel zu schwingen, nach über 20 Jahren. Aber das häufige Zusammensein mit Pferden und begeisterten Reiterinnen und Reitern hat in mir diesen Wunsch wieder so stark gemacht, das ich mich auf die Suche nach dem für mich richtigen Pferd gemacht habe. Und ich glaube, ich habe ihn gefunden. Er ist ein 12 jähriger Wallach mit dem Namen Chili und seines Zeichens ein Pferd, zu dem eher der Name "Chilly" passt. Bisher bin ich 3 Mal jeweils über eine Stunde mit ihm durch die Wälder geritten, und es fühlt sich einfach wunderbar an. Mit einem in sich ruhenden Pferd, was vom Temperament her nicht dazu neigt, plötzlich und ohne Vorwarnung abzuhauen, durch die Wälder zu streifen. Ein Traum. Das könnte ein wunderbarer Herbst werden, zu Pferd durch den Indian Summer zu reiten.


Was ich hier bei meinen Waldspaziergängen alles zu sehen bekomme, ist einfach wunderbar. Blindschleichen sind mir diesen Sommer mehrfach begegnet. Wunderschöne Tier in einem goldenen Farbton. Vor Kurzem mal wieder ein Eisvogel an der Wupper und unendlich viele Libellen in allen Farben. Ich liebe die Dragonflys. Rehe und Hirsche auf dem Pferd keine Seltenheit, weil sie die Pferde nicht zum Anlass nehmen, zu flüchten. Leider tun das die Wildschweine auch nicht. Diese Woche habe ich beim ausreiten eine ganze Rotte von Wildschweinen im Dickicht rumoren hören und mein Pferd natürlich auch. Doch Gott sei Dank, haben sie nicht unseren Weg gekreuzt und Chili ist für ein Pferd sehr entspannt geblieben. Den Göttern sei Dank.


Im Moment setze ich mich sehr oft mit der Endlichkeit meines Lebens auseinander und treffe auch überall auf Artikel, Bücher und auch auf Erlebnisse, die mich an meine begrenzte Lebenszeit erinnern. Verschiebe nichts mehr auf später, will mir diese Zeitqualität sagen, und ja liebes Leben, ich höre die Botschaft überdeutlich.


Samstag, 25. August 2018

Säen und ernten

Nun hebt das Jahr die Sense hoch
und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer sät, muss mähen.
Und wer mäht, muss säen.
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.

Gefunden bei newslichter

Sonntag, 19. August 2018

Zeit sich weiter zu verändern

Seit 2 Wochen rumort es in mir.
Geh weiter, wo es sich nach Veränderung anfühlt. Irgendwie hatte ich meine persönliche Timeline ein bisschen ausser Acht gelassen. Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich ewig leben.
Ich habe keine Ahnung wieso ich das oft nicht realisiere, das für manche Dinge die Zeit endlich ist, die ich noch auf meiner Wunschliste habe.
Und jetzt habe ich mich aufgerafft und bin aus meiner Never ending Summer Hängematte geklettert und gehe wieder ein Stückchen weiter. Nach dem Umzug habe ich mir tatsächlich 6 Wochen Sommerurlaub in meinem neuen Zuhause genehmigt. Das hat so gut getan.

Ich hoffe, ihr konntet dem Sommer auch so viel schönes abgewinnen, wie ich.
Dadurch das ich kaum Möglichkeiten hatte, meine Zeit im Internet zu vertun, bei dem schönen Wetter, hab ich mehr gelesen, war im Schwimmbad und konnte super entspannen und mir ein paar Gedanken machen, das als nächstes anstehen könnte.

Dienstag, 7. August 2018

Erschöpft und glücklich

Nach langer Zeit melde ich mich zurück auf meinem Blog. Das Internet läuft in meiner neuen Wohnung nicht rund und des gibt immer wieder mal ein Problem mit dem Service des Anbieters.
Aber dafür läuft es sonst umso besser. Gerade zurück vom MustangMakeOver Germany (Werbung) bin ich tief beeindruckt von allen Beteiligten
Egal ob Mensch ob Tier, alle haben ihr Bestes gegeben. Ich habe erlebt, wie anders die Mustangs mit Hitze und Stress umgehen. Im Gegensatz zu unseren gezüchteten und gepeppelten Pferden, sind sie gelassen und nehmen es, wie es kommt. Wenn sie dir vertrauen, gehen sie mit Dir wirklich durch dick und dünn.
Es war sehr interessant hinter den Kulissen dabei sein zu können und es waren tolle Menschen vor Ort mit den denen ich zusammen arbeiten konnte.

Es gibt sie noch die Idealisten nicht nur auf diesem Sektor aber hier habe ich einige kennenlernen dürfen.

Ich bin sehr glücklich darüber, ein Teil davon sein zu können und auch ohne finanzielle Unterstützung auf anderem Weg meinem Herzen folgen zu können.

Dieses Foto ist von letzten Jahr weil aufgrund der neuen Datenschutz Gesetze keine Bilder mehr gemacht werden dürften

Wer sich interessiert kann auf der offiziellen Seite von MustangMakeOver.de alles Wissenswerte nachlesen