Man kann jemanden den Weg weisen, gehen muss er ihn selber

Diesen Spruch muss ich mir immer wieder verinnerlichen.

Freundin beklagt sich, das sie immer weiter zunimmt. "Hast Du keinen guten Tipp für mich?" Doch, klar hab ich ihn, aber dafür musst Du etwas tun. Und zwar regelmäßig, langfristig Dein Leben umstellen.

Och nö, das klingt anstrengend.

Früher bin ich auf jede Frage angesprungen, hab mir echte Gedanken gemacht, und nach einer Woche, als ich nachfragte, wie es denn so läuft mit der Veränderung bekam ich entweder, ein verlegenes Grinsen oder ein fragendes Gesicht, weil schon gar keine Erinnerung an die Frage und meine Vorschläge da war.

Ich war früher eine Heilspredigerin, wollte jedem helfen, der ein Problem hatte, hatte immer ein offenes Ohr, Tag und Nacht. Habe mitgefühlt, oft viel zu viel.

Heute hab ich mir das abgewöhnt. Ich weiß mittlerweile, das die meisten Menschen keine Eigenverantwortung übernehmen wollen, oder den Grund wissen wollen, warum sie in der Lage sind, in der sie jetzt sind.

Das ist Weisheit, die ich teuer errungen habe. Ich lieg noch selten nachts im Bett und zerbrech mir den Kopf über anderleuts Probleme. Meine Mutter schafft es von Zeit zu Zeit, mich noch mal anzuwerfen.


Doch auch da, oder besser gesagt, gerade da hilft der Prophet im eigenen Land am allerwenigsten. Da müssen schon andere Menschen kommen und diesen Rat geben. Wir machen gerade auch einen Modus durch.


Sie stellt mir eine Fragefalle und ich tappe nicht hinein. Ruhe ist. An manchen Tagen bin ich halt doch so besorgt, das ich versuche, zu helfen. Beim nächsten Nachfragen kommt dann ein lässiges Abwinken. Ach das war doch nicht so schlimm, alles wieder gut. Okay ich lerne und lerne und lerne...….. please hold the line




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