Worum gehts?




ICH BIN EIN FREIER MENSCH!
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
(Albert Schweitzer)

Montag, 12. März 2018

Verstehen durch Erleben

Immer wenn ich mit meiner Mutter darüber rede, sich vielleicht zu verkleinern in Sachen Wohnen, also vom Haus zur schönen Eigentumswohnung, wehrt sie sich und dreht und wendet sich. Sie will nicht aus ihrem Haus. Ich bin dann immer etwas frustriert. Wie soll es werden, wenn sie vollends auf Hilfe angewiesen ist und ich dann eine Zwangsmaßnahme durchführen muß. Ich möchte das nicht. Mir wäre es lieber, sie würde sich eine Wohnung nehmen, wo Hilfe kommt, wenn sie Hilfe benötigt und ansonsten ihr Leben leben kann. Das wäre die vernünftige Seite.

Nun habe ich gestern eine Wohnung beim Spazierengehen gefunden, die alle Kriterien meiner Traumwohnung erfüllt. Sie liegt genau da, wo ich hin möchte, schon seit fast 10 Jahren, sie ist ebenerdig, gut aufgeteilt und sogar günstiger als meine derzeitige Wohnung. Ich kann sie haben, ich habe sie mir gestern mit dem Vermieter zusammen angeschaut und er hat mir die Wohnung zugesagt. Ich bat mir 24 Stunden Überlegung aus.

Und zu Hause angekommen, wollte ich plötzlich nicht mehr das, was ich mir so lange wünsche. Auch wenn es noch so verlockend ist, es bedeutet Veränderung, viel Arbeit mit dem Umzug und man muß wieder Geld in die Hand nehmen, was man für was ganz anderes geplant hatte, zum Beispiel den diesjährigen Urlaub. Ich habe gezögert und wollte mich schon von dem Gedanken an meine Traumwohnung verabschieden.

Spinn ich eigentlich? Wieso, bei so vielen Vorteilen, die da auf mich warten? Tja auch ich tue mich mittlerweile schwer mit Veränderungen, die einer gewissen Anstrengung bedürfen.

Natürlich werde ich es tun, aber allein das Zögern hat mich wieder verstehen gelehrt, wie es anderen geht, die noch viel älter sind. Danke dafür.

Kommentare:

Christine hat gesagt…

Gratulation zur neuen, schönen Wohnung!
Für mich waren Umzüge in ein neues Zuhause auch immer in gewisser Weise Häutungen.
Ganz praktisch: Ausmisten, Platz schaffen, sich bewusst von Dingen trennen, Raum schaffen.
Und auch innen hat sich jedes mal etwas neu sortiert.
Dann das neu Einrichten, die Auswahl von Farben und das Arrangieren von Möbeln, etc. Das macht Freude!
Alte Dinge sehen plötzlich im neuen Licht ganz anders aus, Überraschungen aus neuen Konstellationen warten.
Viel Freude und gutes Gelingen!

Anita hat gesagt…

Dankeschön liebe Christine. Genau so ist es, aufräumen und ausmisten, der Keller steht voll mit alten Dingen, die ich gar nicht mehr benötige, nie wieder in diesem Leben. Ich habe den Mietvertrag schon in der Tasche und jetzt wird erst mal ausgemistet.

Christine hat gesagt…

Das klingt richtig gut!