Das Berufsleben in der Rückblende betrachtet

Seit über 2 Jahren bin ich jetzt nicht mehr berufstätig. Ich vermisse es wirklich keine Sekunde.

Ist es nicht furchtbar, das man so viel Zeit seines Lebens verbringt, um an einen Ort zu gehen, der einem meistens nicht gefällt, um mit Menschen zu arbeiten, mit denen man privat keine Minute verbringen würde. Und es ist ja nicht gerade besser geworden mit dem Arbeitsklima in den Firmen.

Muß das so sein? Macht das wirklich ein gelebtes Leben aus? Selbstdisziplin ist ja gut und schön, aber wenn die Arbeit und die Menschen einen krank machen, Du es aber schon gar nicht mehr merkst, weil Du es verdrängst und ja schließlich das Geld brauchst, um über den Monat zu kommen?

Ich habe so viel Zeit, all dies und noch mehr zu reflektieren. Es ist wirklich schade, das man mit diesem Wissen nicht als Jugendlicher konfrontiert wurde. Ich hätte erstens Mal noch sorgfältiger meine Berufswahl durchdacht und wäre nicht unnötig lange irgendwo geblieben, wo ich mich nicht wenigstens einigermaßen wohl gefühlt habe. Wobei ich das tatsächlich bis auf die letzten 5 Jahre nicht getan habe. Da hab ich einfach nur durchgehalten, in der Hoffnung, noch den Vorruhestand mitzunehmen. Und das habe ich getan.

Viele schauen aber bei der Berufswahl zunächst mal auf den Verdienst, damit sie sich möglichst viel Urlaub, ein Haus, das tolle Auto und all die Klamotten leisten können, die ihnen so begehrlich erscheinen. Damit sie sich dann in einer Abhängigkeitsspirale wiederfinden, um all das am Laufen zu halten. Damit die Bank und der Chef sie am Gängelband führen können, wie einen Stier mit dem Ring durch die Nase. Und sie denken, das sie nichts dagegen tun können.

Und das Schlimmste ist, das man sein teures Haus und sein teures Auto kaum geniessen kann, weil man ja recht selten zu Hause ist. Irgendwie macht das alles keinen Sinn, oder?









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